Am Montag haben 15 Angeklagte, darunter Anwälte, die bei großen US-Rechtskanzleien wie Sidley Austin, Latham & Watkins und Goodwin Procter gearbeitet haben, sich in Bezug auf Betrugsvorwürfe im Wertpapierbereich für nicht schuldig erklärt. Die Vorwürfe hängen mit einem angeblichen Insiderhandelsschema zusammen, das sich um vertrauliche Informationen zu Unternehmensfusionen dreht. Nicolo Nourafchan, ein Jurist, der zuvor in den Kanzleien tätig war, erschien am Bundesgericht in Boston, um seine Nichtschuldserklärung zusammen mit den anderen Angeklagten zu übermitteln.
Die Staatsanwaltschaft wirft vor, dass das Schema, das 2014 begonnen habe, darin bestanden habe, dass Anwälte Fusionstipps an Händler weitergegeben hätten, bevor nahezu 30 Unternehmens-transaktionen öffentlich wurden. Dadurch seien Zehntausende Millionen US-Dollar an illegalen Gewinnen erzielt worden. Insgesamt wurden 30 Personen angeklagt, wobei acht Angeklagte bereits sich schuldig bekannt und mit den Behörden kooperiert hätten.