Proteste in Maryland: 2 Milliarden US-Dollar für Netzausbau-Gebühren – Virginia zahlt für KI-Rechenzentren mit

ChainNewsAbmedia

Das Maryland Office of People’s Counsel (OPC) hat am 8. Mai eine Beschwerde bei der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) eingereicht: PJM Interconnection weise von 22 Milliarden US-Dollar an Kosten für Netzausbau 2 Milliarden US-Dollar den Steuerzahlern in Maryland zu, doch diese Ausbaumaßnahmen dienten tatsächlich dazu, den Strombedarf von AI-Datenzentren in Virginia zu decken. Common Dreams berichtet, dass in den nächsten 10 Jahren eine zusätzliche Belastung von 1,6 Milliarden US-Dollar für die Stromrechnungen von Haushalten und Unternehmen in Maryland entstehen wird.

2 Milliarden US-Dollar Ausbaukosten, 1,6 Milliarden US-Dollar Belastung für Nutzer

Die Kernzahlen der OPC-Beschwerde:

Gesamtes geplantes Ausmaß der Upgrades durch PJM: 22 Milliarden US-Dollar

Anteil, der auf Maryland entfällt: 2 Milliarden US-Dollar

Zusätzliche Stromkostenbelastung für Maryland-Nutzer über die nächsten 10 Jahre: 1,6 Milliarden US-Dollar

Privatkunden: 823 Millionen US-Dollar (durchschnittlich +345 US-Dollar pro Haushalt)

Gewerbekunden: 146 Millionen US-Dollar (durchschnittlich +673 US-Dollar pro Unternehmen)

Industriekunden: 629 Millionen US-Dollar (durchschnittlich +15.074 US-Dollar pro Industriekunde)

Die zentrale Kritik von OPC-Leiter David S. Lapp: „Maryland-Nutzer haben weder den Bedarf für diese neuen milliardenschweren Übertragungsprojekte verursacht, noch werden sie wirklich davon profitieren.“

Zentraler Streitpunkt: Kosten sozialisiert vs. Verursacherprinzip für Profiteure

PJM Interconnection ist der Netzbetreiber, der das Stromnetz in 13 Bundesstaaten im US-amerikanischen Mittel-Atlantik sowie Teilen des Mittleren Westens abdeckt. Er verteilt alle großen Kosten für Netzerweiterungen in der Region nach dem Anteil des Stromverbrauchs auf die Nutzer in der gesamten Region. Dieses Modell ist im klassischen Stromversorgungssystem nicht weiter problematisch – alle nutzen, alle teilen die Kosten für die Upgrades.

Doch das Aufkommen von AI-Datenzentren durchbricht diese Logik. Der Stromverbrauch von Datenzentren in Virginia ist seit 2013 um 660% gestiegen; bis Dezember 2024 lag er bereits bei 3,6 GW. PJM schätzt, dass die regionale Spitzenlast bis 2030 zusätzlich um 32 GW steigen wird, davon etwa 30 GW aus Datenzentren. Die Argumentation in Maryland lautet: „Wir sollten nicht dafür zahlen, dass Virginias Datenzentren expandieren – durch Netzausbau.“

Das „ratepayer protection pledge“ (Verpflichtung zum Schutz der Nutzer), das die Trump-Regierung Anfang des Jahres vorangetrieben hat, verlangt, dass Technologieunternehmen freiwillig die Netzausbaukosten übernehmen, die durch ihren eigenen Bedarf verursacht werden. Das OPC zitiert diese Verpflichtung direkt und fordert, dass Betreiber von Datenzentren (nicht die Stromkunden) die 2 Milliarden US-Dollar bezahlen sollen.

Warum dieser Fall für das AI-Investment-Thema wichtig ist

Die FERC-Auseinandersetzung ist das erste große Rechtsgefecht der aktuellen Welle beim Aufbau von AI-Datenzentren, bei dem in großem Maßstab „Netzkosten-Externalitäten“ aufeinanderprallen. In den vergangenen sechs Monaten war der Markt heiß auf das „AI-Stack“-Thema – darunter auch börsennotierte Titel rund um Strom für Rechenzentren, die am letzten Woche von abmedia berichtet wurden, wie Vertiv, Eaton, GE Vernova, Constellation Energy und weitere. Die Bewertungsannahme dieser Story lautet: „CapEx kann problemlos umgesetzt werden.“

Der Fall in Maryland reißt diese Annahme erstmals an. Wenn die FERC am Ende entscheidet, dass „eingehende Zusatzkosten direkt von den Datenzentrumsbetreibern eingezogen werden müssen“, würde die Kostenstruktur für den Aufbau von AI-Datenzentren neu geschrieben. Das Kapitalausgaben-Ausmaß (CapEx) von extrem großen Cloud-Anbietern (Hyperscalern) könnte sich vergrößern, und der regionale Wettbewerb könnte in jene Bundesstaaten zurückverlagert werden, die die Kosten direkt aufnehmen können.

PJM prognostiziert, dass es 2027 in den regionalen Stromnetzen einen Engpass von 6 GW geben wird; der dringende Bedarf an Upgrades wird nicht verschwinden. Die Frage lautet nur: Wer zahlt? Derzeit gibt es von der FERC keine öffentliche Antwort auf den Zeitplan der OPC-Beschwerde. Der Fall wird jedoch zu einem regulatorischen Referenzpunkt für andere Bundesstaaten in der PJM-Region sowie für andere Netzbetreiber wie ERCOT (Texas) und CAISO (Kalifornien) werden.

Zu den nachverfolgbaren Folgeereignissen gehören: der Zeitplan, wie die FERC mit der OPC-Beschwerde umgeht, ob PJM die Methode zur Aufteilung der Kosten anpasst und ob andere Bundesstaaten (Pennsylvania, New Jersey, Ohio) nachziehen.

Dieser Artikel „Maryland protestiert gegen 2 Milliarden US-Dollar für Netzausbau: Damit Virginia AI-Datenzentren zahlen“ erschien erstmals bei ABMedia im Kryptobereich.

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