Insgesamt drei Berichte von CNBC über das Entführungs-/Blockadevorfall im Persischen Golf bei Hormus, die Reaktion an der US-Börse und die Entwicklung des Ölpreises: US-Präsident Trump hat am 22. April öffentlich die Feuerpause mit Iran verlängert und zugleich die Blockade der Straße von Hormus für einige Stunden beibehalten. Unmittelbar danach ließ die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) in derselben Meerenge zwei Containerschiffe festnehmen; der Ölpreis kam zeitweise nahe an 100 US-Dollar pro Barrel heran, während der US-Aktienmarkt am selben Tag um etwa 0,6% fiel. Die drei Nachrichtenlinien zeichnen dieselbe Struktur nach: Der diplomatische Pfad pausiert den Krieg, der militärische Pfad birgt weiterhin die Gefahr von Zwischenfällen mit Brand- und Schusswechseln, und der Markt wählt für das Gesamtbild zunächst ein abwartendes Vorgehen.
Hormus-Festnahme: Zwei Containerschiffe werden zur iranischen Küste gebracht
Die britische Schifffahrtsbehörde berichtete, dass an dem Tag zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen wurden; iranische offizielle Medien behaupteten zudem, ein drittes Schiff sei ebenfalls ins Visier genommen worden. Die IRGC bestätigte später die Festnahme von zwei Containerschiffen: der unter panamaischer Flagge fahrenden MSC Francesca und des von Griechenland aus betriebenen Schiffs Epaminondas. Beide Schiffe wurden an die iranische Küste eskortiert. In der offiziellen Darstellung der IRGC hieß es, die beiden Schiffe seien „ohne Genehmigung in dieses Gewässer eingedrungen und hätten Daten des Navigationssystems manipuliert“.
Das dritte griechische Frachtschiff wurde ebenfalls in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen, ob es jedoch festgenommen wurde, ist noch nicht bestätigt. Dies ist der erste größere Zwischenfall auf See seit Trumps Ankündigung am Vormittag des 22. April, die Feuerpause zu verlängern und gleichzeitig die Aufrechterhaltung der US-Truppenblockade in Hormus zu sichern. Das bedeutet, dass die Feuerpause-Vereinbarung das Risiko von Zwischenfällen auf See nicht abdeckt.
Trump: Details zur Ankündigung – Feuerpause verlängert, Blockade läuft weiter
Trump kündigte auf Truth Social eine „unbefristete“ Verlängerung der Feuerpause mit Iran an, stellte jedoch ausdrücklich klar, dass die Blockade der US-Streitkräfte in der Straße von Hormus aufrechterhalten werde. Er sagte, der Hauptgrund für diese Entscheidung sei die direkte Bitte aus hohen Kreisen der pakistanischen Regierung gewesen, einschließlich der beiden Anrufe von Armeestabschef Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif, die beide persönlich telefoniert hätten. Gleichzeitig sei man der Auffassung, dass „die iranische Regierung derzeit ernsthaft gespalten (seriously fractured)“ sei, und ein Zeitfenster für Diplomatie helfe dabei, zu einer stabileren Lösung zu gelangen.
Diese Stellungnahme erklärt auch indirekt, warum die Reaktion des Marktes gedämpft ausfiel: Die Feuerpause-Verlängerung sei „Spielraum für Verhandlungen“ und nicht „das Ende des Krieges“, während die Blockade fortgesetzt werde, was bedeute, dass die US-Seite weiterhin ein militärisches Druckmittel in der Hand habe. Trumps früherer, erstmaliger öffentlichkeitswirksamer Einsatz von „Regime Change!“ in einer Weiterleitung des Weißen Hauses bleibt der Hintergrund, vor dem der Markt den künftigen Kurs der Lage bewertet.
Reaktion am US-Aktienmarkt: Schluss minus 0,6%, Futures und Spothandel laufen auseinander
Die Ankündigung zur Verlängerung der Feuerpause wurde vor Börsenstart in den USA veröffentlicht. Die Futures stiegen zunächst kurz an – Nasdaq-100-Futures +0,68%, S&P-500-Futures +0,53% und Dow-Futures +0,47%. Doch nachdem der reguläre Handel begann, gaben die drei großen Indizes die Gewinne vollständig wieder ab; der S&P 500, Dow und der zusammengesetzte Nasdaq-Index schlossen jeweils rund 0,6% tiefer.
Der Unterschied zwischen der Kursentwicklung bei Futures und im Kassamarkt spiegelt die Marktbewertung der Stimmung wider: Die Optimismus-Stimmung vor Börsenstart wurde im Tagesverlauf durch die Realität „Schiffs-Entführung-/Drehsperre + Ölpreis kehrt nahe an 100 zurück“ zurück in den Hintergrund gedrängt. Analysten interpretierten, dass Investoren zwar die kurzfristige Entspannung des geopolitischen Drucks anerkennen, jedoch weiterhin skeptisch seien, was die Nachhaltigkeit der Feuerpause betrifft, und zugleich die politischen Unsicherheiten in Frage stellten, die das Wort „ernsthaft gespalten“ über den Iran mit sich bringt.
Ölmarkt: Brent nahe 100, Haltung Saudi-Arabiens und OPEC entscheidend
Brent-Rohöl-Futures für Juni erreichten den Tageshöchststand nahe 100 US-Dollar pro Barrel; zum Handelsschluss lag der Preis bei 99,81 US-Dollar, ein Plus von 1,4%. Auch WTI stieg um 1,3% auf 90,86 US-Dollar. Am selben Tag schwankte der Ölpreis im Tagesverlauf mehrfach. Das zeigt, dass der Markt versucht, zwischen „Feuerpause als negativ für den Ölpreis“ und „Festnahmevorfall als positiv für den Ölpreis“ ein Gleichgewicht zu finden.
CNBC-Analysen zufolge ist das derzeit realistischste Szenario „seitwärts im Bereich der 90er US-Dollar, aber mit hoher Volatilität“. Vier Variablen bestimmen die Kursentwicklung: Erstens, ob Iran tatsächlich in einen Verhandlungsmodus eintritt; zweitens, ob die US-Seite ihre Blockade der Straße von Hormus anpasst; drittens, wie weit die Schifffahrt in der Straße von Hormus tatsächlich wieder anspringt; viertens, unerwartete militärische oder polizeiliche Maßnahmen. Jede dieser Variablen könnte innerhalb eines einzigen Handelstages zu starken Ölpreisbewegungen führen.
Vermögenswert Schlusskurs / Intraday-Preis Tagesveränderung Brent Juni-Future $99.81 +1.4% WTI nächster Kontrakt $90.86 +1.3% S&P 500 — −0.6% Dow Jones — −0.6% Nasdaq Comp. — −0.6%
Lage der Schifffahrt durch Hormus: Normaler Tagesdurchsatz 20%, derzeit fast zum Erliegen gekommen
Unter normalen Umständen trägt die Straße von Hormus etwa 20% des weltweiten Öl- und LNG-Transports (Flüssigerdgas). Laut Schifffahrtsdaten passierten in den vergangenen 24 Stunden nur drei Schiffe das betreffende Gewässer; es kommt nahezu zum Stillstand. Im Vergleich zu der Basis, dass vor dem Krieg täglich Dutzende Tanker durchfuhren, reicht die derzeitige Blockade der Schifffahrt allein aus, um die strukturelle Prämie für den Ölpreis zu stützen.
Das erklärt auch, warum trotz Trumps Ankündigung „Feuerpause verlängert“ als scheinbare Negative für den Ölpreis WTI und Brent weiter steigen. Der Markt gewichtet stärker die Frage, ob die „tatsächliche Schifffahrt wirklich wieder einsetzt“, statt ob die Verhandlungen diplomatisch verlängert werden.
Dieser Artikel Trump verlängert die iranische Feuerpause am ersten Tag: Hormus nimmt 2 Schiffe fest, Ölpreis nähert sich 100, US-Aktienmarkt schließt mit Minus und wurde zuerst veröffentlicht auf 鏈新聞 ABMedia.