
Laut CoinTelegraph gab das Büro der Generalstaatsanwältin von Missouri, Kathleen Harnavey, am 20. Mai bekannt, dass es GPD Holdings (unter dem Namen CoinFlip) anklagt. Vorgeworfen wird, dass das Unternehmen vorsätzlich betrügerische Transaktionen unterstützt und dabei selbst profitiert habe. Betroffen seien Betrugsfälle gegen ältere Menschen und Veteranen; die Geldstrafe kann bis zu 1,826.000 US-Dollar betragen.
Bestätigter Inhalt der Klagevorwürfe und der beantragten Abhilfen
Laut der offiziellen Bekanntmachung des Büros der Generalstaatsanwältin von Missouri lautet das vollständige Abhilfebegehren der Klage: „Das Büro der Generalstaatsanwältin ersucht das Gericht, festzustellen, dass das Verhalten von CoinFlip gegen das Missouri Commodity Sales Act verstößt; CoinFlip zu untersagen, in Missouri zu operieren; für jede einzelne Verstoßhandlung in den vergangenen fünf Jahren eine zivilrechtliche Geldbuße von 1.000 US-Dollar zu verhängen (maximal bis zu 1,826.000 US-Dollar); und anzuordnen, dass CoinFlip Verbraucher entschädigt.“
Der Kernvorwurf lautet, dass GPD Holdings vorsätzlich betrügerische Transaktionen unterstützt und daraus Profit gezogen habe. Zu den angeblichen Betrügereien zählen betrügerische Handlungen gegen ältere Menschen und Veteranen in Missouri. Missouri hatte im Dezember 2025 bereits mehrere Ermittlungen gegen verschiedene Krypto-ATM-Unternehmen gestartet und dabei Vorwürfe im Zusammenhang mit „irreführenden Gebührenstrukturen“ sowie Betrugshandlungen erhoben. CoinFlip fiel in den Ermittlungsumfang.
Der breitere regulatorische Hintergrund für Krypto-ATMs
In den vergangenen Monaten wurden Krypto-ATM-Betreiber zunehmend zum Ziel von Strafverfolgungsmaßnahmen der US-Bundesstaaten und Kommunalbehörden. Mehrere Gerichtsbarkeiten haben Gesetze und Verordnungen erlassen, die diese Technologie einschränken oder verbieten.
Der Fall von Bitcoin Depot: Ebenfalls im Rahmen der Untersuchungen in Missouri im Dezember 2025 enthalten, hat Bitcoin Depot jüngst in Texas einen Antrag auf freiwilligen Chapter-11-Insolvenzschutz gestellt. Vor Einreichung hatte Bitcoin Depot offengelegt, dass es vor der vierten Quartal 2025 mehr als 20 Millionen US-Dollar an Gerichtsurteilsforderungen sowie „laufende Gerichtsverfahren“ zu bewältigen habe. Bitcoin Depot ist einer der größten Krypto-ATM-Betreiber in Nordamerika und verfügt weltweit über mehr als 9.000 Geldautomaten für Selbstbedienung.
Häufige Fragen
Auf welcher wichtigsten Rechtsgrundlage beruht die Anklage gegen CoinFlip in Missouri?
Laut der offiziellen Bekanntmachung des Büros der Generalstaatsanwältin von Missouri basiert die Klage in erster Linie auf dem Missouri Commodity Sales Act. Vorgeworfen wird, dass GPD Holdings (CoinFlip) vorsätzlich betrügerische Transaktionen unterstützt und daraus Profit gezogen habe, wobei es um eine Reihe von Betrugsfällen gegen ältere Menschen und Veteranen gehe.
Wie groß ist der Geschäftsumfang von CoinFlip derzeit in Missouri?
Laut Bestätigung von CoinFlip über die eigene Website betreibt CoinFlip in Missouri 136 Krypto-Selbstbedienungsterminals; landesweit in den USA betreibt das Unternehmen 4.229. CoinTelegraph hat CoinFlip kontaktiert, um eine Stellungnahme zu erhalten; zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag keine Antwort vor.
Ist das der erste Fall dieser Art in den USA gegen Krypto-ATM-Betreiber auf Bundesstaatenebene?
Laut CoinTelegraph handelt es sich hierbei um die jüngste Maßnahme von US-Bundesstaaten gegen digitale Währungsselbstausgabestationen und ATMs. In den vergangenen Monaten haben mehrere Bundesstaaten und Kommunalverwaltungen Gesetze verabschiedet, die Krypto-ATMs einschränken oder verbieten; Missouri hatte zudem bereits im Dezember 2025 Ermittlungen gegen mehrere Krypto-ATM-Unternehmen begonnen.