Gate-News-Mitteilung, 22. April — Der US-Dollar-Index ist um etwa 2,3% von seinem März-Hoch gefallen, was seine schwächste monatliche Entwicklung seit August 2025 markiert, da sich die Spannungen im Nahen Osten beruhigen, wodurch die Nachfrage nach sicheren Häfen sinkt, und die Erwartungen für Zinssenkungen durch die Federal Reserve zunehmen.
Größere Finanzinstitute führen die Schwäche des Dollars auf einen doppelten Wandel zurück: ein abnehmender Risikoprämien-Effekt und eine veränderte politische Ausblickslage. JPMorgan hat seine Dollar-Short-Strategie reaktiviert und ist im Hinblick auf Risiko-Währungen wie den Australischen Dollar bullisch geworden, während die Bank of New York Mellon feststellte, dass die Währungen in Schwellenländern insgesamt deutlich zulegen, was einen spürbaren Anstieg der weltweiten Risikobereitschaft widerspiegelt. Der Euro, der südkoreanische Won und der südafrikanische Rand haben sich stark erholt, wobei einige Gewinne mehr als 2% erreichen.
Auf längere Sicht verweisen Institute auf steigende politische Unsicherheit in den USA und einen globalen Trend zur Reduzierung in US-Dollar denominierter Vermögenswerte als mögliche Gegenwinde für die Währung. Große Investmentbanken prognostizieren, dass der Euro sich innerhalb des nächsten Jahres gegenüber dem Dollar auf 1,20 festigen könnte, was darauf hindeutet, dass die Schwäche des Dollars anhalten dürfte.