Die Ethereum-Netzwerk hat kürzlich ein bedeutendes Upgrade erfahren. Am Mittwoch wurde der zweite Hard Fork, der ausschließlich die Blob-Parameter anpasst (BPO), erfolgreich durchgeführt, bei dem das Limit für die Anzahl der Blobs pro Block von 15 auf 21 erhöht wurde. Dies gilt als entscheidender erster Schritt auf der Ethereum-Scalability-Roadmap für 2026. Dieses Upgrade erhöht direkt die Datenübertragungskapazität des Ethereum Rollup-Systems und legt die Grundlage für Layer-2-Skalierung.
Der BPO-Hard Fork trat um 1:01:11 UTC in Kraft. Die Kernänderung besteht nicht nur in der Erhöhung des Blob-Limits, sondern auch in der Anhebung der Zielzahl der Blobs von 10 auf 14. Branchenweit wird allgemein angenommen, dass die Zielzahl praktischer ist als das theoretische Limit, da eine langfristige Annäherung an das Limit von 21 Blobs möglicherweise Druck auf die Bandbreite und den Speicher der Knoten ausüben könnte.
In Bezug auf die Datenkapazität kann eine Blob-Einheit etwa 128 KB Daten aufnehmen, was bedeutet, dass ein einzelner Ethereum-Block jetzt maximal etwa 2688 KB Rollup-Daten tragen kann. Dies verbessert die Batch-Verarbeitungsfähigkeit des Layer-2-Netzwerks erheblich, hilft, die Rollup-Kosten zu senken, und unterstützt häufigere On-Chain-Aktivitäten.
Das Blob-Mechanismus dient nicht nur der Skalierung, sondern trägt auch zur Stabilität des Mainnets bei. Mit der Verlagerung weiterer Transaktionen auf die Rollup-Ausführung sinkt der Stau auf dem Ethereum-Mainnet. Daten zeigen, dass seit der ersten BPO-Hard Fork-Implementierung am 9. Dezember 2025 die Gas-Gebühren auf Ethereum insgesamt stabil geblieben sind, was darauf hindeutet, dass der Blob-Mechanismus eine „Puffer“-Funktion erfüllt.
Gleichzeitig hat die Entwicklergemeinschaft begonnen, Pläne zur weiteren Steigerung der Ethereum-Transaktionsdurchsatz zu diskutieren. Auf einem Kernentwicklertreffen im Dezember wurde die Idee vorgestellt, nach Abschluss des zweiten BPO-Upgrades das Gas-Limit des Netzwerks von den aktuellen 60 Millionen auf 80 Millionen zu erhöhen. Bei Umsetzung würde die Anzahl der Transaktionen und Smart Contracts pro Block deutlich steigen, was die Nutzererfahrung verbessert und die durchschnittlichen Gebühren senkt.
Langfristig wird erwartet, dass das Glamsterdam-Hard Fork, das später im Jahr 2026 implementiert werden soll, die Skalierbarkeit auf eine neue Stufe hebt. Dieses Upgrade plant, das Gas-Limit auf 200 Millionen zu erhöhen und eine „perfekte Parallelverarbeitung“ einzuführen. Durch das EIP-7928-Design für Block-Zugriffslisten könnte Ethereum vom Single-Thread-Transaktionsverarbeitungsmodus auf eine Multi-Thread-Parallelverarbeitung umstellen, was die Gesamtdurchsatzrate erheblich steigert.
Insgesamt zeigt sich, dass Ethereum systematisch an der Skalierbarkeitssteigerung arbeitet – von der Erhöhung des Blob-Limits über Diskussionen zum Gas-Limit bis hin zum Glamsterdam-Hard Fork. Dieser technologische Weg, der auf Rollups, Blobs und paralleler Ausführung basiert, formt Ethereum allmählich zu einem globalen Abrechnungs- und Ausführungsnetzwerk, das große Anwendungen unterstützen kann.
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