
Das von Analyst Nikolaos Panigirtzoglou geleitete Research-Team von JPMorgan veröffentlichte am 23. April einen Bericht, in dem es heißt, dass anhaltende Sicherheitslücken und ein stagnierender Gesamtwert der gesperrten Mittel (TVL) die Attraktivität von DeFi (Dezentrale Finanzsysteme) für institutionelle Investoren schwächen. Der Bericht betont, dass die KelpDAO-Lücke innerhalb weniger Tage rund 20 Milliarden US-Dollar an DeFi-TVL ausgelöscht hat und strukturelle Risiken offengelegt wurden.
Kernaussagen des JPMorgan-Berichts
Laut dem am 23. April von JPMorgan veröffentlichten Bericht weist das Analystenteam darauf hin, dass die Hackerangriff-Verluste im Krypto-Markt im Jahr 2026 in etwa auf dem Niveau von 2025 liegen werden, obwohl bei der Smart-Contract-Überprüfung Fortschritte erzielt wurden. Brücken- und Infrastruktur-Lücken bleiben jedoch die wichtigsten Risikofaktoren.
Der Bericht zitiert die Analysten direkt: „So wie traditionelle Anleger in unsicheren Zeiten auf Bargeld umschalten, reagieren Krypto-Teilnehmer auf die jüngsten Angriffe, indem sie nach Stablecoins suchen.“
Laut dem Bericht ist der in US-Dollar bewertete DeFi-TVL zwar teilweise wieder angestiegen, der in Ethereum (ETH) bewertete jedoch im Wesentlichen unverändert geblieben. JPMorgan-Analysten führen dies darauf zurück, dass das DeFi-Wachstum von Natur aus begrenzt ist, und stellen dadurch die Frage, ob DeFi über die Ausweitungskapazität verfügt, um die Anforderungen institutioneller Nutzer zu erfüllen.
Technische Analyse der KelpDAO-Lücke
Laut dem JPMorgan-Bericht bestand der Angriffspfad der diesjährigen KelpDAO-Lücke darin, dass Angreifer die Cross-Chain-Bridge-Architektur kompromittierten, werthaltige etwa 2,92 Milliarden US-Dollar an unbesichertem rsETH prägen und diese als Sicherheiten in eine Kreditvergabevereinbarung einlegen. Dies führte schließlich zu etwa 200 Millionen US-Dollar an uneinbringlichen Forderungen.
JPMorgan weist darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Angriffs über Plattformen hinaus ausweiteten, die direkt betroffen waren, und verdeutlichte, wie die Interkonnektivität im DeFi-Ökosystem den Schadensumfang einer einzelnen Schwachstelle vervielfachen kann. Der Bericht stellt außerdem fest, dass Cross-Chain-Bridges aufgrund ihrer komplexen Designarchitektur, geteilter Infrastrukturen und teils schwacher Verifizierungsmechanismen in der Geschichte der Branche bereits kumulierte Verluste in Milliardenhöhe verursacht haben.
Institutionelles Kapitalströme: TVL-Abfluss und USDT als Absicherung
Laut dem JPMorgan-Bericht floss nach dem Ereignis der KelpDAO-Lücke Kapital aus DeFi-Kreditverträgen in Tether’s USDT. Durch die stärkere Liquidität und die schnellere Auszahlungsrate von USDT wird seine Position als Absicherungswert im Krypto-Markt weiter gefestigt.
JPMorgan-Analysten betonen in ihrem Bericht, dass wiederholt auftretende Angriffsereignisse das Vertrauen in DeFi-Systeme untergraben, die sich auf Code statt auf Intermediäre verlassen. Smart-Contract-Lücken, Netzwerk-Phishing und Defekte in Cross-Chain-Bridges seien die wichtigsten technischen Risiken, die dazu führen, dass große Mengen gesperrter Vermögenswerte exponiert werden.
Häufige Fragen
Wann wurde diese DeFi-Studie von JPMorgan veröffentlicht, und wer hat sie verfasst?
Laut den veröffentlichten Informationen von JPMorgan wurde dieser DeFi-Sicherheitsanalysebericht am Mittwoch, dem 23. April, veröffentlicht und vom Research-Team unter der Leitung des Analysten Nikolaos Panigirtzoglou verfasst.
Wie beschreibt JPMorgan die Auswirkung der KelpDAO-Lücke auf den DeFi-TVL?
Laut dem JPMorgan-Bericht hat die KelpDAO-Lücke innerhalb weniger Tage etwa 200 Milliarden US-Dollar an DeFi-TVL ausgelöscht. Der Angreifer prägt 2,92 Milliarden US-Dollar unbesichertes rsETH als Sicherheiten; schließlich entstanden etwa 200 Millionen US-Dollar an uneinbringlichen Forderungen, und die Auswirkungen reichten über die direkt betroffene Plattform hinaus.
Wie interpretiert der JPMorgan-Bericht das Problem des Stillstands des DeFi-TVL in ETH-Bewertung?
Laut dem JPMorgan-Bericht ist der DeFi-TVL, der in US-Dollar bewertet ist, zwar teilweise wieder angestiegen, während er in ETH-Bewertung im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Die Analysten führen dies darauf zurück, dass das DeFi-Wachstum von Natur aus begrenzt ist, und stellen damit die Frage, ob DeFi die Anforderungen institutioneller Nutzer erfüllen kann.