Laut dem estnischen Verteidigungsminister Hann Pevkur sind die Preise für europäische Verteidigungsausrüstung in den vergangenen zwei Jahren um 50% oder mehr gestiegen, da NATO-Verbündete ihre Militärausgaben deutlich erhöhen. „Die Preise steigen“, sagte Pevkur und ergänzte, er spreche häufig über Beschaffungsprobleme mit estnischen Militärverantwortlichen. Er nannte ein konkretes Beispiel: Ausrüstung, die vor zwei Jahren gekauft wurde, koste bei einer Neuorderung heute 50% bis 60% mehr.
Der Preisanstieg spiegelt eine strukturelle Marktherausforderung wider: Regierungen stehen vor Ausrüstungsmangel, doch europäische Verteidigungsunternehmen zögern, die Produktionskapazitäten auszuweiten, ohne formelle langfristige Regierungsbeschaffungsverträge.