Das Orbit Data Center-Unternehmen wird mit dem Bitcoin-Mining im Weltraum beginnen

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Starcloud – Das von Nvidia unterstützte Raumfahrt-Datenzentrum-Startup – wird das erste Unternehmen sein, das im All Bitcoin schürft, wenn ihr zweites Raumfahrzeug Ende dieses Jahres gestartet wird. Dies ist ein bedeutender Schritt, um die Kryptowährungsbranche weit über die Grenzen der Erde hinaus zu bringen.

In einem Beitrag auf X am Samstag betonte der CEO von Starcloud, Philip Johnston: „Starcloud wird das erste Unternehmen sein, das im All Bitcoin schürft.“ Zuvor hatte er in einem Interview mit HyperChange am Donnerstag seine Ambitionen erklärt, Bitcoin außerhalb des Weltraums zu schürfen.

Im Interview sagte Johnston, dass die Nutzung spezieller Bitcoin-Mining-Geräte (ASIC) eine der vielversprechendsten Anwendungen der Rechentechnologie im All sei. Er hob hervor, dass ASICs im Vergleich zu GPUs wirtschaftlich deutlich effizienter sind, da die Kosten erheblich niedriger sind.

„GPU sind etwa 30-mal teurer pro Kilowatt oder Watt im Vergleich zu ASICs“, erklärte Johnston. „Ein B200-Chip mit 1 Kilowatt Leistung kann bis zu 30.000 USD kosten, während ein ASIC mit ähnlicher Leistung nur etwa 1.000 USD kostet.“

Außerdem prognostizierte Johnston in seinem X-Post, dass das Bitcoin-Mining im All in Zukunft zu einer riesigen Industrie werden könnte, da es wirtschaftlich überlegen ist im Vergleich zum Mining auf der Erde.

„Derzeit verbraucht das Bitcoin-Mining etwa 20 GW kontinuierlich. Das ist auf der Erde nicht mehr sinnvoll. In Zukunft wird das gesamte Mining ins All verlagert“, betonte Johnston.

Die Vision von Starcloud – Datenzentren ins All bringen

Gegründet Anfang 2024, verfolgt Starcloud das Ziel, Datenzentren im All zu errichten, um der steigenden Energiebedarf für Künstliche Intelligenz (KI) gerecht zu werden. Im November letzten Jahres startete das Unternehmen erfolgreich einen Satelliten mit NVIDIA H100 GPUs in die Umlaufbahn, was den ersten Einsatz eines so leistungsstarken GPUs im All markierte.

Derzeit werden die Datenzentren von Starcloud, die aus einem Netzwerk von etwa 88.000 Satelliten bestehen, hauptsächlich mit Solarenergie betrieben – eine nachhaltige und effiziente Lösung für die Versorgung komplexer Rechenoperationen.

Bitcoin zum Mars schicken – Interplanetare Visionen

Neben den Plänen, Bitcoin im All zu schürfen, wurde auch die Idee vorgeschlagen, Bitcoin zu anderen Planeten zu senden. Im vergangenen Jahr präsentierten die Tech-Unternehmer Jose E. Puente und Carlos Puente eine Lösung für interplanetaren Bitcoin-Transfer.

In einem Interview mit Cointelegraph im September erklärte Jose E. Puente, dass Bitcoin theoretisch innerhalb von drei Minuten zum Mars gesendet werden könne, dank der Nutzung der optischen Verbindung von NASA oder Starlink in Kombination mit einem neuen interplanetaren Zeitstempelsystem.

Obwohl eine Person auf dem Mars erforderlich wäre, um die Transaktion zu empfangen, könnte der Bitcoin-Transfer über Raumstationen erfolgen – etwa durch Antennen, Satelliten oder sogar durch Empfangsstationen im Mondorbit – bevor er den Mars erreicht. Puente ist jedoch der Ansicht, dass das direkte Mining auf dem Mars aufgrund der Signalverzögerung zwischen den Planeten nicht realistisch ist.

Herausforderungen beim Bitcoin-Mining

In den letzten Monaten haben sich die Gewinnspannen beim Bitcoin-Mining deutlich verringert, hauptsächlich weil der Bitcoin-Preis seit seinem Höchststand von 126.080 USD am 6. Oktober um fast 48 % gefallen ist. Die Mining-Schwierigkeit ist jedoch um 7 % gesunken, von einem Rekord von 155,9 Billionen im November auf 145 Billionen, was den Minern vorübergehend etwas Erleichterung verschafft in einem volatilen Markt.

Mit den kontinuierlichen Fortschritten in der Technologie und den Ambitionen, das All zu erobern, eröffnet Starcloud eine vielversprechende neue Ära für die Kryptowährungsindustrie und die Raumfahrttechnologie.

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