Gate News-Meldung, 25. April — Die Zentralbank von Brasilien hat ein umfassendes Verbot von Plattformen für Prognosemärkte erlassen und verbietet damit große Prognosemärkte sowie ungefähr 28 weitere Wettplattformen, im Land zu operieren. Das Verbot, das in einer Resolution der Banco Central do Brasil dargelegt ist, nannte eine fehlende Übereinstimmung mit lokalen Vorschriften für den Derivatehandel sowie Risiken für den Anlegerschutz und die Marktintegrität.
Die Resolution der Zentralbank untersagt ausdrücklich das Anbieten und Handeln von Derivatekontrakten, die mit echten Sportereignissen, virtuellen Gaming-Events sowie politischen, Wahl-, sozialen, kulturellen oder Unterhaltungsereignissen verknüpft sind, denen wirtschaftliche oder finanzielle Vergleichsmaßstäbe fehlen. Finanzminister Dario Durigan charakterisierte die Maßnahme als Teil eines umfassenderen staatlichen Vorgehens, um die brasilianische Ersparnis angesichts zunehmender Online-Glücksspielbedenken zu schützen.
Das Verbot spiegelt einen globalen Trend hin zu einer verschärften Regulierung von Prognosemärkten wider. Polymarket ist derzeit in mehr als 30 Ländern weltweit blockiert, darunter Frankreich, Belgien, Australien, das Vereinigte Königreich, Italien, Polen und Singapur. Das steht im starken Gegensatz zu den USA, wo die Commodity Futures Trading Commission nach einer erfolgreichen Klage im Jahr 2024 eine permissive Haltung eingenommen hat, die den Weg für Prognosemarkt-Plattformen ebnete. Die CFTC verteidigt derzeit den Sektor gegen Verbote auf Bundesstaatsebene; Wisconsin hat kürzlich Klage gegen mehrere Plattformen eingereicht, die angeblich gegen die kommerziellen Glücksspielbeschränkungen des Staates verstoßen.