Der US-Dollar schwächt sich ab, die Erwartung auf eine Zinssenkung der Federal Reserve steigt wieder. Analysten: Die "Abwertungstrades" im Jahr 2026 könnten den Bitcoin zu einem großen Durchbruch treiben

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Im Kontext eines schwächeren US-Dollars und wachsender Erwartungen auf eine Zinssenkung durch die Federal Reserve beginnen die Märkte, die mittel- bis langfristigen Aussichten für Bitcoin und Kryptowährungen neu zu bewerten. Analysten sind sich einig, dass 2026 möglicherweise ein entscheidender Wendepunkt für den Markt für digitale Vermögenswerte werden könnte.
(Vorheriger Kontext: Investmentbank Cantor Fitzgerald: Bitcoin im „Krypto-Winter“ könnte anhaltenden Druck erleben, doch Branchenwende durch institutionelle Akteure erhellt die Aussichten)
(Ergänzung zum Hintergrund: Bloomberg-Strategen Mike McGlone warnt: Bitcoin wird im nächsten Jahr zunächst auf 50.000 USD fallen, bevor es schließlich auf 10.000 USD abstürzt)

Inhaltsverzeichnis

  • Bitcoin befindet sich in einer Seitwärtsphase und kann mit dem Anstieg der Edelmetalle nicht mithalten
  • US-Dollar verzeichnet den größten Jahresverlust seit Jahren, Zinssenkungen werden zum Marktkonsens
  • Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Federal Reserve, Zinsrichtlinien bleiben variabel
  • Steigende politische Unsicherheiten, US-Dollar-Hegemonie im Fokus
  • Analysten: Lockeres Geldumfeld begünstigt Krypto-Assets

Nach einem Jahr voller Turbulenzen und unterdurchschnittlicher Performance stehen Bitcoin und der gesamte Kryptowährungsmarkt an einem neuen Scheideweg. Laut Forbes berichten mehrere Analysten, dass die makroökonomischen Faktoren, darunter die zunehmende Erwartung auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) und erste Anzeichen einer Schwächung des US-Dollars, im Jahr 2026 eine neue Aufwärtsdynamik für Bitcoin auslösen könnten.

Bitcoin befindet sich in einer Seitwärtsphase und kann mit dem Anstieg der Edelmetalle nicht mithalten

In jüngster Zeit steigen Gold- und Silberpreise kontinuierlich, doch Bitcoin zeigt eine vergleichsweise schwache Performance, der Kurs schwankt seit längerer Zeit um die 90.000 USD-Marke und durchbricht diese kaum. Die Märkte sind sich einig, dass dies die Unsicherheit der Investoren widerspiegelt, was die zukünftige Ausrichtung der Fed sowie die tatsächliche Veränderung der globalen Kapitalumgebung betrifft.

US-Dollar verzeichnet den größten Jahresverlust seit Jahren, Zinssenkungen werden zum Marktkonsens

Analysen deuten darauf hin, dass der US-Dollar in diesem Jahr gegenüber einem Korb wichtiger Währungen um fast 10 % gefallen ist, was den stärksten Rückgang seit 2017 darstellt. Die Marktteilnehmer verbinden diese Entwicklung eng mit den Erwartungen auf zukünftige Zinssenkungen durch die Fed.

Dazu äußerte sich James Knightley, Chefökonom bei ING, dass die Fed im Vergleich zu anderen großen Zentralbanken noch immer eine relativ lockere Haltung einnimmt und insgesamt weiterhin im „monetären Lockerungsmodus“ agiert. Vor diesem Hintergrund rückt die mögliche Schwächung des Dollars in den Fokus der Investoren.

Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Federal Reserve, Zinsrichtlinien bleiben variabel

Die jüngsten Sitzungsprotokolle der Fed zeigen, dass trotz der bereits getroffenen Entscheidung, die Zinsen zu senken, innerhalb der Fed deutliche Meinungsverschiedenheiten darüber bestehen, ob die Zinsanpassungen fortgesetzt werden sollen. Einige Entscheidungsträger sind der Ansicht, dass nach der aktuellen (Dezember-)Anpassung die Zinsen für eine gewisse Zeit stabil bleiben sollten, um die Wirtschaftsdaten zu beobachten.

Gleichzeitig zeigt das CME FedWatch-Tool, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei der Sitzung Ende Januar keine Änderungen vornimmt, bei über 80 % liegt. Andere Prognoseplattformen halten eine erneute Zinssenkung noch im Laufe des Jahres für wahrscheinlich.

Politische Unsicherheiten steigen, US-Dollar-Hegemonie im Fokus

Neben der Geldpolitik selbst spielen auch politische Faktoren in den USA eine Rolle als Variablen auf den Märkten. Kürzlich hat US-Präsident Trump erneut Druck auf die Fed ausgeübt, was Diskussionen über die Unabhängigkeit der Zentralbank und ihre zukünftige Ausrichtung ausgelöst hat.

Mark Sobel, ehemaliger US-Finanzbeamter und Vorsitzender des Think Tanks OMFIF, weist darauf hin, dass politische Einflüsse auf die internationale Stellung des Dollars ein langfristiger und langsamer Prozess sein könnten, der jedoch bereits ausreicht, um den Marktpsychologie zu beeinflussen.

Analysten: Lockeres Geldumfeld begünstigt Krypto-Assets

Mehrere Akteure im Kryptowährungsmarkt sind der Ansicht, dass eine offizielle Einleitung eines Zinssenkungszyklus durch die Fed die Kosten für Kapital senken und somit risikoreiche Anlagen begünstigen würde. Bitcoin gilt dabei häufig als Hauptprofiteur.

Timot Lamarre, Market Research Director bei der Krypto-Depotfirma Unchained, erklärt, dass eine geldpolitische Wende hin zu Lockerung bedeutet, dass der Markt mit einer erhöhten Liquidität in US-Dollar rechnen kann, worauf Bitcoin in der Regel als erstes reagiert.

Owen Lau, Managing Director bei Clear Street, betont ebenfalls, dass Zinssenkungen im Jahr 2026 ein bedeutender Katalysator für den Kryptomarkt sein könnten. Dies könnte nicht nur Privatanleger anziehen, sondern auch das Engagement institutioneller Investoren in Krypto-Assets erhöhen.

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