Tether-Kredite an den Familien-Fundus der Familie Lutnick: Demokratische Senatoren verfolgen politische und geschäftliche Verquickungen

US-Demokraten-Senatoren Warren und Wyden schrieben am 30. April an US-Handelsminister Lutnick und den Tether-CEO Paolo Ardoino und verlangten von beiden Seiten, Unterlagen zu der Tether-Darlehensgewährung an den Familien-Fund Trust (Dynasty Trust A) von Lutnick offenzulegen und dazu Stellung zu nehmen. Wie Bloomberg zuvor berichtete, erfolgte das Darlehen am Folgetag, nachdem Lutnick seine Cantor-Fitzgerald-Anteile an seine vier Kinder verkauft hatte; Tether stellte der Familie von Lutnick über dieses Darlehen Mittel bereit, um den Anteilskauf durch dessen Kinder zu finanzieren. Die Gegenleistung von Tether bestand aus konvertiblen Anleihen von Cantor Fitzgerald sowie einem Tether-5%-Eigenkapital-Optionsrecht.

Kreditstruktur: Zufall beim Offenlegungszeitpunkt der New-York-Kreditunterlagen, konvertible Anleihe mit Tether-5%-Aktienoptionsrecht

Der Zeitachsen-Schlüssel der gesamten Angelegenheit ist folgender: Am Tag nach dem Verkauf seines Cantor-Fitzgerald-Anteilspakets an seine Kinder enthüllte ein Kreditdokument in New York, dass Tether ein Darlehen an Dynasty Trust A mit einem bislang nicht offengelegten Betrag gewährte. Begünstigte dieses Trusts sind genau Lutnicks vier Kinder. Die Konditionen des Darlehens lauten: „als Sicherheit mit dem gesamten Vermögen im Trust (einschließlich zukünftiger neu hinzugefügter Vermögenswerte)“; die Gegenleistung ist, dass Cantor Fitzgerald eine konvertible Anleihe an Tether ausgibt, wodurch Tether folglich ein Tether-5%-Aktienoptionsrecht an Cantor Fitzgerald erhält.

Warren und Wyden stellen in ihrem Schreiben infrage: Unterstützt Tether tatsächlich die „Finanzierungsquelle“ dafür, dass Lutnicks Kinder den Anteilskauf für die Beteiligung ihres Vaters tätigen? Und ob die Gegenleistung von Tether daraus stammt, dass sie Rechte an Vermögenswerten der Kinder im Austausch gegen Interessen erlangen, die während Lutnicks Amtszeit als US-Handelsminister regulatorischen Einfluss auf Vermögenswerte ermöglichen, die er betreffen kann? Der Kernkonflikt in dieser Konstruktion ist: Lutnick selbst als Handelsminister wirkt bei der Ausarbeitung der Krypto-Politik der Trump-Regierung mit (insbesondere dem GENIUS Act für Stablecoin-Gesetzgebung). Besteht zwischen ihm und Tether ein wesentlicher kommerzieller Interessenkonflikt (über den Kindertreuhandtrust), dann handelt es sich um einen erheblichen Interessenkonflikt.

Cantor Fitzgerald × Tether-Verbindung: 192 Milliarden Dollar Verwahrreserven, jährlich mehrere Zehnmillionen US-Dollar Gebühren

Die geschäftliche Verknüpfung zwischen Cantor Fitzgerald und Tether geht weit über dieses Darlehen hinaus. Cantor ist einer der wichtigsten Verwahrer für Tethers Reserven von rund 192 Milliarden US-Dollar (einschließlich 141 Milliarden US-Dollar US-Staatsanleihen) und kassiert jährlich „mehrere Dutzende Millionen US-Dollar“ Gebühren für diese Verwahrung. Mit anderen Worten: Cantor ist bereits ein zentraler finanzieller Infrastruktur-Partner von Tether in den USA; und Lutnick war vor seinem Eintritt in die Trump-Regierung genau der CEO von Cantor.

Lutnick hatte sich zuvor öffentlich für die Kryptoindustrie eingesetzt und wurde von außen als „der prominenteste Unterstützer von Tether in den USA“ beschrieben. Nach seinem Amtsantritt als Handelsminister kam es durch die krypto-freundliche Gesetzgebung der Trump-Regierung (einschließlich des GENIUS-Act-Stablecoin-Rahmens) zu einem deutlichen Vorteil für Tether. Warren und Wyden sind der Ansicht, dass diese Verbindung zusammen mit dem Darlehensfall des Familien-Trusts eine wechselseitige Übertragung von Interessen erzeugen könnte: „Tethers US-konformer Weg über Vermögenswerte der Kinder des Handelsministers“.

Weitere Beobachtung: Rückmeldefrist bis 13.5., Einfluss des GENIUS Act auf die Gesetzgebung, Tether-Route an die US-Börse

Warren und Wyden verlangen von Lutnick und Tether, bis zum 13. Mai die entsprechenden Unterlagen zu beantworten. Falls Lutnick die Zusammenarbeit verweigert, könnte die Demokratische Partei den Druck über andere Instrumente des Kongresses (z. B. durch Anhörungen oder schriftliche Fragen) fortsetzen; falls Tether die Kooperation verweigert, könnte dies das politische Risikobewertungsverfahren für seinen Fortschritt bei der Compliance in den USA sowie für eine neue Runde der anstehenden Kapitalbeschaffung mit einer Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar beeinflussen, über die gerade verhandelt wird.

Die größere Bedeutung dieses Falls ist: Wenn zwischen Krypto-Unternehmen und hochrangigen Vertretern der US-Regierung Geldflüsse bestehen, verschiebt sich die bisherige Gegenüberstellung „Krypto vs. Regulierung“ zunehmend in Richtung „wie Krypto in den politischen Mechanismus der USA einflussreichere Kooperationspartner findet“. Dieser Wandel ist für die Kryptoindustrie ein zweischneidiges Schwert: kurzfristig bringt er Compliance-Vorteile und Marktanerkennung; langfristig könnte er dazu führen, dass die Demokraten bei einem Regierungswechsel Krypto-Unternehmen deutlich härter abwickeln. Der Lobbyierungsumfang von Tether im Gesetzgebungsprozess zum GENIUS Act sowie mögliche Verbindungen zu dem Familienunternehmen der Trump-Regierung, World Liberty Financial, werden im weiteren Verlauf im Fokus der Beobachtung stehen.

Der Artikel „Tether-Darlehen an den Familien-Trust von Lutnick: Demokratische Senatoren verfolgen den Transfer zwischen Politik und Wirtschaft“ erschien zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.

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