Studie enthüllt: Polymarket: 3% der Spieler kassieren 30% des Gewinns, über 70% der Spieler tragen sämtliche Verluste auf

Der Vorhersagemarkt verzeichnet in den letzten Jahren ein explosives Wachstum; in der Branche wird seine bemerkenswerte Vorhersagekraft allgemein dem „Weisheit der Menge“ zugeschrieben. Eine aktuelle, neu veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit weist jedoch darauf hin, dass die hohe Genauigkeit der Plattform tatsächlich von einer sehr kleinen Zahl von „informierten Tradern“ angetrieben wird; die breite Masse trägt nicht zur Treffsicherheit der Vorhersagen bei, sondern wird im Gegenteil zur Geldquelle für ihren Gewinn.

30% des Gewinns der Plattform konzentrieren sich auf 3% der Konten

Diese am 25. April überarbeitete Arbeit wurde gemeinsam von Forschern der London Business School und der Yale University verfasst. Das Forschungsteam analysierte alle Handelsaufzeichnungen auf Polymarket zwischen 2023 und 2025, einschließlich bis zu 1,72 Millionen Konten, 210,322 Märkten und einem Gesamt-Transaktionsvolumen von rund 13,76 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse zeigen, dass nur 3,14% der Konten als erfahrene Gewinner (Skilled winners) klassifiziert werden; sie vereinen über 30% der Gewinne der Plattform auf sich.

Um „Zufall“ von „Können“ zu unterscheiden, konstruieren die Autoren einen randomisierten Test und stellen fest, dass das reine Betrachten der Buchgewinne und -verluste ein äußerst schlechtes Maß ist: Von bis zu 60% der Konten, die in der Anfangsphase als „glückliche Gewinner“ eingestuft wurden, wurden sie in den nachfolgenden unabhängigen Teststichproben in Verlusttreiber verwandelt. Reale Handelstüchtigkeit weist eine hohe Persistenz auf. In der Anfangsstichprobe als erfahren eingestufte Konten behalten in den nachfolgenden Tests weiterhin zu 44% ein hohes Leistungsniveau bei; während die auf der Plattform bis zu 67% als unqualifizierte Verlierer oder als Verlierer mit schlechtem Glück klassifizierten Konten die gesamten kumulierten Verluste vollständig absorbieren.

Unklarheit bei Insiderhandel: Wenige Konten setzen präzise auf hohe Renditen

Im Hinblick auf das von der Öffentlichkeit stark beachtete Problem des Insiderhandels markierte das Forschungsteam 1,950 Konten mit stark verdächtigen Merkmalen: Diese Konten werden häufig erst kurz vor dem Eintreten eines einzelnen Ereignisses eröffnet und gehen nach Ende des Ereignisses rasch in den Ruhezustand über. Obwohl diese Konten nicht zur gesamten Genauigkeit der Vorhersagen beitragen konnten, ist die von ihnen ausgelöste Preisschwankungsspanne 7 bis 12 Mal so groß wie die von erfahrenen Tradern.

Die Arbeit hebt außerdem einen Schlüsselfall besonders hervor: Drei Konten, die im Zeitraum vom 27. Dezember bis zum 3. Januar eröffnet wurden, setzten massiv darauf, dass der venezolanische Präsident Nicolás Maduro (Nicolás Maduro) abtritt, noch bevor die Nachricht über die US-Militäraktion gegen Venezuela öffentlich wurde; schließlich wurde der Gewinn mit über 630,000 US-Dollar ausgezahlt. Dieses Ereignis entspricht einer kürzlich vom U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingereichten Anklagesache. Letzte Woche wurde ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an einer Festnahmeaktion beteiligt war, verhaftet und angeklagt, weil er angeblich mithilfe von vertraulichen Informationen Insiderhandel betrieben und dabei über 400,000 US-Dollar verdient hatte.

Ist der Vorhersagemarkt die Kraft der Weisheit der Menge – oder die Weisheit der informierten Minderheit?

Laut Berichten verhandelt Polymarket derzeit aktiv um eine Finanzierung in Höhe von 400 Millionen US-Dollar, wobei die Bewertung auf bis zu 15 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Die Schlussfolgerung dieser Studie stellt jedoch die langjährige Marketing-Argumentation der Branche direkt in Frage. Zuvor hatte der CEO von Kalshi, Tarek Mansour, betont, Vorhersagemärkte nutzten die „Kraft der Weisheit der Menge“; auch Polymarket-CEO Shayne Coplan behauptete bei einem Medieninterview im vergangenen Jahr, dass finanzielle Wetten Informationen effektiver bündeln als Experten, und pries dies als „das genaueste Werkzeug, das Menschen derzeit zur Verfügung haben“.

Heute zeigen akademische Daten, dass die sogenannte Genauigkeit eher aus der Weisheit einer kleinen Zahl von Informierten stammt als aus der kollektiven Beurteilung der breiten Menge. Gesetzgeber in Washington, New York und Kalifornien haben ebenfalls Gesetzesvorlagen oder Verwaltungsanweisungen eingebracht und bereiten sich darauf vor, gegen Teilnehmer am Insiderhandel vorzugehen.

US CFTC reduziert Regulierung von Vorhersagemärkten – Markt sorgt sich

Mit dem rasanten Wachstum der Vorhersagemärkte erreicht das wöchentliche Handelsvolumen der Plattform bereits mehrere Milliarden US-Dollar und wirkt damit wie eine neue Wertpapierbörse für Finanztransaktionen. Laut CNN ist die Zahl der Mitarbeiter der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die für die Regulierung der Branche zuständig ist, um 24% gesunken; seit Trumps Amtsantritt ist die Größe auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren geschrumpft. Die CFTC ermittelt derzeit wegen mutmaßlicher Öl-Futures-Trades, die unmittelbar vor Trumps Ankündigung bedeutender politischer Veränderungen gegenüber dem Iran stattgefunden haben. Angesichts der zunehmenden Insiderhandels-Bedenken besteht dringender Bedarf, die potenziellen Finanzrisiken zu adressieren, die sich unter fehlender strenger Regulierung von Vorhersagemärkten ergeben können.

(Insiderhandel? Trump „verhandlungs“-Erklärung: Rohöl 14 Minuten vorher leerverkauft – Trader kassieren 60 Millionen US-Dollar)

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