Palantir veröffentlicht um 22 Uhr die „Erklärung einer technologischen Republik“: KI-gestützte Streitkräfte sind unvermeidlich, Appell an die allgemeine Dienstpflicht

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Der Verteidigungskonzern Palantir veröffentlichte unter dem Namen von CEO Alex Karp’s neuem Buch „(The Technological Republic)“ eine ideologische Erklärung, die militärische KI, Thesen zur Überlegenheit/Nachteil von Kulturen und westliche Verteidigungspflichten abdeckt. Das hat bei Außenstehenden Zweifel ausgelöst, ob die von dem Unternehmen vertretenen politischen Positionen und die eigenen Geschäftsinteressen stark miteinander verknüpft sind.

(Wer kann in der KI-Ära überleben? Palantir-CEO nennt zwei Gruppen: Arbeiter in der Fließband-/Hilfsarbeit und Betroffene mit ADHS)

Palantir „Erklärung der Technologischen Republik“: Eine ideologische Werbebotschaft

Der US-amerikanische Überwachungs- und Datenanalysekonzern Palantir veröffentlichte kürzlich eine 22-Punkte-Erklärung und bezeichnete sie als „Zusammenfassung“ des von CEO Alex Karp letztes Jahr veröffentlichten Werks „Technological Republic“. Das Buch wurde von Karp zusammen mit dem Unternehmens-PR-Verantwortlichen Nicholas Zamiska verfasst und dient als theoretischer Rahmen zur Erläuterung der Geschäftsideen und Betriebsphilosophie von Palantir. Dazu haben bereits Kritiker gesagt, das Buch „ist im Grunde kein Buch, sondern Werbematerial für Unternehmen“.

Because we get asked a lot.

The Technological Republic, in brief.

  1. Silicon Valley owes a moral debt to the country that made its rise possible. The engineering elite of Silicon Valley has an affirmative obligation to participate in the defense of the nation.

  2. We must rebel…

— Palantir (@PalantirTech) April 18, 2026

Das Unternehmen erklärte, man veröffentliche diesen Text, weil man „ständig danach gefragt“ werde. Auch wenn der Ton eher beiläufig wirkt, lässt sich die klare ideologische Färbung des Dokuments selbst nicht wegdiskutieren.

Allgemeine Wehrpflicht: Die Welt wechselt von Nuklearwaffen in eine neue Zeit der AI als neue Abschreckung

Der Kern der Logik der Erklärung ist eine Neudefinition der Beziehung zwischen der Tech-Industrie und dem Verteidigungsbereich. Palantir behauptet, dass Silicon Valley dem Amerika „moralische Schulden“ schulde, das den Aufstieg erst möglich gemacht habe, und dass die technische Elite eine Pflicht habe, sich aktiv am Verteidigungsaufbau zu beteiligen.

Zu Themen der militärischen Technologie betont Palantir: „Die Herstellung von KI-Waffen ist unausweichlich; unser Gegner wird nicht stehen bleiben.“ Die Erklärung verkündet außerdem, dass das auf Nuklearwaffen basierende Atomzeitalter (atomic age) zu Ende gehe und eine neue Abschreckungszeit mit KI im Mittelpunkt unmittelbar bevorstehe. Darüber hinaus ruft Palantir die USA dazu auf, das System der allgemeinen Wehrpflicht wieder einzuführen, damit alle gemeinsam die Risiken und Kosten des Krieges tragen.

These zur kulturellen Über- und Unterlegenheit: Eine positive Herausforderung für den Multikulturalismus

Der zweite Teil der Argumentation wurde besonders stark kritisiert. Palantir weist darauf hin, dass der gegenwärtige „Multikulturalismus, in dem alle Kulturen als gleichwertig gelten“, eine Tatsache verschleiere: „Einige Kulturen schaffen tatsächlich Wunder, doch andere lassen die Zivilisation in Richtung ‚Mittelmaß, Rückschritt und sogar schädlich‘ driften.“

Gleichzeitig beschreibt die Erklärung die aktuelle Gesellschaftskultur als „leeren Multikulturalismus“ und merkt an, dass der Westen in den vergangenen fünf Jahrzehnten unter dem Namen „Inklusion“ der Definition der nationalen Kultur aus dem Weg gegangen sei, aber nie eine grundlegende Frage beantwortet habe: „Inklusion wofür?“ In dem Argumentationsrahmen von Palantir sei die naive, blinde Verfolgung von Inklusionsfähigkeit und Multikulturalismus eine flache Verlockung, die Widerstand erfordert.

Die Erklärung spricht auch von Geopolitik und ist der Ansicht, dass die Entwaffnung und Entmilitarisierung Deutschlands nach dem Krieg „über das Ziel hinausgeschossen“ sei und dass Europa dafür einen schweren Preis zahle; wenn Japan hingegen weiterhin eine strikt friedensorientierte Linie verfolge, könne es das Machtgleichgewicht in Asien gefährden.

Eine Werbebotschaft von Palantir: Politische Überzeugungsarbeit, die an wirtschaftliche Interessen gebunden ist

Kürzlich haben Abgeordnete der Demokratischen Partei im US-Kongress an das Amt für Einwanderung und Zollvollzug (ICE) sowie an das Department of Homeland Security geschrieben und um Erläuterungen gebeten, wie die Tools von Überwachungskonzernen wie Palantir dafür verwendet würden, die von der Trump-Regierung verfolgten harten Abschiebemaßnahmen gegen Einwanderer umzusetzen. Die Kooperationsbeziehung zwischen Palantir und ICE macht die kommerziellen Implikationen der ideologischen Position des Unternehmens noch deutlicher.

Dazu sagte der Geschäftsführer der investigativen Nachrichten-Website Bellingcat, Eliot Higgins, dass diese Erklärung nicht nur eine oberflächliche Behauptung sei, „den Westen zu verteidigen“, sondern eine direkte positive Attacke auf demokratische Grundpfeiler wie „Überprüfung, Beratung und Rechenschaftspflicht“. Er betonte: Die Menschen, die diese Denkweise vorbringen, verkaufen sogar Überwachungssoftware an Verteidigungs-, Geheimdienst-, Einwanderungs- und Polizeibehörden:

Diese 22 Argumente existieren nicht aus dem Nichts als Philosophie, sondern es ist die Ideologie eines Unternehmens. Und der Umsatz dieses Unternehmens hängt in hohem Maße von der politischen Position ab, die es anpreist.

Der Artikel, den Palantir veröffentlicht: Die 22-Punkte-„Erklärung der Technologischen Republik“ – KI-Waffenkräfte sind unausweichlich, Aufruf zur allgemeinen Wehrpflicht – erschien zuerst in 鏈新聞 ABMedia.

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