Die MAS in Singapur hebt die BSQ-Digitalkartenlizenz auf – wirksam ab dem 14. Mai

BSQ數位支付執照撤銷

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) gab am 21. Mai bekannt, dass sie die Lizenz als Haupt-Zahlungsstelleninhaber für den Krypto-Liquiditätsanbieter Bsquared Technology (BSQ) widerrufen hat. Der Widerruf ist seit dem 14. Mai wirksam. Der unmittelbare Grund für den Widerruf umfasst eine schwache Risikomanagement-Praxis bei BSQ, unzureichende Kontrollen gegen Interessenkonflikte, Verstöße in Outsourcing-Vereinbarungen sowie mehrfaches Bereitstellen von falschen oder irreführenden Informationen während des Zeitraums der Lizenzbeantragung und der behördlichen Prüfung.

Widerrufsgrundlage: vier konkrete Verstöße

Laut der offiziellen MAS-Erklärung stützt sich dieser Widerruf auf vier Ebenen von Verstößen. Erstens weist BSQ in den Risikomanagement-Praktiken eine systemische Schwäche auf; zweitens erfüllt das Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an Kontrollen von Interessenkonflikten nicht; drittens verstößt BSQ im Bereich Outsourcing-Vereinbarungen gegen die entsprechenden Vorgaben der MAS; viertens liefert BSQ seit der ersten Beantragung der Lizenz bei der MAS bis zur Phase der behördlichen Prüfung durch die MAS fortlaufend falsche oder irreführende Aussagen, wobei solche Aussagen nicht nur einmal vorkamen. Die MAS erläutert in der Mitteilung nicht die konkreten Inhalte der falschen Aussagen.

Nachfolgende Zwangsmaßnahmen der MAS: Abschluss von Kundenvermögen und Untersuchung der Verantwortlichkeiten von Führungskräften

Die MAS verlangt von BSQ, dass es einen formellen Abschlussbericht eines externen Wirtschaftsprüfers über die von BSQ gehaltenen, noch nicht abgewickelten Kundengelder vorlegt. Zusätzlich zum Vermögensabschluss untersucht die MAS die Pflichten zur Amtsausübung der wichtigsten Funktionäre von BSQ. Die MAS bezeichnet diese Maßnahme als „seltenes Durchsetzungsverfahren“. Die MAS teilt in der Bekanntmachung weder einen erwarteten Zeitplan für die Fertigstellung der Ermittlungen zu den Führungskräften mit noch eine Frist für die Einreichung des Abschlussberichts des Wirtschaftsprüfers. Die Risiko-Offenlegungsseite auf der BSQ-Website zeigt derzeit „Seite nicht gefunden“, während in der Fußzeile weiterhin eine Copyright-Angabe für 2026 angezeigt wird.

Aktueller Stand des DPT-Lizenzmarkts in Singapur

Die MAS bestätigt, dass es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung in Singapur insgesamt 37 zugelassene Anbieter digitaler Zahlungstokens gibt. Die MAS hat 2024 13 neue Lizenzen genehmigt. In der Bekanntmachung betont die MAS, dass die Compliance-Anforderungen auch nach der Erteilung der Lizenz fortlaufend erfüllt werden müssen; der Fall BSQ biete bestehenden Lizenzinhabern ein Vollzugs-Exempel. Die MAS hat keine weiteren Erklärungen zum aufsichtsrechtlichen Status anderer lizenzierter Anbieter abgegeben.

Häufige Fragen

Was ist BSQ, und wie ist die Geschäftstätigkeit in Singapur?

Bsquared Technology betreibt unter dem Namen BSQ einen Krypto-Liquiditätsanbieter. Nach dem Erhalt einer MAS-Lizenz als Haupt-Zahlungsstelleninhaber ist es dem Unternehmen gestattet, in Singapur Dienstleistungen für digitale Zahlungstokens anzubieten. Die Kernfunktion von Krypto-Liquiditätsanbietern besteht darin, die Markttiefe durch mehr Liquidität zu erhöhen und dabei zu helfen, Kauf- und Verkaufsaufträge schnell abzuwickeln.

Wie werden die Vermögenswerte bestehender Kunden nach dem Lizenzwiderruf von BSQ behandelt?

Die MAS hat BSQ bereits aufgefordert, für die von BSQ gehaltenen, noch nicht abgewickelten Kundengelder einen formellen Abschlussbericht eines externen Wirtschaftsprüfers vorzulegen. Die MAS hat in der Bekanntmachung weder das Einreichungs-Enddatum des Abschlussberichts veröffentlicht noch die weiteren Verfahren zur Behandlung der Kundengelder erläutert.

Welche Art von Durchsetzungsmechanismus nutzt die MAS für die Untersuchung der Verantwortlichkeiten der wichtigsten Funktionäre von BSQ?

Die MAS stellt in der Bekanntmachung ausdrücklich fest, dass diese Untersuchung der Verantwortlichkeiten der Führungskräfte als „seltene Durchsetzungsmaßnahme“ gilt und damit eine zusätzliche Vollzugsmaßnahme außerhalb des regulären Prozesses für Lizenzwiderrufe bei der MAS darstellt. Die MAS erläutert nicht die konkreten gesetzlichen Grundlagen oder den Umfang solcher Untersuchungen.

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