Die DeFi-Branche drängt auf SEC-Regelsetzung zur Broker-Einstufung
Der DeFi Education Fund hat sich gemeinsam mit 35 weiteren Führungskräften aus der Krypto-Branche dafür eingesetzt, dass die Securities and Exchange Commission ihre jüngste Guidance zur dezentralen Finanzschnittstelle in ein formelles Regelsetzungsverfahren überführt, wie aus einem dieser Woche an die SEC gesendeten Schreiben hervorgeht.
Der Antrag folgt auf eine SEC-Erklärung, die Anfang dieses Monats veröffentlicht wurde und bestimmte Anbieter von Benutzeroberflächen, wie etwa DeFi-Wallets, von der Registrierung als Broker-Dealer ausnimmt.
Schreiben fordert einen prinzipienbasierten Rahmen an
In dem Schreiben drängten die Krypto-Gruppen die Behörde darauf, ein Regelsetzungsverfahren durchzuführen und einen formalen regulatorischen Ansatz zu verfolgen. „Konkret sollte die Kommission die Einführung eines prinzipienbasierten Rahmens in Betracht ziehen, der klare, objektive Kriterien dafür liefert, wann eine Tätigkeit in die Definition von ‚broker‘ fällt, indem die Kriterien in der Statement weiterentwickelt werden“, so die Gruppen. „Die Finalisierung dieser Grundsätze würde die Rechtssicherheit schaffen, die für verantwortungsvolle Innovation erforderlich ist, und gleichzeitig die Fähigkeit der Kommission bewahren, die Intermediäre zu regulieren, die die Risiken darstellen, auf die das Broker-Dealer-Regelwerk ausgelegt war.“
Organisationen, die das Schreiben unterzeichnet haben
Weitere Interessenvertretungen, die das Schreiben unterzeichnet haben, sind der Crypto Council for Innovation, die Blockchain Association und das Solana Policy Institute. Auch Aave Labs, Andreessen Horowitz, Uniswap Labs und Mysten Labs, Inc. haben unterschrieben.
SEC-Statement vom 13. April zur Broker-Dealer-Einstufung
Am 13. April veröffentlichte die Division of Trading and Markets der SEC eine Mitarbeiter-Statement, in der dargelegt wurde, dass Schnittstellen wie DeFi-Wallets im Allgemeinen nicht als Broker-Dealer betrachtet werden. Die SEC bezeichnete die Guidance als „einen Zwischen-Schritt, während die Kommission weiterhin verschiedene regulatorische Fragen prüft“.
Die SEC skizzierte bestimmte Szenarien, in denen eine Schnittstelle als Broker-Dealer eingestuft werden könnte, einschließlich wenn sie Investoren anspricht, Investitionsempfehlungen abgibt oder Entscheidungen zur Routenwahl beeinflusst.
Bedenken der Branche gegenüber informeller Guidance
Obwohl der DeFi Education Fund und andere Gruppen das Statement der SEC als „einen wichtigen Schritt“ bezeichneten, warnten sie davor, dass die Guidance möglicherweise keine dauerhafte Wirkung haben könnte. „Wie die digitale-Asset-Branche nur zu gut weiß, birgt die Abhängigkeit von informeller Guidance ihre eigenen Risiken“, heißt es in dem Schreiben. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Kommission eine zu weit gefasste Auslegung des Begriffs ‚broker‘ verhindert – weder durch die Situation jetzt entstehen zu lassen noch in fünf Jahren wieder aufgegriffen zu werden.“