Swan Bitcoin wird wegen Insolvenz-Trustklage von Prime Trust verklagt; Vorwürfe über Insider-Abhebungen in Höhe von 97 Millionen USD werden bekannt

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Swan Bitcoin訴訟

Der PCT-Prozess-Treuhandfonds, der von der Verwalters- und Insolvenzmasse des Prime Core Technologies eingerichtet wurde, reichte am 15. Mai beim US-Bundesinsolvenzgericht in Delaware eine 94-seitige Gegenschrift-Klage gegen die Muttergesellschaft von Swan Bitcoin, Electric Solidus, Inc., ein, um rund 970 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten zurückzuerlangen.

Kernvorwürfe der Klageschrift: Umfang der Forderungen und Entnahme-Zeitachse

Die zurückzufordernden Vermögenswerte (bestätigt):

· Rund 11.994 Bitcoin (im Gegenwert von rund 938 Millionen US-Dollar zu den jüngsten Marktpreisen)

· Rund 24,66 Millionen US-Dollar Bargeld

· 5 Millionen US-Dollar in Stablecoins (USDT und USDC)

· 91.144 XRP

Vorrangige Befriedigungsphase: 16. Mai 2023 bis 14. August 2023 (90 Tage vor dem Antrag von Prime Trust auf Chapter-11-Insolvenzschutz). Die Klageschrift behauptet, dass Swan in diesem Zeitraum die oben genannten großen Vermögenswerte abgezogen habe, obwohl Prime sich bereits in einer Situation der Überschuldung befunden habe.

Zeitachse der Vermögensübertragung: Im Juni 2023 soll Swan die Übertragung der Kundengelder auf Fortress und BitGo angeblich schon Wochen vorzeitig abgeschlossen haben. Swan habe damals erklärt, dass die entsprechenden Maßnahmen mit einem System-Upgrade zusammenhingen. Der PCT-Prozess-Treuhandfonds räumt ein, dass Swan in demselben Zeitraum einen Teil neuer Vermögenswerte eingoss (etwa 1,44 Bitcoin und 2,22 Millionen US-Dollar Bargeld), behauptet jedoch, dass das Netto-Entnahmevolumen weiterhin enorm gewesen sei.

„Insider-Tipp“-Vorwurf: Bestätigungsdetails zu Krypto-Chatprotokollen

Startzeit der Chatprotokolle: 22. Mai 2023 (wenige Tage vor dem Schlüsseltermin 26. Mai, Sitzung der Nevada Financial Institutions Division). Merkmale der Aufzeichnungen: Die Klageschrift beschreibt die Chatnachrichten als verschlüsselt und automatisch selbstlöschend.

Die Klageschrift führt außerdem aus, dass wenige Tage nach Beginn der angeblichen internen Kommunikation (am 25. Mai 2023) ein Buchungseintrag mit der Kennzeichnung „PT FBO Swan Customers“ erstellt wurde. Der PCT-Prozess-Treuhandfonds hält dies für eine Aktion zur Herstellung einer Scheinsituation der Vermögenstrennung.

Standpunkte der Parteien und Prozessverlauf

Swan Bitcoin bestätigte Position: Das Unternehmen habe zuvor in den einschlägigen Unterlagen argumentiert, dass die von Prime Trust in Form eines Trusts für Kunden gehaltenen Vermögenswerte nicht in den Bereich der Befriedigung regulärer ungesicherter Gläubiger fallen; Swan erklärte, es erwarte, dass das Gericht seiner Sichtweise folgen werde. Frühere gerichtliche Entscheidung: Am 18. Juli 2025 entschied der Richter J. Kate Stickles, dass die von Prime gehaltenen Vermögenswerte aufgrund von Vermögensvermischung und den Vorgaben der Vertragsklauseln Teil der Insolvenzmasse seien, behielt jedoch die Prüfung für bestimmte geltend gemachte Ausnahmen vor.

Ähnliche Klagen: Der PCT-Prozess-Treuhandfonds hat ähnliche Rückforderungs-Klagen gegen Strike, Compass Mining, Fold und Galaxy Digital eingereicht; in jedem Fall geht es um Fragen rund um Vermögenstrennung, Vermögensvermischung und die Übertragung von Vorrangrechten vor dem Insolvenzantrag. Aktenzeichen dieses Falls ist 26-50331, der von Richter Stickles verhandelt wird.

Häufige Fragen

Was ist eine vorrangige Befriedigungsphase, und warum ist sie für diesen Fall so entscheidend?

Die vorrangige Befriedigungsphase ist ein Zeitraum von 90 Tagen vor dem Insolvenzantrag, der durch das US-Insolvenzrecht festgelegt ist. In dieser Zeit kann der Insolvenzverwalter Vermögenswerte zurückfordern, wenn der Schuldner in einer Situation der Überschuldung eine unproportionale Befriedigung zugunsten eines bestimmten Gläubigers vorgenommen hat. Die vorrangige Befriedigungsphase in diesem Fall liegt zwischen dem 16. Mai 2023 und dem 14. August 2023; der PCT-Prozess-Treuhandfonds macht geltend, dass die Entnahmen von Swan in diesem Zeitraum als vorrangige, zurückforderbare Befriedigungen zu qualifizieren sind.

Was bedeutet Swan Bitcoins „Treuhänder-Abwehr“?

Swan hat als Kernargument: Die von Prime Trust in Form eines Trusts für Kunden gehaltenen Vermögenswerte gehörten rechtlich den wirtschaftlich Berechtigten (Kunden) und nicht Prime Trust selbst, weshalb sie nicht als Vermögenswerte gelten dürften, die zur Rückforderung in die Insolvenzmasse einbezogen werden können. Die Entscheidung von Richter Stickles im Juli 2025 stellte fest, dass die Prime-Vermögenswerte Teil der Insolvenzmasse sind (auf Basis von Vermögensvermischung und den Vertragsklauseln), behielt jedoch die Prüfung bestimmter Ausnahmen vor, was Swan der „Abwehr“ einen gewissen Spielraum lässt.

Warum könnte diese Entscheidung Auswirkungen auf Klagen gegen andere Unternehmen haben?

Der PCT-Prozess-Treuhandfonds hat ähnliche Rückforderungs-Klagen gegen Strike, Compass Mining, Fold und Galaxy Digital eingereicht; alle Verfahren drehen sich um ähnliche Rechtsfragen. Die Entscheidung des Gerichts in dem Swan-Fall zu Treuhandpflichten und zur vorrangigen Abwehr wird für die rechtliche Einordnung in den anderen Fällen einen richtungsweisenden Referenzmaßstab liefern.

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