Die Chinesische Citic Financial Holding hat gemeinsam mit einem Finanztechnologie-Branchenbündnis, das aus 16 Bankinstitutionen besteht, am 22. April offiziell die Förderung des Projekts „Finanz-Großes-Sprachmodell (FinLLM)“ bekanntgegeben. Die erste Version, die sich an Banken- und Finanzbereiche richtet, soll voraussichtlich noch in diesem Jahr im August veröffentlicht werden. Im ersten Quartal 2026 soll zudem ein auf FinLLM basierender KI-Agent (AI Agent) eingeführt werden.
Die Citic Financial Holding als treibende Kraft: Start des FinLLM-Projekts gemeinsam mit 16 Institutionen
Laut einem Bericht der Taipei Times hat das Finanztechnologie-Branchenbündnis kürzlich bekanntgegeben, dass es das Vorhaben „Finanz-Großes-Sprachmodell (FinLLM)“ auf den Weg bringt. Federführend ist die Citic Financial Holding, gemeinsam mit der Bank of Taiwan, der Land Bank, der Taiwan Business Bank, der Changhua Bank, Cathay Financial Holding, Fubon Financial Holding, Taishin Fubon Financial Holding, der Kai Fund Holding, E.SUN Financial Holding, der Chunghwa Post sowie der Future Commercial Bank. Insgesamt nehmen 16 Finanzinstitutionen gemeinsam teil.
Die geschätzten Kosten für den Aufbau belaufen sich auf etwa 40 bis 70 Millionen Yuan. Im Mai dieses Jahres soll das Modelltraining offiziell gestartet werden. Am schnellsten soll im August die erste Version des Bankmodells veröffentlicht werden. Bis Ende des Jahres soll die finale Version fertiggestellt und die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Komplexe Regularien machen Auslandsmodelle schwer anwendbar – lokalisierte KI ist notwendiges Projekt
Der Vorsitzende der Financial Supervisory Commission (FSC), Peng Jinlong, erklärte, dass der Finanzsektor in hohem Maße von Sprach- und Textverarbeitung abhängt, jedoch zugleich eine streng regulierte Branche sei. Wegen umfangreicher lokaler Gesetze und Aufsichtsanforderungen könnten international allgemein einsetzbare Modelle wie ChatGPT und Gemini nicht einfach direkt übernommen werden.
Er betonte, dass dies gerade deshalb der Fall sei, weil Banken bereits in vielfältige Finanzgeschäfte vorgedrungen seien. Dadurch seien die einschlägigen Vorschriften und die Datenbasis relativ vollständig, was helfe, das Modelltraining und die Umsetzung zu beschleunigen. Zudem diene es als zentrale Grundlage für eine spätere Ausweitung auf Bereiche wie Versicherungen und Wertpapiere. Das Projekt plane, im ersten Quartal 2026 einen auf FinLLM basierenden KI-Agenten herauszubringen, um die Anwendungsszenarien weiter zu erweitern.
Peng Jinlong nennt drei große Nutzen: Souveräne KI, gemeinsame Infrastruktur, inklusive Finanzierung
Peng Jinlong erklärte, das FinLLM-Vorhaben habe drei zentrale Kernergebnisse. Erstens: die Stärkung der Fähigkeiten bei souveräner KI. Dabei sollen lokale Vorschriften und Branchenwissen in das Modell integriert werden, um die Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu verringern und gleichzeitig die Fähigkeiten für Daten-Governance und Cybersicherheit in eigener Hand zu verbessern.
Zweitens: der Aufbau gemeinsamer KI-Infrastrukturen. Durch das gemeinsame Engagement von 16 Institutionen und die Integration von akademischer Forschung sowie technologischen Ressourcen sollen doppelte Investitionen vermieden und die technologische Aufwertung der gesamten Finanzbranche vorangetrieben werden. Drittens: die Vergrößerung der übergreifenden Vorteile der inklusiven Finanzierung. Zukünftig könnten die Dienste auf kleine und mittlere Finanzinstitutionen, allgemeine Unternehmen und Bildungseinrichtungen ausgedehnt werden, um den Zugang zu Finanzwissen sowie dessen Offenheit und Inklusivität zu erhöhen.
Unterstützung aus mehreren Ministerien – FinLLM in den nationalen Plan zur KI-Entwicklung aufgenommen
Auf der Ebene der Regierungsunterstützung ist das FinLLM-Projekt bereits offiziell in das vom Digital Development and Integration Institute (數發會) „Aktionsprogramm für die zehn neuen KI-Infrastrukturmaßnahmen“ aufgenommen worden. Das Ministerium für Digitalentwicklung stellt zudem einen Datenbestand für souveräne KI als Trainingsdatenquelle bereit. Auch Beamte der Nationalen Wissenschafts- und Technologiestiftung (NSC) nahmen an der Startzeremonie teil, was den hohen Grad an Entschlossenheit zur ämterübergreifenden Integration zeigt.
Der Vorsitzende der Citic Bank, Chen Jiawen, sagte dazu, dass Unternehmen sich inzwischen schnell in zwei Kategorien aufgeteilt hätten: „KI-bezogen“ und „nicht KI“. Erstere lägen deutlich vorne bei Umsatz und Marktkapitalisierung. Er nannte als Beispiel die JPMorgan Chase: Diese investiert jedes Jahr bis zu 15 Milliarden US-Dollar in Technologie- und KI-Forschung. Auch die Royal Bank of Canada und DBS Bank hätten durch Digitalisierung und KI-Anwendungen ihre hohen Gewinne beibehalten können. Dies zeige, dass die Einführung von KI bereits zur Wettbewerbsgrundlage globaler Finanzinstitutionen geworden sei.
Jetzt im Taiwaner Finanzsektor mit dem Aufbau eigener KI-Infrastruktur zu beginnen, ist genau der entscheidende Schritt, um auf diesen globalen Trend zu reagieren.
Dieser Artikel Taiwaner Bankenbranche arbeitet gemeinsam am Aufbau von lokalem KI! Großes Finanz-Sprachmodell kommt voraussichtlich noch bis Ende des Jahres online – frühestes Auftreten in der Kettennachrichten ABMedia.