Laut den Daten von The Block und SoSoValue verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs am Freitag (9. Mai) Nettoabflüsse in Höhe von 277 Millionen US-Dollar und beendeten damit eine fünf Tage anhaltende Zuflussserie, die insgesamt 1,69 Milliarden US-Dollar betragen hatte. Spot-Ether-ETFs meldeten am selben Tag Abflüsse von 104 Millionen US-Dollar; dabei verzeichnete kein Fonds positive Zuflüsse.
Die Kehrtwende fiel mit erneuten Spannungen zwischen Iran und den USA zusammen. Iranische Beamte warfen Washington vor, die Bedingungen des Waffenstillstands zu verletzen. Berichte über frische Angriffe nahe der Straße von Hormus ließen den Rohölpreis steigen und machten frühere Gewinne bei risikoreichen Assets wieder zunichte. Währenddessen zeigte der Arbeitsmarktbericht für April, dass die US-Wirtschaft 115.000 Jobs hinzugefügt hat – nahezu das Doppelte der Konsensschätzung von 62.000 –, doch das löste keine weitergehende makroökonomische Unsicherheit. Bitcoin wurde unter 80.000 US-Dollar gehandelt, da die Marktteilnehmer angesichts geopolitischer Risiken und anhaltender, durch Energie getriebener Inflationssorgen vorsichtig blieben.