Nordkorea-verbundene Hacker haben in diesem Jahr über $2 Milliarden an Krypto gestohlen, mit weniger Angriffen, aber deutlich größeren Verlusten.
Die Angriffe Nordkoreas erreichten in diesem Jahr einen neuen Höchststand. Daten von Chainalysis zeigen einen Anstieg des gestohlenen Werts, obwohl die Anzahl der Angriffe zurückging.
Während in diesem Jahr über 3,4 Milliarden Dollar gestohlen wurden, waren nordkoreanische Hacker für etwa $2 Milliarden verantwortlich.
Dieser Trend zeigt, wie sich Bedrohungsakteure nun auf weniger, aber deutlich größere Ziele konzentrieren.
Laut Chainalysis stahlen Hacker aus Nordkorea etwa 2,02 Milliarden Dollar.
Diese Zahl entspricht einem Anstieg von 51 % im Vergleich zum Vorjahr, und die neue Gesamtsumme hat alle bisherigen Verluste im Zusammenhang mit dem Land auf etwa 6,75 Milliarden Dollar erhöht.
Die Angriffshäufigkeit ging zurück, doch der gestohlene Wert stieg an. Dieser Wandel wurde durch eine Handvoll sehr großer Hacks verursacht, wobei der Angriff auf Bybit im Februar allein 1,5 Milliarden Dollar ausmachte.
Milliarden in einem Jahr gestohlen | Quelle: Chainalysis
Dienstleister waren ebenfalls von den größten Verlusten betroffen, da zentralisierte Plattformen seltene, aber massive private Schlüsselkompromittierungen erlebten, die große Summen in Minuten auslöschten.
Laut Chainalysis verschwand bis Anfang Dezember über 3,4 Milliarden Dollar an Krypto im gesamten Sektor, wobei Akteure mit Verbindungen nach Nordkorea den größten Schaden verursachten.
Daten aus den Hacks zeigen, dass die Kluft zwischen durchschnittlichen Verlusten und Extremfällen wächst. In diesem Jahr übertraf der größte Hack den Median um mehr als das 1.000-fache.
Dies ist auch das erste Mal, dass die Kluft dieses Niveau überschritt.
Median der Krypto-Hacks steigt | Quelle: Chainalysis
Chainalysis stellt außerdem fest, dass nur drei Angriffe 69 % aller Serviceverluste verursachten. Diese Konzentration zeigt, wie einzelne Verstöße nun die jährlichen Ergebnisse bestimmen.
Insgesamt passieren kleinere Vorfälle weiterhin, aber sie beeinflussen die Gesamtsumme kaum.
Nordkorea soll bisher am meisten gestohlen haben, wobei diese Angriffe in den höchsten Wertbereichen konzentriert sind. Andere Kriminelle zeigten ebenfalls eine breitere Streuung kleinerer Diebstähle.
Chainalysis wies auch auf klare Waschgwohnheiten nordkoreanischer Hacker hin.
Laut der Analyseplattform bewegen Hacker gestohlene Gelder selten in großen Mengen und tendieren dazu, Überweisungen unter 500.000 Dollar zu halten.
Andere Kriminelle verschieben Gelder oft in größeren Chargen, was Analysten hilft, Muster zu erkennen.
Sie nutzten auch stark Cross-Chain-Brücken, darunter Celer und Stargate, um Vermögenswerte zwischen Netzwerken zu transferieren.
Akteure mit Verbindungen nach Nordkorea meiden auch Lending-Protokolle und Peer-to-Peer-Börsen. Sie interagieren außerdem weniger mit dezentralen Börsen als andere Gruppen.
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Die Diebstähle aus Nordkorea dominieren inzwischen die Schlagzeilen, doch auch einzelne Nutzer sind stark gefährdet. Wallet-Kompromisse erreichten etwa 158.000 Vorfälle, und diese Zahl hat die Zählung im Vergleich zu 2022 fast verdreifacht.
Einzigartige Opfer stiegen auf mindestens 80.000, und das Wachstum bei der Akzeptanz erklärt teilweise den Anstieg. Trotz höherer Fallzahlen sank der insgesamt gestohlene Wert bei Einzelpersonen auf $713 Millionen.
Diese Summe fiel von 1,5 Milliarden Dollar im Vorjahr, und die Angreifer könnten mehr Nutzer ins Visier genommen haben, aber pro Person weniger gestohlen haben.
Solana verzeichnete die höchste Opferzahl mit (ungefähr 26.500), während Ethereum und Tron die höchsten Diebstahlsraten pro aktivem Wallet aufwiesen.
Insgesamt zeigen die Diebstähle dieses Jahres, dass Hacker Geduld und Planung entwickelt haben. Weniger Angriffe verursachten Rekordverluste, und dieser Ansatz könnte sich fortsetzen.
Das bedeutet auch, dass Krypto-Kriminalität nicht verschwunden ist. Stattdessen hat sich ihre Form verändert, und diese Veränderungen könnten Hinweise für Präventionsmaßnahmen liefern.