Amerikanischer Krypto-Dozent und Teilzeitprofessor an der Columbia Business School Omid Malekan hat kürzlich öffentlich die Bedenken der US-Bankenbranche hinsichtlich der Renditen von Stablecoins kritisiert und sie als „grundlose Fehlinterpretationen“ bezeichnet. Er wies darauf hin, dass entsprechende Lobbyarbeit den Fortschritt bei der wichtigen Gesetzgebung für die Krypto-Marktstruktur im Jahr 2026 verzögert.
Omid Malekan erklärte, dass die aktuellen Streitigkeiten in Washington über die Regulierung von Stablecoins nicht auf systemischen Finanzrisiken basieren, sondern darauf, dass Banken die Zinseinnahmen aus Reserven monopolisieren wollen. Er betonte, dass die Behauptung, „Stablecoins würden zu einem Abfluss von Bankeinlagen führen“, übertrieben sei. Tatsächlich stammt die große Nachfrage nach Stablecoins aus dem Ausland, während die Emittenten Staatsanleihen und Bankeinlagen als Reserven halten müssen, was das gesamte Bankensystem möglicherweise sogar vergrößert.
Im Hinblick auf Kredite ist Omid Malekan der Ansicht, dass Stablecoins die Kreditvergabe nicht schwächen, sondern nur die Gewinnspannen der Banken einschränken. Banken könnten durch höhere Einlagenzinsen im Wettbewerb bestehen. Der durchschnittliche Zinssatz auf US-Sparkonten ist nach wie vor deutlich zu niedrig, was ein wichtiger Grund für den Kapitalfluss in Stablecoins ist. Zudem bieten US-Bankensysteme nur etwa 20 % der Kredite an, der Rest stammt hauptsächlich aus Geldmarktfonds und privaten Kreditkanälen.
Er betonte außerdem, dass nicht die Community-Banken unter Druck stehen, sondern große, geldzentrierte Banken, die auf niedrige Einlagenzinsen angewiesen sind, um Gewinne zu erzielen. Das Verhindern, dass Stablecoins Erträge an Nutzer ausschütten, sei im Wesentlichen eine Verletzung der Interessen der Sparer und ein Schutz der Gewinne etablierter Finanzinstitute. Der Anwalt John Deaton wies ebenfalls darauf hin, dass Senatoren unter starkem Lobbydruck der Banken stehen, um die Belohnungsmechanismen von Stablecoins einzuschränken.
Abschließend forderte Omid Malekan, dass der US-Kongress bei der Krypto-Regulierungsgesetzgebung im Jahr 2026 die Verbraucherrechte und die finanzielle Innovation über die Gewinne der Banken stellen sollte, anstatt sich von unbegründeten Risikoberichten leiten zu lassen.