Die US-Militärbehörde hat am 23. April 2026 (Ortszeit) einen dritten Flugzeugträger in Gewässer im Nahen Osten verlegt, wie das US Central Command mitteilte. Der Flugzeugträger der Nimitz-Klasse USS George H.W. Bush sei am betreffenden Tag im Indischen Ozean eingetroffen, um Operationen gegen den Iran zu unterstützen, so der Befehlshaber, der dies über soziale Medien bekanntgab.
Zeitplan der Trägerverlegung
Die USS George H.W. Bush sei, laut dem Artikel, am 31. März von Norfolk, Virginia, aus gestartet und habe am 17. April die Nähe des Kap der Guten Hoffnung in Südafrika passiert, bevor sie den Indischen Ozean erreichte. Durch diese Verlegung habe sich die Gesamtzahl der US-Träger, die Operationen im Zusammenhang mit dem Iran im Nahen Osten unterstützen, auf drei erhöht.
Aktuelle Positionen der Träger
Die USS Abraham Lincoln sei im Indischen Ozean im Einsatz, während die USS Gerald R. Ford im Roten Meer positioniert sei, so das US Central Command. Die Hinzufügung der George H.W. Bush erweitere die US-militärische Präsenz in der Region.
Strategischer Kontext
Die Verlegung des dritten Trägers werde als Maßnahme beschrieben, den Druck auf den Iran für eine Waffenruhe-Vereinbarung zu erhöhen und gleichzeitig sich auf eine mögliche Wiederaufnahme militärischer Operationen vorzubereiten, so der Artikel.
Beschlagnahme iranischer Öltanker
Am 22. April habe das US-Militär den staatenlosen Tanker Majestic X beschlagnahmt, während er im Indischen Ozean iranisches Öl transportierte, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Das Schiff unterlag US-Sanktionen, nachdem es 2024 wegen einer Beteiligung am Schmuggel iranischer Rohöle benannt worden war.
Das US-Verteidigungsministerium erklärte: „Das US-Militär führte im Indischen Ozean innerhalb des Verantwortungsbereichs des Indo-Pacific Command eine maritime Interdiktionsoperation sowie eine Boarding-Inspektion des Majestic X durch.“ Das Ministerium fügte hinzu, man werde „weiterhin weltweite maritime Durchsetzungsaktivitäten fortsetzen, um illegale Netzwerke zu stören und Schiffe abzufangen, die materielle Unterstützung für den Iran leisten.“
Erweiterte maritime Operationen
Laut Reuters hat das US-Militär zudem iranisch gekennzeichnete Tanker in der Nähe von Indien, Malaysia und Sri Lanka in andere Gewässer umgeleitet. Die Operation findet während einer verlängerten Waffenruhe-Phase unter der Trump-Regierung statt und stellt, so der Artikel, eine Ausweitung einer maritimen Blockade über die Straße von Hormus hinaus dar.