Bitcoin-Mining-Schwierigkeit überschreitet die Marke von 100 Billionen und verschärft die Herausforderungen für kleinere Betreiber

Die Schwierigkeitsstufe beim Bitcoin-Mining hat jetzt einen beispiellosen Meilenstein erreicht und ist erstmals in der Geschichte über 101,65 Billionen (T) gestiegen. Diese rekordverdächtige Barriere markiert einen bedeutenden Wendepunkt im anhaltenden Ringen der Branche und erzeugt deutlich unterschiedliche Drucksituationen für Betreiber verschiedener Größenordnungen. Während größere, börsennotierte Mining-Unternehmen die gestiegenen Betriebskosten auffangen können, stehen kleinere und unabhängige Miner vor zunehmender finanzieller Belastung, da sie um Blockbelohnungen in einem immer herausfordernder werdenden Netzwerk konkurrieren.

Der Begriff „Schwierigkeitsgrad beim Bitcoin-Mining“ misst, wie aufwendig es ist, neue Blöcke in der Blockchain zu validieren. Das Netzwerk passt diese Kennzahl automatisch alle 2.016 Blöcke an – etwa alle zwei Wochen –, um einen konstanten Blockproduktionsintervall zu gewährleisten. Im Jahr 2026 wurden bisher 23 Anpassungen vorgenommen, wobei etwa 60 % nach oben tendieren, was die Barriere allmählich schwerer überwindbar macht.

Verständnis des Anstiegs des Schwierigkeitsgrads und seine wirtschaftlichen Folgen

Der Anstieg des Bitcoin-Mining-Schwierigkeitsgrads korreliert direkt mit erhöhtem Rechenaufwand, der um Belohnungen konkurriert. Diese erhöhte Schwierigkeit stellt nicht nur eine technische Veränderung dar, sondern hat auch reale wirtschaftliche Konsequenzen für den Mining-Sektor.

Kleinere Mining-Betriebe, die oft nicht über die Kapitalreserven verfügen, die ihre größeren Wettbewerber haben, könnten gezwungen sein, frisch geminte Bitcoin-Bestände zu liquidieren, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Dynamik unterscheidet sich deutlich von der Position institutioneller Mining-Firmen, die längere Perioden negativer Cashflows durch ihre Bilanzen abfedern können. Die wettbewerbsintensive Natur des Minings, verbunden mit kapitalintensiven Anforderungen, schafft ein gestuftes System, bei dem die Skalierung zunehmend über das Überleben entscheidet.

Aktuelle Daten aus Oktober verdeutlichen diese Dynamik. Im genannten Monat hielten Miner zeitweise Teile ihrer Bitcoin-Produktion zurück und bauten Treasury-Reserven auf, nachdem sie im August und September erheblich abgebaut hatten. Dieser Aufschub scheint jedoch nur vorübergehend zu sein, da die aktuellen Miningergebnisse zeigen, dass Betreiber etwa 100 % der neu geminten Versorgung ausgeben, um Geräte und Betriebskosten zu decken. Bei der derzeitigen Produktionsrate von durchschnittlich 450 Bitcoin pro Tag entspricht dies einem konstanten Verkaufsdruck von etwa 31,5 Millionen US-Dollar pro Tag, falls alle neu geminten Coins sofort liquidiert werden.

Hashrate erreicht Rekordwerte, während die Rechenleistung steigt

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks – die gesamte Rechenleistung, die für Mining und Transaktionsvalidierung aufgewendet wird – ist auf beispiellose Höhen gestiegen. Der gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt erreichte 755 Exahashes pro Sekunde (EH/s), was einen Allzeithoch in der rohen Verarbeitungskraft darstellt.

Der dramatische Anstieg erfolgte im Oktober, als die Hashrate innerhalb eines Tages um fast 12 % anstieg – eine der bedeutendsten Tagessteigerungen des gesamten Jahres, wie die Chain-Analyseplattform Glassnode feststellt. Dieses explosive Wachstum in der Rechenleistung zeigt das Vertrauen der Branche in die Zukunft von Bitcoin, auch wenn einzelne Betreiber mit schmaleren Margen kämpfen.

Marktpositionierung und breitere Implikationen

Trotz des kurzen Annäherns von Bitcoin an die Widerstandslinie bei 70.000 US-Dollar vor dieser Woche, bevor es auf etwa 68.300 US-Dollar zurückging, hat der breitere Kryptowährungsmarkt überraschend Stärke gezeigt. Altcoins wie Ethereum, Solana, Cardano und Dogecoin haben Bitcoin deutlich übertroffen, was auf eine Verschiebung hin zu risikoreicheren Anlagen und eine erneute spekulative Risikobereitschaft hindeutet.

Analysten warnen jedoch, dass die zugrunde liegenden makroökonomischen Bedingungen weiterhin fragil bleiben. Das Wachstum des Angebots an Stablecoins hat ins Stocken geraten, und technische Niveaus unter 60.000 US-Dollar bergen Risiken für Kaskadenschließungen. Diese Faktoren schaffen mittelfristige Unsicherheiten für die Preisentwicklung von Bitcoin, selbst wenn die Schwierigkeitsrekorde weiter steigen.

Das Zusammenspiel aus zunehmender Bitcoin-Mining-Schwierigkeit, Rekord-Hashrate und Marktvolatilität unterstreicht eine fundamentale Spannung: Während die Netzwerksicherheit mit steigender Rechenbeteiligung wächst, stehen einzelne Miner – insbesondere kleinere Betriebe – vor einer zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Kalkulation.

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