Der südkoreanische Aktienmarkt ist für Ausländer tabu! Südkoreanische Analysten warnen: KOSDAQ verschlingt längst das Geld von Kleinanlegern – längst in Verruf geraten

ChainNewsAbmedia

In den letzten Wochen hat sich das Interesse an Börsen-Themen aus Südkorea in ausländischen Investment-Communities rasant verstärkt, insbesondere im Bereich KI, Halbleiter, Speicher, Energieanlagen sowie High-Tech-Lieferketten-Konzepte. Allerdings warnte der südkoreanische Analyst Jukan, der bei Citrini Research tätig ist, auf X, dass ausländische Investoren, denen ausreichende lokale Informationen und Research-Kompetenz fehlen, nicht voreilig in den südkoreanischen KOSDAQ-Markt einsteigen sollten.

Bekannter Analyst: Personalmangel bei koreanischen Wertpapierfirmen, begrenzte Daten zu einzelnen Aktien

Jukan sagte, seine Social-Media-Aktivität sei zuletzt voller Inhalte gewesen, in denen es darum geht, „koreanische Aktien anzuschieben“, daher wolle er ausländischen Investoren einen Rat geben: „Fass KOSDAQ nicht einfach so an.“ Er beschreibt KOSDAQ als einen Abgrund, der das Geld unzähliger südkoreanischer Privatanleger verschlingt. Diese Aussage löste vor allem deshalb Diskussionen aus, weil Jukan selbst Koreaner ist und das Technologie-, Halbleiter- und Korean-Stocks-Thema seit Langem beobachtet; im Vergleich zu dem, was ausländische Investoren in den Communities oft nur als punktuelle Erzählungen sehen, kennt er die in Korea schon lange bestehenden Informationsasymmetrien und die Kultur des Hypes besser.

KOSDAQ ist ein Markt in Südkorea, der vor allem aus mittel- und kleineren Unternehmen sowie Tech-Aktien, Biotech-Aktien und Wachstumsaktien besteht. Häufig wird er als Gegenstück zum US-Nasdaq für Wachstumsaktien beschrieben. Doch gerade weil die gelisteten Unternehmen eher klein sind, die Themen stark schwanken und Transparenz sowie Research-Abdeckung nicht ausreichen, kommt es im Markt leicht zu heftigen Kurs-Hypes und schnellen Kapitalumschichtungen.

Jukan weist darauf hin, dass für ausländische Investoren, die KOSDAQ-Einzelwerte verifizieren wollen, das erste Problem ein Mangel an Research-Daten ist. Wertpapierfirmen in Korea haben selbst nur begrenzte personelle Kapazitäten und decken KOSDAQ-Unternehmen nicht vollständig ab; wenn ein Unternehmen innerhalb eines Jahres fünfmal von Analystenberichten abgedeckt werden kann, gilt das in diesem Markt bereits als viel. Mit anderen Worten: Viele ausländische Investoren sehen möglicherweise Themen, die es an ausreichender institutioneller Research-Unterstützung gar mangelt.

Häufige Insidergeschäfte in den Nachrichten des koreanischen Markts

Wenn man keine Analystenberichte betrachtet, wäre dann ein Blick auf die Nachrichten eine praktikable Alternative? Jukan hält auch das für nicht einfach. Er warnt, dass es in Südkorea seit Langem ein front-running-Problem gibt, also dass manche Akteure vor dem Erscheinen von Nachrichten oder positiven Meldungen bereits kaufen und dann, sobald die Informationen öffentlich werden, den Aktienkurs durch die Bekanntmachung nach oben treiben. Jukan sagt außerdem, dass in jüngster Zeit sogar Personen aus dem Umfeld großer Medien wegen angeblichen front-running verhaftet und untersucht wurden.

Daher erinnert er daran, dass die „positiven Nachrichten“, die Investoren zu sehen bekommen, nicht nur eine reine Berichterstattung über die Unternehmensgrundlagen sein müssen; sie könnten auch von Personen stammen, die die Aktien bereits vorher gekauft haben und beabsichtigen, den Aktienkurs durch Medieninfos nach oben zu treiben. Für ausländische Investoren gilt: Wenn sie den koreanischen Kontext, die Medienlandschaft, die Qualität der Wertpapierfirmen-Research und die lokale Marktkultur nicht verstehen, werden sie leicht in der Phase, in der ein Thema am heißesten ist, zum letzten „Bagholder“ (Schlussabnehmer).

Auch Taiwan und die USA beeinflussen das Marktverhalten, Jukan: In Korea besonders berüchtigt

Ein Nutzer namens Sterling Archer stellte die Kritik in Frage, ob diese Probleme eigentlich nicht groß anders seien als in anderen Märkten, und nannte als Beispiel, dass ähnliche Situationen auch in den USA und in Taiwan vorkommen können, etwa dass bekannte Investoren wie Bill Ackman den Markt beeinflussen oder es in Taiwan ebenfalls Probleme mit Nachrichten-Hype gebe. Daraufhin betonte Jukan, dass KOSDAQ in Korea „besonders berüchtigt“ sei, weil hier die Fälle von pump-and-dump, also „Kurspump und Abverkauf“, schlicht sehr zahlreich seien.

Diese Warnung spiegelt auch den Risiko-Kontrast wider, der sich ergibt, nachdem der südkoreanische Aktienmarkt zuletzt in ausländischen Communities viral ging. Einerseits gibt es in Südkorea tatsächlich viele Unternehmen im Umfeld KI-Infrastruktur, HBM, HBF, Halbleiteranlagen und Energielieferketten, weshalb ausländische Investoren beginnen, nach „dem nächsten SK Hynix“ oder „dem koreanischen AI-Lieferketten-Geheimtipp“ zu suchen; andererseits werden umso eher kleine Aktien mit starker Themen-Fokussierung und unzureichender Research-Abdeckung zum Ziel für Social-Media-Calls und Kapital-Hypes.

Der Artikel „Südkoreanischer Aktienmarkt: Ausländer dürfen ihn nicht anfassen!“ – Südkoreanischer Analyst warnt: KOSDAQ verschlingt das Geld von Privatanlegern, längst berüchtigt – tauchte zuerst auf in der Ketten-News ABMedia auf.

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