
Laut Bitcoin.com News vom 13. Mai hat der US-Bezirksrichter William Conley am Montag entschieden, dass die Ho-Chunk Nation in ihrer Klage gegen Kalshi wegen Verstoßes gegen den Indian Gaming Regulatory Act (IGRA) eine „hinreichende Wahrscheinlichkeit für einen Sieg“ gezeigt habe. Dies sei eine richtungsweisende Vorabentscheidung eines Bundesgerichts, die erstmals die Position eines Stammes unterstützt.
Entscheidungsdetails: Ho-Chunk Klage mit Unterstützung von 16 Stämmen
Laut Bitcoin.com News reichte die Ho-Chunk Nation (von der Bundesregierung anerkannter indianischer Stamm) im August 2025 vor dem Bundesbezirksgericht im Westen von Wisconsin Klage gegen Kalshi Inc., KalshiEX LLC, Robinhood Markets Inc. und Robinhood Derivatives LLC ein. Beanstandet werde, dass die genannten Unternehmen auf Stammesgebieten Sportwetten-Kontrakte anbieten und damit gegen die IGRA verstoßen. 16 Stämme unterzeichneten Amicus-Statements, die die Position der Ho-Chunk Nation unterstützten. Der Fall enthält außerdem Vorwürfe nach dem Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act (RICO). Dabei wird das Geschäft mit Sportwetten-Kontrakten von Kalshi als „Wetten-Erpressung“ eingeordnet, sowie Vorwürfe wegen irreführender Werbung. Verhandelt wird am 24. Mai 2027 unter Vorsitz von Richter Conley.
Diese Entscheidung stellt frühere gängige Rechtsprechung infrage: Im November 2025 hatte der US-Bundesrichter Jacqueline Scott Corley im Northern District of California entschieden, dass drei Stämme, darunter der Blue Lake Rancheria, „die Beweislast nicht erfüllt“ hätten, und die Anträge auf einstweilige Verfügungen abgewiesen. Diese Entscheidung wird derzeit vom United States Court of Appeals for the Ninth Circuit im Berufungsverfahren geprüft.
Kalshis bundesrechtliche Regulierungsargumente
Laut Bitcoin.com News argumentierte Kalshi im Verfahren in Wisconsin, dass seine Rolle als designated contract market (DCM) – als solche von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beaufsichtigt – gegenüber der IGRA Vorrang haben müsse. Die Anwälte von Kalshi verwiesen auf eine Ausnahmeregelung im Jahr 2006 verabschiedeten Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA), wonach DCM-Handelskontrakte nicht unter die bundesweite Definition von „wettmäßigem Glücksspiel“ fielen, sowie auf das CFTC-eigene Zertifizierungsverfahren gemäß dem Commodity Exchange Act.
Handeln des Wisconsin-AG und landesweites Entscheidungsbild
Laut Bitcoin.com News reichte der Generalstaatsanwalt von Wisconsin (AG) Josh Kaul am 23. April 2026 in einem Verfahren vor dem Circuit Court in Dane County drei parallele staatliche Klagen gegen Kalshi, Robinhood, Polymarket, Crypto.com (unter dem Namen Foris Dax Markets) und Coinbase ein. Vorgeworfen wird ein Verstoß gegen die Schwerverbrechens-Glücksspielvorschriften von Wisconsin. Die CFTC erhob anschließend Klage gegen Wisconsin sowie vier weitere Bundesstaaten mit der Begründung, deren Vorgehen greife in die Bundesbefugnis zur Regulierung von Derivatemärkten ein.
Im landesweiten Entscheidungsbild: Kalshi erhielt in New Jersey eine einstweilige Verfügung bestätigt durch das Third Circuit. In ähnlichen Anträgen in Maryland unterlag Kalshi jedoch, und in Nevada wurde die Verfügung nach einer Überprüfung aufgehoben.
Häufige Fragen
Welcher Zeitpunkt und welcher Rechtsstandard gilt für die Entscheidung des Bundesgerichts in Wisconsin durch Richter Conley?
Laut Bitcoin.com News entschied Richter William M. Conley am 11. Mai 2026, dass die Ho-Chunk Nation in der IGRA-Klage eine „hinreichende Wahrscheinlichkeit für einen Sieg“ gezeigt habe. Damit liege eine wegweisende Vorabentscheidung vor, die zum ersten Mal die Position eines Stammes in einer landesweiten Kalshi-IGRA-Klage unterstützt.
Welche Vorwürfe umfasst die Klage der Ho-Chunk Nation gegen Kalshi?
Laut Bitcoin.com News wirft die Klage Kalshi vor, auf indianischem Stammesland Sportwetten-Kontrakte anzubieten, was gegen die IGRA verstoße. Enthalten sind außerdem RICO-Vorwürfe (die Kalshi-Geschäfte als Wetten-Erpressung einordnen) sowie Vorwürfe wegen irreführender Werbung. Verhandelt wird am 24. Mai 2027.
Welche Unternehmen und Vorwürfe betreffen die zeitgleich eingereichten staatlichen Klagen des Wisconsin-AG?
Laut Bitcoin.com News reichte der Wisconsin-AG Josh Kaul am 23. April 2026 drei staatliche Klagen gegen Kalshi, Robinhood, Polymarket, Crypto.com und Coinbase ein. Vorgeworfen wird ein Verstoß gegen die Schwerverbrechens-Glücksspielvorschriften von Wisconsin. Die CFTC reichte anschließend Klagen gegen Wisconsin und vier weitere Staaten ein und machte geltend, diese würden in die bundesrechtliche Aufsicht über Derivate eingreifen.