Laut einer Untersuchung glauben derzeit nur 28% der US-Arbeitnehmer, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um eine hochwertige Arbeit zu finden—und das ist der niedrigste Stand seit vier Jahren. Diese Zahl lag 2022 nahe bei 70%: Innerhalb von nur drei Jahren wurden über 42 Prozentpunkte weggeschnitten.
(Vorgeschichte: Scheinflaute unter Zöllen? Ist das echte Wirtschaftstestszenario in den USA das Q2?)
(Ergänzender Kontext: Amazon erzielt einen Rekordgewinn, kürzt aber 16.000 Mitarbeiter; Amazon startet ein KI-„Wetteinsatz“ mit dem „Dawn Project“)
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Wirtschaftlich schlecht, Inflation und KI, die Arbeitsplätze reduziert: Das Vertrauen in den US-Arbeitsmarkt zerfällt derzeit mit gut sichtbarer Geschwindigkeit. Eine Umfrage, die das renommierte Marktforschungsunternehmen Gallup in diesem Monat veröffentlicht hat, zeigt, dass bis Ende 2025 laut Umfragewerten nur 28% der US-Arbeitnehmer glauben, „dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um eine hochwertige Arbeit zu finden“, womit ein Wert erreicht wird, der mindestens seit vier Jahren der niedrigste ist. Im Vergleich zu den 70% im Jahr 2022 Q2 ist dieser Rückgang keine normale konjunkturelle Schwankung.
Noch bemerkenswerter ist, dass es in dem Gallup-Bericht auch einen „Rekord“ gibt: Mitarbeiter, die sagen, sie „kämpfen im Berufsleben“, liegen erstmals mit 49% über den Mitarbeitern, die „aufblühen“ (46%). Das ist die erste Umkehr seit Gallups Historie der Befragungen.
Die Gesamtdaten sind bereits schlimm genug, und bei Neueinsteigern ist die Stimmung noch viel schlechter: In der Umfrage liegt der Anteil von Arbeitskräften mit Hochschulbildung, die der Ansicht sind, jetzt sei ein guter Zeitpunkt, nur noch bei 19%; bei Arbeitskräften mit denselben Voraussetzungen lag die Zahl im Jahr 2022 Q2 bei 73%—ein Rückgang von bis zu 54 Prozentpunkten. Die Gruppe ohne Hochschulbildung steht zwar etwas besser da, aber auch dort sind es nur 35%, ebenfalls der niedrigste Wert seit knapp vier Jahren.
Aufgeteilt nach Alter ist das Vertrauen der jungen Arbeitnehmer von 18 bis 34 am niedrigsten: Nur 20% glauben, dass jetzt eine gute Zeit für die Jobsuche ist. Dagegen sind Arbeitnehmer ab 65 relativ optimistisch: 41% vertreten eine positive Sicht. Dieses Phänomen ist besonders traurig, weil denjenigen ohne Geld die größte Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt trifft—und genau die jüngere Generation, die am meisten Chancen braucht, ist gleichzeitig die Gruppe, die am wenigsten mit der aktuellen Lage rechnet.
Wenn man es von einer anderen Seite betrachtet, berichtet US News: Derzeit sind 51% der US-Arbeitnehmer in gewisser Weise auf Jobsuche—einschließlich aktiver Vorstöße und passiven Abwägens. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten ist auf dem Arbeitsmarkt auf Suche; das zeigt, dass die meisten Menschen davon ausgehen, dass ihre Arbeit nicht stabil ist.
Der Zusammenbruch des Arbeitsvertrauens der Amerikaner lässt sich anhand von Arbeitsmarktdaten erkennen.
Der echte Arbeitsmarkt ist in der Regel kälter, als man es auf dem Papier sieht.
Diese Erschütterung betrifft nicht nur die Amerikaner, die entlassen werden: Das Verbrauchervertrauen des Conference Board ist im Januar 2026 auf ein 12-Jahres-Tief eingebrochen. Der Anteil derjenigen, die glauben, Arbeit sei „schwer zu finden“, stieg auf 20,8%—das ist der höchste Stand seit vier Jahren.
Bis August 2025 lag die Zahl der Entlassungen in den USA bereits bei 892.000, ein Anstieg von 66% im Jahresvergleich.
Die Gallup-Umfrage spiegelt nicht nur den Abschwung als Konjunkturindikator wider—sie deutet auf eine viel tiefergehende, vorausschauende Veränderung hin: Langfristig betrachtet könnte die Beschäftigung im Nicht-Landwirtschaftssektor eher wie ein Wasserfall wirken. Die US-Beschäftigungsquote spiegelt normalerweise auch die Beschäftigungsindikatoren weltweit wider.