Russland und Belarus führen nukleare Kriegsszenarien mit 64.000 Soldaten durch

CryptoFrontier

Eröffnung

Russland und Belarus führten in der Woche vom 24. Mai 2026 gemeinsame Nuklear-Manöver mit 64.000 Soldaten, 200 oder mehr Abschussanlagen für Raketen und 140 Flugzeugen durch. Die Übungen umfassten die Stationierung des russischen nuklearfähigen Mittelstrecken-Raketensystems Oreshnik in Belarus sowie Testsprengungen mehrerer strategischer und taktischer Nuklearwaffensysteme. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Übungen seien darauf ausgelegt, die „Vorbereitung und den Einsatz nuklearer Kräfte bei der Bedrohung durch eine Aggression“ zu trainieren.

Putin sagte am Donnerstag, es sei „wichtig, das Bereitschaftsniveau strategischer und taktischer Nuklearstreitkräfte weiter zu erhöhen“ im Rahmen der Übungen. Die Manöver fanden inmitten sich verschärfender Spannungen im Ukraine-Krieg statt, wobei die Ukraine warnte, Russland versuche, Belarus in einen größeren Konflikt hineinzuziehen.


Umfang der Übung und militärische Systeme

An den gemeinsamen Übungen nahmen 64.000 Soldaten, 200 oder mehr Raketenstartanlagen, 140 Flugzeuge, 73 Kriegsschiffe an der Oberfläche und 13 U-Boote teil. Die Übungen umfassten Waffen für kurze und mittlere Reichweiten, darunter taktische Nuklearsysteme – Luftbomben, Artilleriemunition und Sprengköpfe für Raketen mit kurzer und mittlerer Reichweite.

Russland verlegte sein nuklearfähiges Mittelstrecken-Raketensystem Oreshnik nach Belarus. Während der Übungen testeten die russischen Streitkräfte Yars- und Sineva-Interkontinentalraketen (ICBMs) sowie Raketen mit mittlerer Reichweite, die von See aus abgefeuert werden (Zircon), und Raketen, die aus der Luft abgefeuert werden (Kinzhal). Auch belarussische Truppen testfeuerten eine ballistische Kurzstreckenrakete Iskander innerhalb Russlands.


Offizieller Zweck und Putins Aussage

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die risikoreichen Übungen dafür ausgelegt seien, die „Vorbereitung und den Einsatz nuklearer Kräfte bei der Bedrohung durch eine Aggression“ vorzubereiten. Putin erklärte am Donnerstag, es sei „wichtig, das Bereitschaftsniveau strategischer und taktischer Nuklearstreitkräfte weiter zu erhöhen“.

Putin hat zudem gesagt, dass Moskau die vollständige Kontrolle über die in Belarus stationierten Nuklearwaffen behält, das an die Ukraine sowie an NATO-Mitglieder angrenzende Staaten wie Lettland, Litauen und Polen grenzt. Allerdings hat er Lukaschenko die Erlaubnis gegeben, Ziele auszuwählen, falls Nuklearwaffen eingesetzt werden.

Im Februar 2026 änderte Putin Russlands Nukleardoktrin dahingehend, dass jeder konventionelle Angriff auf Russland, der von einem nuklearbewaffneten Staat unterstützt wird, als gemeinsamer Nuklearangriff behandelt werde – wodurch die Schwelle für einen möglichen Einsatz von Nuklearwaffen gesenkt wird.


Internationale Reaktion

NATO-Generalsekretär Mark Rutte gab diese Woche eine Warnung heraus und erklärte, jeder Einsatz von Nuklearwaffen würde eine „verheerende“ Reaktion auslösen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte, Russland versuche, „Belarus in eine Ausweitung des Krieges hineinzuziehen“, um für Kiew einen neuen militärischen Krisenherd zu schaffen. Belarus wurde zuvor als Startbasis für russische Truppen genutzt – während des gescheiterten Einmarschversuchs auf Kiew im Februar 2022.


Experteneinschätzung

Nikolay Mitrokhin, ein Forscher der Universität Bremen, sagte gegenüber Al-Jazeera: „Es passiert etwas Großes, etwas, das für die internationale Politik im Allgemeinen und für die Massenmedien, einschließlich der Frage der Versorgung mit Nuklearwaffen, von Bedeutung sein wird.“

Der in Kiew ansässige Thinktank Penta berichtete, die derzeit in Belarus stationierte Truppenstärke Russlands sei „unzureichend“, um einen neuen Angriff von Norden aus zu starten. Analysten gehen davon aus, dass ein frischer Angriff aus Belarus in der nahen Zukunft unwahrscheinlich ist.

Disclaimer: The information on this page may come from third-party sources and is for reference only. It does not represent the views or opinions of Gate and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Virtual asset trading involves high risk. Please do not rely solely on the information on this page when making decisions. For details, see the Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare