Bericht des Coin Center: Die Veröffentlichung von Software-Quellcode ist Meinungsfreiheit und sollte durch den ersten Verfassungszusatz geschützt sein

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Die Krypto-Forschungs- und Advocacy-Organisation Coin Center veröffentlichte am 20. April 2026 (Montag) einen Bericht, in dem sie argumentiert, das Schreiben und Veröffentlichen von Kryptosoftwarecode falle unter die durch den ersten Verfassungszusatz (First Amendment) der USA geschützte Meinungsäußerung, und sie schlägt einen rechtlichen Rahmen vor, um geschützte Software-Veröffentlichungs- und Wartungsaktivitäten von den zu regulierenden Entwickleraktivitäten zu unterscheiden.

Kernargumente des Coin-Center-Berichts: Trennung von Rede und Handeln

Laut dem am Montag veröffentlichten Bericht vertreten Van Valkenburgh und Pieper die Auffassung, dass nur Entwickler, die Software veröffentlichen und warten, also wie Buchautoren oder Rezeptveröffentlichende, in den Genuss eines strengen verfassungsrechtlichen Schutzes nach dem ersten Verfassungszusatz kommen. Der Bericht hält fest: „Sie sind Sprecher und Erfinder, nicht Bevollmächtigte, Verwahrer oder Treuhänder. Die Ausweitung von im Voraus registrierten oder lizenzierten Anforderungen auf diese Art von Veröffentlichungsaktivität widerspricht der historischen Logik der Finanzregulierung und führt zu einer typischen vorherigen Beschränkung – die in fast allen Fällen verfassungswidrig ist – von Aktivitäten, die hauptsächlich Rede und Ausdruck sind.“

Der Bericht stellt außerdem fest, dass die von unteren Gerichten entwickelte „functional code theory“ – wonach Software, weil sie ausführbar ist, um reale Auswirkungen zu erzeugen, näher an „Handeln“ statt an „Rede“ liege – den Schutz des ersten Verfassungszusatzes untergräbt, und dass diese Theorie von den etablierten Präzedenzfällen des US Supreme Court abweicht.

Abgrenzung geschützter und regulierungsbedürftiger Entwicklerhandlungen

Laut dem Coin-Center-Bericht schlagen Van Valkenburgh und Pieper folgenden Trennungsrahmen vor:

Unter dem ersten Verfassungszusatz geschützt: Veröffentlichung und Wartung von Softwarecode (Teil von Rede- und Ausdrucksaktivitäten)

Handlungen, die zu regulieren sind: Entwicklung, bei der Entwickler die Vermögenswerte der Nutzer direkt kontrollieren, Transaktionen im Namen der Nutzer ausführen oder anstelle der Nutzer Entscheidungen treffen

Coin Center führt als Grundlage den Fall „Lowe v. SEC“ des US Supreme Court aus dem Jahr 1985 an. In diesem Fall wurde entschieden, dass sich Presseveröffentlichende, die keine Vermögenswerte der Kunden halten oder im Namen der Kunden handeln, nicht auf den Schutz der Redefreiheit berufen können und nicht zu den Personen zählen, die einen regulierten Beruf ausüben.

Rechtlicher Hintergrund: Jüngste Fälle von Entwickler-Verurteilungen

Nach öffentlich zugänglichen Rechtsakten wurde Roman Storm, der Entwickler von Tornado Cash, im vergangenen Jahr (2025) wegen Verschwörung zur Betreibung eines nicht lizenzierten Überweisungsdienstes verurteilt; seine Anwältin bzw. sein Anwalt bereitet derzeit gerade einen Antrag auf Abweisung der Anklage vor und beruft sich dabei auf den Fall „Cox Communications, Inc. v. Sony Music Entertainment“ des Supreme Court, um zu argumentieren, dass Storm nicht die Absicht hatte, das angeblich begangene Verbrechen zu unterstützen. Der Mitgründer der datenschutzorientierten Bitcoin-Wallet Samourai Wallet, wurde ebenfalls wegen derselben Vorwürfe schuldig gesprochen und zu vier bis fünf Jahren Haft verurteilt.

Häufige Fragen

Was ist die Kernbehauptung des Coin-Center-Berichts?

Laut dem vom Coin Center am 20. April 2026 veröffentlichten Bericht vertreten Peter Van Valkenburgh und Lizandro Pieper die Auffassung, dass das Veröffentlichen und Warten von Softwarecode unter die durch den ersten Verfassungszusatz geschützte Rede fällt; Entwickler seien in dieser Rolle „Sprecher und Erfinder“ und keine Bevollmächtigten oder Treuhänder, weshalb sie keine Pflichten zur Finanzregulierung übernehmen sollten.

Wie unterscheidet Coin Center geschützte von regulierungsbedürftigen Entwicklerhandlungen?

Laut dem Coin-Center-Bericht umfassen Handlungen, die unter den ersten Verfassungszusatz fallen, die Veröffentlichung und Wartung von Software; wenn Entwickler jedoch die Vermögenswerte der Nutzer direkt kontrollieren, Transaktionen im Namen der Nutzer ausführen oder anstelle der Nutzer Entscheidungen treffen, dann handele es sich um regulierungsbedürftige Handlungen.

Welchen Supreme-Court-Präzedenzfall zitiert der Coin-Center-Bericht als Grundlage?

Laut dem Coin-Center-Bericht berufen sich die Autoren auf den US-Supreme-Court-Fall „Lowe v. SEC“ aus dem Jahr 1985. In diesem Fall wurde entschieden, dass sich Presseveröffentlichende, die keine Vermögenswerte von Kunden halten oder im Namen von Kunden handeln, nicht auf den Schutz der Redefreiheit berufen können und nicht zu den Personen zählen, die einen regulierten Beruf ausüben.

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