Der Deutsche Bundestag lehnt den Krypto-Steuerantrag ab, die steuerfreie Haltung von einem Jahr bleibt weiterhin gültig

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德國否決加密稅提案

Laut Cryptopolitan vom 22. Mai hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags einen von den Grünen eingebrachten Reformvorschlag zur Besteuerung von Kryptowährungen abgelehnt, dessen Ziel es war, die Steuerbefreiung für den Verkauf von Kryptowährungen nach mehr als einem Jahr Haltedauer aufzuheben. Nach dem geltenden deutschen Recht sind die Erlöse aus dem Verkauf von Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr von der Kapitalertragsteuer befreit; die Ablehnung bestätigte, dass diese Regel weiter gültig bleibt. Die Grünen schätzen, dass die Abschaffung der Steuerbefreiung jährlich zusätzliche 11,4 Milliarden Euro Steuereinnahmen bringen könnte.

Haltungen der Parteien gegen den Vorstoß: CDU/CSU, SPD und AfD im Detail

Die von Bundeskanzler Friedrich Merz geführte Regierungskoalition CDU/CSU erklärte, der von den Grünen ausgearbeitete Gesetzentwurf „schließe keine Lücken“, und verwies darauf, dass der Vorschlag für Kryptowährungen eine andere steuerliche Behandlung als bei Edelmetallen oder ausländischen gesetzlichen Zahlungsmitteln vorsehe. Man befürchtet, dass dies im Gegenzug neue Probleme einführt.

Die SPD ist insgesamt eher dafür, Kryptowährungen stärker zu besteuern, doch ihre Abgeordneten sagten, sie wünschten eine Verschiebung der Abstimmung, um auf den eigenen Reformvorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil zu warten. Die Alternative für Deutschland (AfD) hält hingegen daran fest, die Regierung solle sich auf die Senkung von Steuern konzentrieren, statt nach neuen Einnahmequellen zu suchen. Kritiker weisen außerdem darauf hin, dass nach dem vorliegenden Vorschlag Krypto-Investoren stärker belastet würden als Menschen, die in normale Aktien investieren.

Legislative Grundlage der Grünen und Schätzung der Einnahmen

Die Grünen sind der Ansicht, dass die derzeitige Steuerbefreiung für Kryptowährungen bei einer Haltedauer von einem Jahr ursprünglich für klassische langfristige Vermögenswerte wie Antiquitäten konzipiert wurde und dass Krypto-Assets bei der Besteuerung wie andere Anlagen behandelt werden sollten. Schätzungen des Frankfurt School of Finance & Management zufolge würde die Abschaffung der Steuerbefreiung jährlich rund 11,4 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen ermöglichen. Grüne Gesetzgeber erklärten, sie hofften, mindestens die Hälfte davon zur Erhöhung der Budgeteinnahmen einzusetzen. Die Linke unterstützt zwar den Gesetzentwurf, räumt aber ein, dass der Entwurf Mängel aufweist – unter anderem das Risiko einer stärkeren Bürokratie sowie dass keine Ausgleichsobergrenze für Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen festgelegt wurde.

DAC8-Richtlinie: Meldepflichten seit dem 1. Januar 2026 in Kraft

Selbst wenn der Steuerreformvorschlag nicht verabschiedet wird, hat Deutschland bereits am 1. Januar 2026 die EU-DAC8-Richtlinie umgesetzt. Diese verpflichtet Anbieter von Krypto-Dienstleistungen, die detaillierten Informationen über Kunden und deren Transaktionen verpflichtend zu erheben und an die Steuerbehörden zu übermitteln, um die Genauigkeit der Meldungen über Krypto-Gewinne zu verbessern. Diese Maßnahme ist Teil einer anderen Ebene der Regulierung als der nun abgelehnte Vorschlag zur Steuerrate. Die DAC8-Meldepflicht bleibt auch dann anwendbar, wenn sich die Steuersätze nicht ändern.

Häufige Fragen

Was sind die konkreten Regelungen für die Krypto-Besteuerung in Deutschland?

Nach dem geltenden Recht in der Bundesrepublik Deutschland sind Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen, die länger als ein Jahr gehalten wurden, von der Einkommensteuer befreit. Die „Haltedauer“-Regel bleibt auch nach der Ablehnung in diesem Ausschuss weiter wirksam. Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen, die weniger als ein Jahr gehalten wurden, werden regulär nach dem individuellen Einkommensteuersatz besteuert.

Welche praktische Auswirkung hat die DAC8-Richtlinie auf Krypto-Nutzer in Deutschland?

Die DAC8-Richtlinie ist zum 1. Januar 2026 in Deutschland in Kraft getreten. Sie verpflichtet Anbieter von Krypto-Dienstleistungen, detaillierte Informationen über Kunden und Transaktionen zu sammeln und an die Steuerbehörden zu übermitteln. Auch wenn die Steuerbefreiung bei einer Haltedauer von einem Jahr weiterhin gilt, werden die Transaktionsinformationen der Nutzer systematisch übermittelt; die Anforderungen an die Genauigkeit der Steuererklärungen werden faktisch erhöht.

Warum wurde der Steuerreformvorschlag der Grünen nur von der Linken unterstützt?

Die Gründe für den Widerstand unterscheiden sich: Die CDU/CSU ist der Ansicht, der Vorschlag führe neue Probleme ein; die SPD möchte auf das Gesamtkonzept des Finanzministers warten; die AfD fordert darüber hinaus Steuerentlastungen. Zudem weisen Kritiker darauf hin, dass der Vorschlag dazu führt, dass Krypto-Investoren stärker belastet würden als Aktieninvestoren, was nicht dem Grundsatz der steuerlichen Fairness entspreche.

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