JPMorgan: DeFi-Hacker werden immer häufiger und das Interesse an Kompressionsmechanismen, die das TVL stagnieren lassen, wächst – Kapital wechselt zu USDT

Laut dem aktuellen Krypto-Industrie-Research-Report von JPMorgan Chase vom 23.4. durch The Block drücken anhaltende Hackerangriffe und die stockende Gesamtmenge an gesperrtem Kapital (TVL) DeFi gegenüber institutionellen Investoren weiter zusammen. Ein Teil der Investitionsmittel werde deshalb in den von Tether emittierten USDT-Stablecoin verlagert. CoinDesk beschreibt diese Argumentation des Berichts am selben Tag mit „persistent security flaws curb DeFi’s institutional appeal“.

Kernaussagen des Reports

Das Analystenteam von JPMorgan Chase hält an der im letzten Jahr begonnenen eher vorsichtigen Haltung gegenüber den Entwicklungen in DeFi und der Tokenisierung fest und nennt die jüngst häufigen Angriffe auf Cross-Chain-Bridges sowie auf der Protokoll-Ebene als einen der wichtigsten Gründe, die institutionelle Investitionen in DeFi ausbremsen. Laut der Zusammenfassung von The Block zeigt sich das Verhalten auf der Kapitalseite so: Institutionen und bestimmte Teile der Retail-Teilnehmer ziehen Mittel aus DeFi-Protokollen ab und wechseln zu Tether USDT, das eine hohe Liquidität aufweist und bei dessen Durchsetzungs-/Exekutivkompetenz des Emittenten bereits Vertrauen durch erfolgreiche Nachweise geschaffen wurde.

Jüngste DeFi-Angriffsereignisse passen zu dieser Erzählung

In der Woche vor Veröffentlichung des Reports trafen DeFi-Ökosysteme gerade nacheinander zwei große Ereignisse – typische Beispiele für die von JPMorgan genannten „anhaltenden Sicherheitslücken“:

Kelp DAO wurde gehackt: 292 Mio. USD Schaden – gefälschte Nachrichten über den LayerZero Cross-Chain-Bridge, das größte DeFi-Ereignis im April 2026.

Rhea Finance Oracle-Angriff: Verlust von 18,40 Mio. USD; Tether koordinierte daraufhin die sofortige Sperrung von 4,34 Mio. USDT.

Beide Ereignisse legen offen, dass DeFi-Protokolle auf Oracles und Cross-Chain-Bridges in übermäßigem Maß angewiesen sind – genau das ist eine Quelle nicht messbarer Risiken, die die Risiko-Management-Teams von Institutionen seit langem als Problem anführen.

Warum USDT zum Profiteur wird

Während DeFi-Protokollrisiken durch Vorfälle immer häufiger auftreten, unterscheidet sich USDT von Tether gerade dadurch, dass es durch seine On-Chain-Durchsetzungsfähigkeit Vertrauen aufbaut. Tether zeigte kürzlich in einer 344 Mio. USD schweren Sperrmaßnahme in Zusammenarbeit mit US-Behörden eine koordinierte Infrastruktur mit dem OFAC. Diese kontrollierbare, zentrale Eigenschaft erfüllt genau die Kernanforderung der Rechts- und Compliance-Abteilungen von Institutionen nach „nachverfolgbar und rückholbar“.

Signale für DeFi-Anbieter

Für DeFi-Protokolle deutet der Bericht von JPMorgan indirekt auf zwei strukturelle Herausforderungen hin: Erstens lassen sich langfristige Protokoll-Sicherheitsnachweise nicht allein durch Versicherungs- und Governance-Mechanismen beheben; zweitens bevorzugen auch dann, wenn permissioned pools mit Compliance-Ausrichtung sowie KYC-Tresore bereits nach und nach eingeführt wurden, traditionelle Institutionen weiterhin die Nutzung zentralisierter Stablecoins und Custodians, um große Kapitalbeträge abzuwickeln. Für Nutzer bedeutet das, dass die DeFi-Liquidität kurzfristig sehr wahrscheinlich nicht wieder das TVL-Hoch von 2021 erreichen wird, während die Stablecoin-Versorgungsmenge weiterhin bei nur wenigen zentralisierten Emittenten konzentriert bleibt.

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