Laut Netblocks, einem Internet-Observatorium, hat das Regime nur wenige Stunden nach den ersten Angriffen auf den Iran 99 % der Internetverbindung im Land gestört. Diese Maßnahmen, die vom iranischen Regime bereits zuvor umgesetzt wurden, beeinträchtigen die wirtschaftlichen Aktivitäten und Kommunikationsmöglichkeiten der Zivilbevölkerung.
Das iranische Regime beschränkt derzeit die Fähigkeit der Iraner, sich mit dem Internet zu verbinden, und versetzt das Land in einen Zustand digitaler Dunkelheit.
Netblocks, ein Beobachtungsinstitut für Internetverbindungen, hat kürzlich bekannt gegeben, dass das iranische Regime das ganze Land über mehr als 168 Stunden nahezu vollständig vom Internet abgeschnitten hat, was die Fähigkeit der iranischen Zivilbevölkerung beeinträchtigt, Transaktionen durchzuführen und sich über die laufenden Angriffe der US-Iran-Koalition zu informieren.

Auf sozialen Medien erklärte die Organisation:
Seit #Iran in digitale Dunkelheit gefallen ist, sind nun eine volle Woche vergangen, in der das Land unter einem vom Regime verhängten landesweiten Internetausfall steht. Die Maßnahme ist nach 168 Stunden weiterhin in Kraft, was die Öffentlichkeit ohne wichtige Updates und Warnungen isoliert, während Beamte und staatliche Medien weiterhin Zugang haben.
Darüber hinaus berichtete Netblocks, dass die wenigen Iraner, die noch verbunden sind, mit rechtlichen Schritten ihrer Dienstanbieter bedroht werden, was eine „orwellsche Umgebung“ fördert.
Masih Alinejad, eine iranisch-amerikanische Journalistin, hebt hervor, dass diese Störungen „Millionen in Dunkelheit“ gelassen haben, während sie „Familien weltweit in schmerzhafte Unsicherheit über ihre Liebsten stürzen“.
Der verhängte Blackout hat auch die lokale Kryptowährungsbranche stark getroffen, wobei große lokale Börsen wie Nobitex und Ramzinex zunächst den Betrieb einstellen mussten und dann im Containment-Modus operieren, um zusätzlichen Beschränkungen der Zentralbank Irans zu entsprechen.
Solche Einschränkungen sind nicht beispiellos. Das iranische Regime griff im Januar zu ähnlichen Maßnahmen, als es die Bevölkerung für 20 Tage einem ähnlichen Blackout unterwarf, während landesweite Proteste gegen die wirtschaftliche Krise organisiert wurden.
Offizielle Zahlen beziffern die Todesopfer dieser Ereignisse auf über 3.000, während die iranische Kommunikationsministerin die Internetstörungen auf tägliche wirtschaftliche Verluste von 35,7 Millionen US-Dollar schätzte.