Vitalik Buterin warnte vor den potenziellen Risiken, wenn der Vorhersagemarkt in Richtung Hyperglauben “romantisiert” wird – das heißt, nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses widerzuspiegeln, sondern auch genügend Wirkung zu haben, um diese Vorhersage Wirklichkeit werden zu lassen. Laut dem Ethereum-Mitbegründer wird der Markt in diesem Szenario seinen Kernwert verlieren, die Wahrheit fair zu suchen und widerzuspiegeln.
Buterin glaubt, dass, wenn Spieler mit großem finanziellem Potenzial Geld in ein bestimmtes Ergebnis investieren, die Wahrscheinlichkeit am Markt auf extrem hohe Niveaus getrieben werden kann, sogar nahe an 99 %. Dies kann reale psychologische und verhaltensbezogene Effekte erzeugen, die Stakeholder dazu bringen, auf Marktsignale zu reagieren und so unbeabsichtigt die Zukunft so zu “programmieren”, dass sie mit der gewetteten Vorhersage übereinstimmt.
Er brachte zwei große Themen zur Sprache. Das erste ist das Risiko eines Walmonopols, bei dem nur eine kleine Gruppe großer Investoren in der Lage ist, die Erzählung zu formen und Hyperglauben nach ihren eigenen Interessen zu erzeugen. Das zweite ist das sogenannte “Killerproblem”, bei dem der Vorhersagemarkt unbeabsichtigt schädliches Verhalten fördern kann, wenn schlechte Akteure große Wetten eingehen und dann versuchen, negative Ergebnisse zu verursachen. Laut Buterin werden prädiktive Märkte, wenn sie in diese Richtung gehen, ihre Fairness verlieren und zu einem Werkzeug zur Manipulation der Realität werden, statt zu einem Instrument zur Messung der gesellschaftlichen Erwartungen.