„Naval“-Buch „Naval“ bringt den AI-Fonds USVC heraus, auch Privatanleger können vor dem Börsengang in OpenAI und Anthropic investieren

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Der bekannte Investment-VC aus dem Silicon Valley, Naval, hat kürzlich über AngelList einen neuen Fonds namens USVC auf den Markt gebracht. Der Fonds soll es auch normalen Anlegern ermöglichen, indirekt an beliebten, nicht börsennotierten Tech-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, xAI, Vercel, Crusoe, Sierra und Legora teilzuhaben – bereits mit einer niedrigsten Einstiegshürde von 500 US-Dollar.

Offiziell wird das Ganze als „in dem Moment investieren, bevor es offensichtlich wird, Zukunftsunternehmen aufzubauen“ verpackt und zugleich betont, dass es sich um einen Fonds handelt, der für alle Anleger zugänglich ist, ohne dass eine Qualifikation als akkreditierter Anleger erforderlich ist. Damit versucht man, Venture-Capital-Vermögenswerte, die in der Vergangenheit vor allem reichen Leuten und Insidern vorbehalten waren, zu einem Produkt umzubauen, das auch für Privatanleger erreichbar ist.

Mit 500 US-Dollar in frühe KI-Unternehmen investieren

Die Kern-Erzählung von USVC ist sehr direkt: Während immer mehr Star-Startups dafür entscheiden, lange im Private-Market zu bleiben, geschieht das echte, explosionsartige Wachstum der Bewertung häufig bereits vor dem IPO. Öffentliche Anleger, die erst nach der Börsennotierung einsteigen, erhalten daher oft nur die Rest-Erträge – „reife Phase“ und „Wachstum verlangsamt“ inklusive.

Aus der rechtlichen Struktur betrachtet ist USVC nicht im klassischen Sinn ein börsennotierter, jederzeit handelbarer ETF – und auch kein gewöhnlicher Weg, dass Privatpersonen direkt nicht börsennotierte Aktien kaufen. Laut dem Prospekt ist USVC eine nicht-diversifizierte, geschlossene Investmentgesellschaft (closed-end management investment company), die nach dem „Investment Company Act von 1940“ registriert ist. Ziel ist es, langfristiges Kapitalwachstum anzustreben. Der Fonds investiert vor allem in US-amerikanische Venture-Capital-Fonds und Private High-Growth-Unternehmen. Mindestens 80% des Nettovermögens plus aufgenommene Gelder sollen in Investitionen in Bezug auf US-Venture-Capital-Fonds und Private High-Growth-Unternehmen fließen.

USVC hält xAI, Anthropic, OpenAI

Die derzeit offengelegten Bestände von USVC sind xAI als größter Posten, mit einem Gewicht von rund 20,23%, und gekennzeichnet als „Acquisition Pending“. Danach folgen in dieser Reihenfolge Crusoe 4,97%, Anthropic 2,65%, Sierra Technologies 2,65%, Legora 1,77%, OpenAI 1,64% und Vercel 0,88%. Offiziell wird zudem betont, dass dieses Anlageportfolio weiterhin im Aufbau ist und in Zukunft weitere Positionen hinzukommen werden.

Der größte Verkaufsargument von AngelList ist „die Eintrittshürde von Venture Capital zu durchbrechen“. Auf der Website klingt das sehr schön: für alle Anleger offen, Mindestinvestition 500 US-Dollar, kein Netzwerk nötig, keine Performance Fee; das Portfolio wird von Teachable-Gründer, Carry-Gründer Ankur Nagpal kuratiert, während Naval Ravikant als Vorsitzender des Investmentkomitees an Strategie und Portfolioaufbau teilnimmt.

Offiziell wird auch betont, dass die AngelList-Plattform selbst über mehr als 4.500 aktive Manager, über 25.000 Fonds, über 13.000 aktive Startups und rund 125 Milliarden US-Dollar an Plattformvermögen verfügt. Damit versucht man, sich als ein VC-Verteilungsmaschine zu positionieren, die sowohl Traffic, Deal-Flow als auch Urteilskraft vereint.

Community zweifelt an unehrlichen Gebühren

Als Erstes stellte der User gemchanger von X die Gebühren infrage. Er blätterte direkt den Prospekt von USVC durch und wies darauf hin, dass der Fonds zwar auf der Startseite mit „1% Management Fee, 0% carry, 500 US-Dollar ab 1.000 US-Dollar“ wirbt, doch aus den Details in den Dokumenten hervorgeht, dass die tatsächliche Gesamtkostenquote nicht niedrig sei. Zudem könnten die zugrunde liegenden Fonds weiterhin Management Fees und carried interest erheben. Das sogenannte „0% carry“ sei eher so zu verstehen, dass USVC auf dieser Ebene keine zusätzliche Gewinnbeteiligung (carried interest) erhebt, nicht aber, dass das gesamte Konstrukt wirklich kein carry hätte.

gemchanger stellt außerdem in Frage, dass die erste Welle an Beständen von USVC, etwa xAI, OpenAI, Anthropic und Vercel, längst zu den bekanntesten AI-Listen des Marktes zählt. Das klafft mit der offiziellen Darstellung „Zukunft investieren, bevor es offensichtlich wird“ auseinander. In Bezug auf die Liquidität weist er zudem darauf hin, dass USVC nicht börsennotiert ist. Anleger stützten sich hauptsächlich auf einen quartalsweisen Rückkaufmechanismus, der vom Ermessen des Board abhängt. Und in der Regel liege die Obergrenze nur bei 5% des Nettovermögens des Fonds – in einem schlechteren Marktumfeld könne ein geordneter Exit daher unter Umständen nicht reibungslos gelingen.

User zweifeln an, wie USVC Liquidität verlässt

Ein anderer X-User, Matan Pier, richtet den Fokus dagegen auf den Exit-Mechanismus selbst. Er bohrt wiederholt nach: Wenn die Unternehmen im Portfolio einen IPO machen, würden die USVC-Anleger dann entsprechende Aktien erhalten, oder würde der Fonds erst auf Fondsebene verkaufen und anschließend den Erlös in bar ausschütten? Wenn ein Zusammenschluss erfolgt, aber nicht 100% übernommen werden, wie behandelt der Fonds dann die verbleibenden Anteile? Und wenn ein Unternehmen weiterhin zehn Jahre privat bleibt: Will USVC dann über den Sekundärmarkt verkaufen, auf den IPO warten oder die Anteile passiv halten?

Außerdem wird zum zentralen Punkt, ob der Fonds irgendeinen Verwässerungsschutz (anti-dilution protection) besitzt. Diese Fragen werden so stark herausgestellt, gerade weil USVC im Kern eine geschlossene Struktur ist, nicht börsennotiert und vor allem auf illiquide Private-Assets basiert. Das offizielle Dokument schreibt zudem ausdrücklich, dass seine Anteile als mangelnde Liquidität zu betrachten seien, und Anleger demnach nicht erwarten sollten, jederzeit verkaufen zu können.

In der weiteren Diskussion geht es dann immer mehr in Richtung Naval Ravikant selbst. Als Co-Gründer von AngelList und Vorsitzender des Investmentkomitees von USVC ist Naval einer der wichtigsten Aushängeschilder für diesen Fonds. Außerdem war CoinList in der Vergangenheit ursprünglich ein Projekt, das von AngelList und Protocol Labs vorangetrieben wurde – später wurde es dann erst von AngelList abgetrennt und eigenständig betrieben.

Daher beginnen einige Investoren in der Community, noch schärfere Vermutungen zu äußern: Nachdem CoinList in den letzten Jahren nicht mehr über diese starke Wohlstandswirkung und den Marktkosmos von früher verfügt, versucht Naval möglicherweise, über USVC eine neue Marke für „Privatanleger, die vor dem IPO in nicht börsennotierte Tech-Assets einsteigen“ aufzubauen.

Andere bezweifeln zudem, falls er oder AngelList-Ökosystem selbst diese Positionen in den angesagten AI-Unternehmen längst über verschiedene Fonds, SPVs oder Plattformnetzwerke hält, ob USVC nach dem Wachstum der Bewertungen möglicherweise ebenfalls im Vorfeld vor dem Listing einen Teil der Assets in Cash umwandelt.

Dieser Artikel „Naval Handbook“: Naval bringt den AI-Fonds USVC heraus – auch Privatanleger können OpenAI und Anthropic schon vor dem Börsengang investieren – erscheint zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.

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