Odaily Planet Daily: JPMorgan Chase hat mitgeteilt, dass der frühere „Derisking"-Prozess auf dem Kryptomarkt möglicherweise dem Ende näher kommt. Die Kapitalströme der Bitcoin- und Ethereum-ETFs zeigen Stabilisierungssignale.
Das von JPMorgan-Geschäftsführer Nikolaos Panigirtzoglou geleitete Analyseteam weist in seinem neuesten Bericht darauf hin, dass trotz Mittelabflüsse bei BTC- und ETH-ETFs im Dezember 2025 globale Aktien-ETFs im gleichen Zeitraum Nettomittelzuflüsse von 235 Milliarden Dollar pro Monat verzeichneten – einen historischen Rekord. Nach dem Eintritt in den Januar 2026 begannen sich jedoch mehrere Indikatoren zu verbessern.
Der Bericht besagt, dass die Kapitalströme von Bitcoin- und Ethereum-ETFs „Bodenbildungssignale" zeigen. Gleichzeitig deuten Positionsindikatoren bei Perpetual Futures und CME Bitcoin Futures darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Analysten sind der Ansicht, dass die Phase der gleichzeitigen Depotabbau durch Privatanleger und institutionelle Anleger während des vierten Quartals 2025 mit hoher Wahrscheinlichkeit beendet ist.
Darüber hinaus weist JPMorgan Chase darauf hin, dass MSCI bei seiner Indexüberprüfung im Februar 2026 beschließt, Bitcoin und Kryptowährungsbestände von Unternehmen vorerst nicht aus globalen Aktienindizes auszuschließen. Dies bietet dem Markt „zumindest vorübergehende Erleichterung" und begünstigt Unternehmen wie MicroStrategy.
Der Bericht widerlegt auch, dass die jüngste Marktvolatilität auf Liquiditätsverschlechterung zurückzuführen ist. JPMorgan Chase vertraut darauf, dass der eigentliche Auslöser die Erklärung von MSCI vom 10. Oktober zur Indexposition von MicroStrategy war, was systematische Derisking-Operationen auslöste. Die aktuellen Signale deuten darauf hin, dass dieser Prozess grundsätzlich abgeschlossen ist.
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