Starker Anstieg der KI-Stromnachfrage in Nordamerika
CITIC Securities hat in einem aktuellen Research-Report seine Prognosen für die KI-Stromnachfrage in Nordamerika angehoben und Zuwächse von 4%, 35% und 42% für 2026, 2027 und 2028 im Vergleich zu seiner früheren Schätzung erwartet. Die dreijährige KI-Stromnachfrage-Compound-Annual-Growth-Rate wird laut Bericht 73% erreichen.
Rechenzentren wechseln zu eigener Stromerzeugung
Der Anstieg der KI-Computing-Nachfrage zwingt Rechenzentren dazu, sogenannte „captive power plants“ aufzubauen, da die langsamen Geschwindigkeiten bei der Netzanbindung unabhängige Stromlösungen erforderlich machen. Gasturbinen haben sich als bevorzugte Quelle für die Grundlastversorgung herauskristallisiert, da sie die niedrigsten Betriebskosten und die höchste Effizienz aufweisen. Allerdings haben sich durch verlängerte Lieferzeiten von 1–3 Jahren ein kritischer Engpass in der Versorgung ergeben, wobei die Bestellungen bereits über 2028 hinausreichen.
Angebotsknappheit über mehrere Technologien hinweg
Neben Gasturbinen prüfen Rechenzentren laut CITIC Securities alternative Methoden zur Stromerzeugung, darunter Verbrennungsmotoren, Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC), Aero-Derivative-Turbinen sowie schiffsgestützte Motoren.
Prognosen zur weltweiten Angebots-Nachfrage-Lücke
CITIC Securities prognostiziert die folgenden weltweiten Angebots-Nachfrage-Lücken speziell für Gasturbinen: 16GW im Jahr 2026, 16GW im Jahr 2027 und 19GW im Jahr 2028. Unter Einbeziehung der Nachfrage über alle Methoden der Stromerzeugung hinweg wird erwartet, dass der gesamte weltweite Bedarf an Stromerzeugung 30GW im Jahr 2026, 42GW im Jahr 2027 und 59GW im Jahr 2028 erreicht.
Diese anhaltende und sich ausweitende Angebotslücke treibt laut dem Bericht von CITIC Securities einen Hochnachfrage-Zyklus für die Lieferketten von Gasturbinen, Verbrennungsmotoren, SOFC und Aero-Derivative-Turbinen an.