
Die bekannte Krypto-Journalistin Eleanor Terrett enthüllte am 14. Mai auf X, dass eine Verhandlungsrunde eines zweiparteiischen Senatoren-Teams in der Nacht von Mittwoch (Ortszeit 13. Mai) ergebnislos geblieben ist. Das Team hatte versucht, dass die Demokraten bei mindestens zwei ungeklärten Themen Zugeständnisse machen. Terrett bestätigte, dass es bei den moralischen Themen Verhandlungserfolge gab, aber die Uneinigkeit über die geänderten Textpassagen der BRCA-Bestimmungen (Gesetz zur Regulierungs- und Klarheit für Blockchains) am Ende eine Einigung verhinderte.
Zwei ungeklärte Streitpunkte: Moralische Klausel und BRCA
Erster Punkt: Moralische- und Interessenkonflikt-Klausel Mehrere Demokraten unterstützten den Gesetzentwurf unter der Prämisse, dass vor der Abstimmung bereits ein Kompromiss zu moralischen und Interessenkonflikt-Themen rund um die „First Family“ erzielt worden sei. Terrett bestätigte, dass es bei diesem Punkt substanzielle Fortschritte gab, jedoch keine offizielle Einigung vor Ablauf der Frist erzielt werden konnte. Minderheitsführer Schumer nahm an einem Treffen der Demokraten teil; den Aussagen von Anwesenden zufolge sagte Schumer, die Voraussetzung für die für Donnerstag geplante Prüfung sei, dass die moralischen Verhandlungen noch weiter vorankommen.
Zweiter Punkt: BRCA-Klausel Die Bestimmungen des „Blockchain Regulatory Certainty Act“ (BRCA) sollen nicht-treuhänderische Softwareentwickler davor schützen, wegen des Geldtransfers nach dem Geldtransfergesetz angeklagt zu werden. Mehrere demokratische Abgeordnete brachten in letzter Minute Bedenken gegen die Klausel vor. Da beide Seiten sich bei den Textänderungen nicht einigen konnten, wurde dies zum direkten Grund, warum der Deal scheiterte.
Eingereichte Hauptänderungsanträge: Drei große Richtungen
ABA 8.000 Briefe: Der US-Bankerverbund (American Bankers Association) richtet sich direkt gegen Abschnitt 404 (Tillis-Alsobrooks-Kompliss zur Stablecoin-Ertragslösung) und ist der Ansicht, dass der aktuelle Wortlaut weiterhin eine Schwachstelle beim Abfluss von Einlagen enthält
Reed-Smith-Änderungsantrag: Zwingt den Ausschuss zu einer Entscheidung zwischen der Unterstützung der praktischen Nutzung von Kryptowährungen und den Interessen traditioneller Banken, sodass Republikaner vor eine Zwickmühle bei der Abstimmung gestellt werden
Warren-Änderungsanträge mit 40+ Punkten: Der am weitesten wirkungsvolle Vorschlag würde verhindern, dass die Federal Reserve Hauptkonten an Kryptowährungsunternehmen vergibt; Reed legt zudem einen weiteren Antrag vor, der ausdrücklich verbietet, Kryptowährungen zur Zahlung von Steuern zu verwenden
Offene Punkte für die Bestätigung vor der Abstimmung am Donnerstag
Laut Terretts Bericht sind die Stimmpositionen von fünf demokratischen Abgeordneten, die Kryptowährungen unterstützen, innerhalb des Ausschusses derzeit noch nicht offiziell bestätigt. Das zweiparteiische Arbeitstreffen zur Beratung läuft am Dienstagabend weiter und prüft die Änderungsanträge. Beim zweiten Anlauf im Januar 2026 wurden vor der Streichung insgesamt 137 Änderungsanträge eingereicht; in dieser Runde wurden bereits über 100 eingereicht.
Häufige Fragen
An welchen zwei Kernproblemen ist die Zweiparteien-Verhandlung gescheitert?
Laut Terretts Bericht war das erste Problem die moralische- und Interessenkonflikt-Klausel (mit Bezug auf die First Family). Dort gab es Fortschritte, aber es wurde keine offizielle Einigung erzielt; das zweite Problem waren die BRCA-Bestimmungen (Schutz nicht-treuhänderischer Softwareentwickler vor strafrechtlicher Verfolgung nach dem Geldtransfergesetz). Weil sich beide Seiten nicht auf Textänderungen einigen konnten, wurde dies zum direkten Grund, warum der Deal scheiterte.
Was genau bedeutet Lummis’ Aussage „99% Einigkeit, 1% Uneinigkeit“?
Lummis-Abgeordneter bestätigte in seiner Erklärung in der Nacht von Mittwoch, dass die beiden Seiten bei den allermeisten Bestimmungen des CLARITY-Gesetzes eine Einigung erzielt hätten; die verbleibenden 1% beziehen sich auf die noch ungeklärten Fragen der moralischen Klausel und der BRCA-Bestimmungen. Lummis’ Position ist, dass der Ausschuss zuerst über den Gesetzentwurf abstimmen soll und die verbleibenden Streitpunkte dann im weiteren Verfahren gelöst werden sollen.
Auf welchen konkreten Abschnitt zielen die 8.000 Briefe der ABA beim CLARITY-Gesetz?
Die Briefkampagne der ABA richtet sich direkt gegen Abschnitt 404 (Tillis-Alsobrooks-Kompliss zur Stablecoin-Ertragslösung). Dieser Abschnitt erlaubt Stablecoin-Inhabern, Belohnungen basierend auf Transaktionsaktivitäten zu erhalten, verbietet jedoch passive Erträge, die in ihrer Wirkung Einlagenzinsen entsprechen. Die ABA ist der Ansicht, dass der aktuelle Wortlaut weiterhin eine Schwachstelle enthält und dadurch Einlagen schneller von traditionellen Konten zu Kryptoplattformen abfließen lassen könnte.