Nomura-Umfrage unter institutionellen Investoren: 65% betrachten Kryptoassets als entscheidende Schlüsselkomponente zur Diversifizierung; knapp acht von zehn planen, innerhalb der nächsten drei Jahre einzusteigen

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Laut der von CoinDesk ausführlich berichteten Umfrage unter institutionellen Investoren für 2026, die am 16. April von Nomura Holdings und der Tochtergesellschaft Laser Digital veröffentlicht wurde, betrachten 65% von 518 japanischen institutionellen Investoren, Family Offices und professionellen Investoren gemeinnütziger Einrichtungen Kryptowährungen als wichtiges Instrument für eine diversifizierende Allokation neben Aktien, Anleihen und Rohstoffen. Das ist ein Anstieg um 3 Prozentpunkte gegenüber 62% im Jahr 2024. Die Umfrage zeigt, dass sich das Sentiment institutioneller Investoren für Krypto in einer Phase stabilen Aufwärtstrends befindet – angetrieben durch eine Klarheit bei der Regulierung und neue Produkte (ETF, Staking, Lending).

Niedrige Korrelation ist der wichtigste Anlageanreiz

Die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage lauten: Der wichtigste Grund, warum Befragte Kryptoassets auswählen, ist „Diversifikation“, wobei vor allem die geringe Korrelation zwischen Krypto und anderen Anlageklassen betont wird. Das stellt die einseitige Einordnung „Krypto ist ein wachstumsorientierter Hochrisiko-Asset“ rund um 2021 auf den Kopf. In einem Umfeld, in dem weltweit die Zinsen steigen, geopolitische Risiken zunehmen und die Konzentration bei KI-Aktien wächst, interpretiert die Institutionenwelt Krypto neu als „nicht-korreliertes Asset“, mit einer Eigenschaft, die ähnlich ist wie bei Gold, Rohstoffen oder alternativen Anlagen.

Bei der konkreten Allokation: Unter den Befragten, die planen, in den nächsten drei Jahren in Krypto zu investieren, haben 79% bereits einen konkreten Umsetzungsplan (nicht nur in der Konzeptphase). Davon planen 60%, 2%–5% ihres Gesamtvermögens in Kryptoassets zu allokieren. Hochgerechnet auf die gesamte Vermögensgröße japanischer institutioneller Investoren würde dies eine beträchtliche Menge an passiven Kauforders erzeugen. Das geht in dieselbe Richtung wie die Schritte an der Wall Street wie etwa der Antrag von Goldman Sachs auf einen Bitcoin-Ertrags-ETF usw.

Interesse an den vier Unterthemen liegt bei über 60%

Das Interesse der Befragten an Krypto-Unterthemen liegt deutlich über der reinen Einzelallokation auf Spot BTC/ETH: Staking/Mining 66%, Lending/Besicherung 65%, Derivate 63%, tokenisierte Assets 65% – alle vier Themen haben ein Interesse von über der Hälfte. Das bedeutet, dass die zweite Phase der Allokation japanischer Institutionen von „Halten“ hin zu „ertragsorientierten“ und „strukturierten Produkten“ übergehen wird und CEX, DEX, Staking-Services und RWA-Tokenisierungsplattformen gleichzeitig profitieren werden.

Japans Aufsicht treibt die Bereitschaft zur verstärkten Allokation

Das japanische regulatorische Umfeld ist ein wichtiger Hintergrund für die Verbesserung des Sentiments in diesem Fall. In diesem Jahr hat Japan im April das geänderte Finanzinstrumente- und Börsengesetz verabschiedet und Kryptowährungen offiziell als Finanzinstrumente klassifiziert – siehe die vollständige Analyse im Artikel „Japans geändertes Finanzinstrumente- und Börsengesetz“ – und gleichzeitig die Zeitplanung für eine Freigabe von Krypto-ETFs im Jahr 2028 bewertet. Für Institutionen bedeutet die Bestätigung der rechtlichen Stellung und das Öffnen des ETF-Kanals, dass strengere Investoren wie Trusts, Rentenfonds und Versicherungen mit bestehenden, konformen Verfahren in den Markt einsteigen können.

Hemmnisse sind aber ebenfalls klar erkennbar

Die Umfrage zeigt zugleich, dass die wichtigsten Hindernisse für die Beteiligung institutioneller Investoren an Krypto weiterhin Folgendes umfassen: steuerliche Strukturen, die für juristische Personen das langfristige Halten weiterhin unvorteilhaft machen; ein erheblicher Arbeitsaufwand für internes Risikomanagement (KYC/Treuhand/Accounting); sowie dass ein Teil der institutionellen Satzungen noch nicht angepasst wurde. Nomura hatte 2025 im Q3 die Krypto-Position von Laser Digital zwar vorübergehend reduziert, ist aber nicht aus der Bahn ausgestiegen. Das bedeutet, dass der Einstieg institutioneller Gelder möglicherweise nicht linear nach oben verläuft, sondern sich je nach Marktlage in der Allokation schwankend verlagert – im Einklang mit der Einordnung von 65% als „Diversifikationsinstrument“. Für den Krypto-Produktbereich kommt die nächste Welle an Zuwachs nicht aus der Händlerleidenschaft im Retail, sondern aus der Nachfrage institutioneller Investoren nach „geringer Korrelation, allokierbar und als bilanzierbar“ einzustufenden Produkten.

Dieser Artikel zur Umfrage von Nomura unter institutionellen Investoren: 65% sehen Kryptowährungen als wichtiges Diversifikationsinstrument; fast acht von zehn planen, innerhalb von drei Jahren einzusteigen. Erstmals erschienen in Link News ABMedia.

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