Reuters: Powell werde, unabhängig vom Ausgang der Klage, nach Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender in der Federal Reserve bleiben

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Entschlüsselung der Gerichtsakten zeigt, dass Powell im Januar dieses Jahres bei einem Treffen mit dem Justizministerium vorsichtig andeutete: Wenn die strafrechtlichen Ermittlungen andauern, wird Powell nach Ablauf seiner Amtszeit im Mai nicht aus dem Vorstand der Federal Reserve ausscheiden — was eine historische Ausnahme darstellen würde. Reuters weist darauf hin, dass diese Akten nicht nur einen juristischen Machtkampf offenbaren, sondern auch wie eine versteckte Forderung an das Justizministerium wirken: Nur durch das Einstellen der Ermittlungen könnte er sich für einen Rückzug entscheiden.
(Frühere Zusammenfassung: Powell gestand, dass er wegen seiner Weigerung, Trumps Aufforderung auf Zinssenkungen nachzugeben, strafrechtlich verfolgt wird)
(Hintergrund: Powell sagte einst: „Solange ich nicht tot bin“, werde er niemals vorzeitig zurücktreten, das letzte Bollwerk der Unabhängigkeit der Federal Reserve)

Inhaltsverzeichnis

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  • Die Worte des Anwalts: Ein Satz, zwei Interpretationen
  • Gericht blockiert Vorladung, DOJ droht mit Berufung
  • Die politische Logik hinter den Renovierungsarbeiten

Laut Reuters zeigen am vergangenen Freitag (14. März) veröffentlichte Gerichtsakten, dass Powells Privatanwalt bei einem geschlossenen Treffen am 29. Januar diesem US-Bezirksstaatsanwalt Jeannine Pirro eine vorsichtig formulierte, aber tiefgründige Botschaft übermittelte: Falls die strafrechtlichen Ermittlungen fortgesetzt werden, werde Powell auch nach Ablauf seiner Amtszeit im Mai „nicht aus dem Vorstand ausscheiden“.

Diese Akten stammen aus einem Rechtsstreit, in dem die Federal Reserve versucht, eine Vorladung des Justizministeriums (DOJ) abzuwenden. Der Kern des Falls ist zunächst die Kosten für die Renovierung des Fed-Hauptquartiers in Washington, doch der gesamte Machtkampf wird bereits von Experten als politischer Druck interpretiert.

Die Worte des Anwalts: Ein Satz, zwei Interpretationen

Das Gerichtsprotokoll zitiert Powells Anwalt mit den Worten: „Der Vorsitzende glaubt, dass er, solange er noch untersucht wird, auch nach Ablauf seiner Amtszeit im Vorstand bleibt; obwohl er nicht behaupten kann, dass das Gegenteil auch gilt, wird sein Image sich ändern, wenn die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt werden, dann kann er frei Entscheidungen treffen, die sich auf seine Familie konzentrieren.“

Wörtlich ist dies eine persönliche Aussage, doch im Kontext juristischer Auseinandersetzungen ist die Bedeutung klar: Nur wenn die Ermittlungen eingestellt werden, könnte Powell nach seinem Rücktritt auch den Vorstand verlassen; falls die Untersuchungen andauern, bleibt er bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2028 im Amt.

Üblich ist, dass ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve nach ihrem Ausscheiden nicht weiter im Vorstand tätig sind. Sollte dies hier Realität werden, wäre es eine seltene Ausnahme in der Geschichte der Fed. Bemerkenswert ist, dass Finanzminister Scott Bessent öffentlich vorgeschlagen hatte, Powell solle bei Ende seiner Amtszeit auch den Vorstand verlassen. Das Aktenmaterial zeigt nun, dass Powells Reaktion auf diesen Vorschlag „abhängig vom Einzelfall“ war.

Gericht blockiert Vorladung, DOJ droht mit Berufung

Am selben Tag, an dem die Akten veröffentlicht wurden, entschied Richter James Boasberg zugunsten der Fed und stoppte die Vorladung des Justizministeriums. Das Urteil war deutlich formuliert: „Die Regierung hat, abgesehen davon, dass der Vorsitzende den Präsidenten verärgert, keine Beweise für eine Straftat vorgelegt“, was auf einen Mangel an substantiierten strafrechtlichen Grundlagen hindeutet.

Das Justizministerium kündigte Berufung an, der Rechtsstreit wird also weitergehen. Zugleich erhöhten republikanische Senatoren, darunter Thom Tillis (Mitglied des Bankenausschusses), den Druck auf politischer Ebene: Sie drohten, die Bestätigung des Powell-Nachfolgers im Senat zu blockieren, solange die Ermittlungen nicht eingestellt werden. Das könnte bedeuten, dass die Nachfolge im Fed-Board in der Schwebe bleibt, falls das DOJ im Berufungsverfahren zögert.

Die politische Logik hinter den Renovierungsarbeiten

Das Justizministerium gibt offiziell an, die Ermittlungen wegen der Kosten für die Washingtoner Fed-Zentrale zu führen. Powell hat jedoch öffentlich den Hintergrund offen gelegt: Er verbindet die Untersuchung direkt mit seiner mehrfachen Weigerung, Trumps Forderungen nach Zinssenkungen nachzukommen, und sieht darin eine politische Vergeltung, keine echte strafrechtliche Untersuchung.

Powell läuft seine Amtszeit bis zum 15. Mai 2026, die Vorstandsmandate dauern bis Januar 2028. Sollte das DOJ Berufung einlegen und die Blockade durch die republikanischen Senatoren andauern, wird die Führung der Fed in den kommenden Monaten unsicher bleiben, was das Vertrauen der Märkte und die Stabilität der Geldpolitik erheblich beeinflussen könnte.

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