Ripples jüngste Serie großer Deals hat die IPO-Diskussion wieder auf den Markt gebracht, und während immer mehr Investoren versuchen, über Sekundärmakler vor dem IPO-Start exposure zu gewinnen, trat Ripple-CTO David Schwartz mit einem Realitäts-Check auf den Plan. Er legte sechs Schmerzpunkte dar, die den Kauf von Privataktien heute prägen — nicht weil sie mit Ripple verbunden sind, sondern weil diese Probleme immer wieder auftreten, wenn die Begeisterung die tatsächlichen Abläufe auf dem Sekundärmarkt überholt.
Zuerst gibt es das Thema Preisgestaltung, bei dem Sekundärmakler oft solide wirkende Angebote auf Basis unvollständiger oder unzuverlässiger Daten abgeben. Das bedeutet, Käufer gehen in Verhandlungen, ohne zu wissen, ob der ihnen gezeigte “Marktpreis” eine echte Grundlage hat.
Da Makler bei höheren Preisen mehr verdienen und Verkäufer dasselbe wollen, bleibt der Käufer oft als Einziger übrig, der die Zahlen im Blick behält. Das macht aus einem einfachen Deal einen langsamen und einseitigen Prozess.
Schwartz erwähnte auch die Informationslücke, da private Unternehmen keine öffentlichen Offenlegungen wie am Markt publizieren, was den Käufern kaum Einsicht ermöglicht.
Unterdessen sitzen Insider — die meist viel mehr wissen und oft die Verkäufer sind — auf der anderen Seite des Handels. Das schafft eine Konstellation, bei der der Käufer immer hinterherhinkt.
Das Problem ist, dass sich Deals aufgrund von ROFR-Schritten, Unternehmensfreigaben oder administrativen Verzögerungen über Wochen hinziehen können. Das lässt die Käufer warten, während sich die Marktbedingungen um sie herum verändern. Und wenn man die Gebühren hinzufügt — 5% für den Käufer und 5% für den Verkäufer, die im Endpreis des Käufers enthalten sind — ist das kein Shortcut mehr zu einem IPO.
Es wird zu einer langen, teuren Umleitung, bei der die Begeisterung die Abläufe nicht erleichtert.