Londoner Börse warnt, dass bis zu 200 Unternehmen ihre Listings in die USA verlagern könnten

Die Londoner Börse warnte, dass bis zu 200 Unternehmen erwägen könnten, ihre Notierung von Großbritannien in die USA zu verlegen. Im schwerwiegendsten Szenario könnte dies dem britischen Finanzministerium jährliche Einnahmen in Höhe von 2 Milliarden Pfund kosten. Die Warnung unterstreicht die Besorgnis über Londons Fähigkeit, große börsennotierte Unternehmen und Fintech-Firmen zu halten, angesichts des Wettbewerbsdrucks durch die tieferen US-Kapitalmärkte. Die LSE führte die britische Stempelsteuer von 0,5 % auf Aktienkäufe als strukturellen Nachteil an und argumentierte, dass diese Abgabe börsennotierte Aktien in Großbritannien weniger attraktiv mache als US-Alternativen, bei denen keine entsprechende Gebühr anfalle. Bekannte Beispiele wie das Fintech-Unternehmen Wise und der Pharmariese AstraZeneca haben bereits ihre Marktpräsenz stärker in Richtung US-Notierungen verlagert, was zeigt, wie eine Abwanderung von Listings schrittweise erfolgen kann, während die Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in Großbritannien beibehalten.
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