Ein neuer Bericht von Discovery Bank und Visa zeigt einen großen Wandel in der südafrikanischen Finanzlandschaft auf: Während sich Kryptowährungen weiterentwickeln, wandelt sich dieser Markt von einem spekulativen Trend zu einer etablierten Anlageklasse.
Kernaussagen:
- Discovery Bank und Visa berichten, dass 7,8 Millionen Südafrikaner Crypto inzwischen als etablierte Anlageklasse betrachten.
- Der Handel von Bevölkerungsschichten mit mittlerem Einkommen ist 2024 um 26% gewachsen und hat die Branche von Spekulation hin zu diszipliniertem Investieren verschoben.
- Die Vorschriften der National Treasury für 2026 könnten bald verlangen, dass Einwohner digitale Vermögenswerte deklarieren oder verkaufen.
Ein Meilenstein des Mainstreams
Die Landschaft der digitalen Finanzierung in Südafrika hat einen bedeutenden Wendepunkt erreicht: weg von der volatilen Spekulation der Vergangenheit hin zu einem stärker abgewogenen, institutionell geprägten Ansatz. Laut dem neuesten Spendtrend26-Report von Discovery Bank und Visa ist Kryptowährung offiziell von einer Nischen-Interesse an Technologie zu einer Mainstream-Anlageklasse gewechselt – wobei mittlerweile einer von acht Südafrikanern am Ökosystem teilnimmt.
Bis Mitte 2025 nutzten ungefähr 7,8 Millionen Südafrikaner – etwa 13% der Bevölkerung – aktiv große Kryptowährungsplattformen. Dieser Adoptionsschub wird durch ein hohes Maß an öffentlichem Bewusstsein gestützt: 70% der Bevölkerung gaben an, digitale Vermögenswerte zu kennen, und mehr als die Hälfte aller Verbraucher berichteten, dass sie derzeit über Crypto verfügen oder zuvor gehalten haben.

Dieser Effekt der Mainstreamisierung wird vor allem durch den Aufstieg mobil-first Plattformen angetrieben, die die Einstiegshürden durch vereinfachtes Onboarding und benutzerfreundliches, app-basiertes Trading gesenkt haben. Für viele jüngere Verbraucher dienen diese digitalen Vermögenswerte inzwischen als ihr primärer Einstieg in die breitere Welt des Finanzinvestments.
„Zunehmend werden Kryptowährungen als eine Kern-Anlageklasse neben traditionellen Vermögenswerten wie Aktien und Immobilien betrachtet“, heißt es in dem Bericht.
Demografie des Wachstums
Vielleicht ist die auffälligste Erkenntnis im Bericht die Entwicklung des Anlegerverhaltens. Die Transaktionsdaten von Visanet zeigen, dass Südafrikaner zunehmend von großen, unregelmäßigen Trades Abstand nehmen und stattdessen eine „klein und oft“-Strategie verfolgen. Diese Veränderung deutet auf eine Hinwendung zu diszipliniertem, portfolioartigem Investieren hin, bei dem Crypto ähnlich behandelt wird wie traditionelle Anlageformen wie Aktien oder Immobilien.
Die Transaktionshäufigkeit hat sich deutlich erholt und erreichte bis 2025 im Durchschnitt 2,5 Transaktionen pro aktivem Kartenbenutzer. Dieses Muster aus kleineren, häufigeren Käufen zeigt, dass Verbraucher digitale Vermögenswerte in ihre langfristige Finanzplanung einbinden, statt kurzfristigen Marktsprüngen hinterherzulaufen.
Das Wachstum ist besonders stark bei Konsumenten mit mittlerem Einkommen und im Massenmarkt ausgeprägt. 2024 stieg die Transaktionshäufigkeit bei Mass-market-Kunden um 26%, während auch die Segmente mass-affluent und everyday-affluent Zuwächse im zweistelligen Bereich verzeichneten. Selbst das Segment mit hohem Nettovermögen hielt eine stabile Beteiligung aufrecht – mit 12% Wachstum, die ins Jahr 2025 hineinreichen.
Diese breite Beteiligung lässt darauf schließen, dass das „crypto reset“ der vergangenen Jahre den Weg für eine stabilere Wiederbelebung geebnet hat. Da 41% der Südafrikaner angeben, dass sie in der Zukunft sehr wahrscheinlich Kryptowährungen erwerben werden, deuten die Daten auf eine finanzielle Zukunft hin, in der digitale Vermögenswerte kein Ausreißer mehr sind, sondern eine grundlegende Komponente der nationalen Wirtschaft.