Die US-Staatsanwaltschaft im District of Columbia: Die Staatsanwältin Jeanine Pirro (aus dem DOJ) gab am 4/24 auf der X-Plattform bekannt, dass sie die strafrechtliche Untersuchung gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell offiziell beendet, und übergab die Frage von Kostenüberschreitungen im Zuge der nachfolgenden Renovierungsarbeiten am Fed-Hauptsitz an den Fed-Inspektor (Inspector General). Dies hat die Bestätigungs-Hürde für den Fed-Vorsitzenden-Nominierten Warsh im Senat unmittelbar beseitigt – der republikanische Senator Thom Tillis hatte zuvor mit der Begründung „Powell-Untersuchung nicht zurückgezogen“ die Abstimmung über Warshs Ernennung aufgeschoben. Laut einem Bericht von CNBC reagierte der Markt umgehend: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4.306%, die Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen fiel um mehr als 4 Basispunkte auf 3.78%.
Zeitlicher Ablauf des Ereignisses
Datum Ereignis 2025–2026 Anfang des Jahres Das Trump-Regime startet eine strafrechtliche Untersuchung gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen beim Fed-Hauptsitz-Renovierungsprojekt Anfang April 2026 Trump nominiert Warsh als Nachfolger von Powell; Senator Thom Tillis äußert sich: Er blockiert die Bestätigung von Warsh, sofern die Powell-Untersuchung nicht zurückgezogen wird, am 21. April: Warsh erscheint vor dem Senatsausschuss für Banken, bestreitet, dass er zu Trumps „sock puppet“ werde 22. April: Warsh meldet sein Vermögen in Höhe von 1.35–2.26 Milliarden USD, einschließlich Beteiligungen an Krypto/AI-Start-ups wie SpaceX, Polymarket 24. April: Pirro verkündet auf der X-Plattform den Rückzug des DOJ, übergibt die Folgeuntersuchung an den Fed-Inspektor; Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fällt auf 4.306%
Pirrôs Bedingungen für den Rückzug
Pirro lässt in ihrer Bekanntmachung ausdrücklich einen Hinweis offen: Der Rückzug des DOJ sei eine „abschnittsweise Maßnahme“, um den Fall zur Bearbeitung an den Fed-Inspektor weiterzugeben, und bedeute nicht eine vollständige Beendigung. Sie betont besonders, dass das DOJ nach Abschluss der internen Untersuchung durch den Inspector General die Ergebnisse prüfen wird und sich das Recht vorbehält, „wenn es die Beweislage erfordert, die strafrechtliche Untersuchung jederzeit wieder zu eröffnen“.
Politische Implikation: Die Warsh-Ernennung kann vorangetrieben werden, aber das DOJ hält weiterhin ein Werkzeug bereit, um die Untersuchung in Zukunft jederzeit wieder zu starten. Die demokratischen Senatorinnen Elizabeth Warren und Dick Durbin versandten unmittelbar einen gemeinsamen offenen Brief und stellten die Kritik an der zeitlichen Abfolge und den Motiven von Pirro durch diese Maßnahme.
Sofortige Marktreaktion
Nach der Veröffentlichung der Nachricht fielen die US-Staatsanleiherenditen unmittelbar, was die Marktpreissetzung einer „Entspannung bei der Unsicherheit, wer den Fed-Vorsitz übernimmt“, widerspiegelt:
Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fällt um mehr als 1 Basispunkt auf 4.306%
Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen fällt um mehr als 4 Basispunkte auf 3.78% (spiegelt direkter die Erwartungen an die Geldpolitik kurzfristiger Zinsen wider)
Der S&P 500 und der Nasdaq erreichten am selben Tag neue Höchststände; einige Marktteilnehmer interpretierten Warsh als relativ tauben Fed-Kandidaten
Powells nächster Schritt
Powells Amtszeit endet im Mai 2026. Nach dem Rückzug des DOJ wird es zum neuen Beobachtungsschwerpunkt, ob Powell nach dem Ende seiner Amtszeit als Fed-Vorsitzender als Direktor im Amt bleibt (seine Direktoratsperiode läuft bis 2028). Laut einem CNBC-Kommentar, der sich auf Quellen bezieht, stehe Powell persönlich vor „einer wichtigen Entscheidung“ – falls er sich für einen Rücktritt entscheidet, würde dies Trump eine weitere Nominierungsmöglichkeit im Fed-Direktorium verschaffen.
Strukturelles Signal: Grauzone der Fed-Unabhängigkeit
Das Ereignis macht ein Thema sichtbar, das in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen hat: Wie hält man die politische Unabhängigkeit der Fed zwischen „aktiver Präsidenten-Nominierung“ und „Justiz-Untersuchungsinstrumenten“ aufrecht. Selbst wenn diese Untersuchung zurückgezogen wurde, ist die Sorge der Öffentlichkeit, dass die Exekutive die Fed weiterhin mit Untersuchungsinstrumenten unter Druck setzen könnte, nicht vollständig verschwunden. Das erste konkrete Etappenziel, um diese Sorge zu validieren, wird das erste Fed-Offene-Finanzmarktkomitee-(FOMC)-Treffen nach Warshs Amtsantritt sein.
Dieser Artikel „DOJ zieht die strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Vorsitzenden Powell zurück: Der Ernennungsweg für Warsh ist vollständig freigeräumt – die Renditen für US-Staatsanleihen fallen sofort“ erschien frühestens auf Kettennachrichten ABMedia.