ETFs ziehen $46B in sechs Tagen zurück, da der Januar-Trend das historische Muster durchbricht

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  • Investoren zogen in nur sechs Tagen einen Rekord von $46 Milliarden US-ETFs ab, was den traditionellen „Januar-Effekt“ Rally durchbrach.
  • Hartnäckige Inflation und schwindende Hoffnungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve lösten eine massive „Verkaufe-alles“-Bewegung in allen Anlageklassen aus.
  • Während Bitcoin- und Ethereum-ETFs starke Abflüsse verzeichneten, widerstanden spezialisierte Fonds wie XRP und Solana dem Trend mit stetigem Wachstum.

Die ersten Wochen des Jahres haben das internationale Finanzsystem erheblich erschüttert.

Normalerweise bringt das neue Jahr den „Januar-Effekt“, bei dem Geld in den Markt strömt. Dieses Jahr geschah jedoch das Gegenteil. Investoren zogen in nur sechs Handelstagen bis zum 11. Januar $46 Milliarden aus US-aufgelisteten ETFs ab.

Dieser massive Abfluss stellt den aggressivsten Jahresbeginn in der Geschichte dar. Dieser ETF-Januar-Trend hat auch die Wall Street überrascht und deutet auf eine bedeutende Veränderung in der Risikowahrnehmung hin.

Brechen des historischen ETF-Januar-Trends

Historisch gesehen ist Januar eine Zeit hoher Optimismus bei Händlern. Seit 1950 hat der S&P 500 im Januar mehr als 60 % der Zeit an Wert gewonnen.

Institutionelle Manager setzen in diesem Zeitraum meist frisches Kapital aus Jahresendboni ein. Die aktuellen Daten zeigen jedoch eine deutliche Abweichung.

Welche Anlageform hat seit 2000 ihren Wert besser gehalten, Gold oder Aktien? Hier ist, wie $10K in jeder performte 📈

Diese Grafik, erstellt in Zusammenarbeit mit @bullionvault, zeigt, wie eine $10K Beteiligung an Gold und eine $10K Beteiligung am S&P 500 von Januar 2000 bis Oktober 2025 gewachsen sind.https://t.co/ZfAx7g8XZL… pic.twitter.com/kQ9eGnuFRE

— Visual Capitalist (@VisualCap) 10. November 2025

Breite Aktienfonds trugen die Hauptlast des Verkaufs, und Large-Cap-ETFs, die den S&P 500 und Nasdaq-100 nachverfolgen, verloren insgesamt 28,4 Milliarden US-Dollar.

Auch festverzinsliche Anlagen waren kein Zufluchtsort. Bond-ETFs verloren 9,2 Milliarden US-Dollar, da Investoren die ultimative Sicherheit in Bargeld suchten. Schwellenländer litten ebenfalls mit 4,1 Milliarden US-Dollar Rücknahmen. Dieser Rückzug zeigt, dass der ETF-Januar-Trend sich in Richtung eines „Risiko-Abwarten“-Umfelds bewegt.

Inflation und der Pivot der Federal Reserve

Der Hauptgrund für diese Trendwende ist ein Gefühl von „Makro-Müdigkeit“. Die meisten Experten erwarteten eine „weiche Landung“ und stetige Zinssenkungen im Jahr 2026.

Doch frische Inflationsdaten vom 6. Januar zerstreuten diese Hoffnungen. Der Kern-CPI blieb bei 3,4 %, was deutlich höher war als vom Markt erwartet. Plötzlich sank die Chance auf eine Zinssenkung im März von 72 % auf nur noch 14 %.

ETFs haben in den ersten 6 Tagen des Jahres $46b Milliarden aufgenommen, was ungewöhnlich hoch ist für den Jahresbeginn, auf Kurs für $158b im Monat, etwa 4-mal so viel wie üblich. Typischerweise ist Januar ein schwacher Monat, weil $SPY viel Steuerverlust-Harvesting-Geld verlässt (und es sind -8b), die im Dezember hereinkamen, aber die Branche boomt… pic.twitter.com/2QVOposBMf

— Eric Balchunas (@EricBalchunas) 12. Januar 2026

Auch institutionelles „Smart Money“ begann sofort, sich zurückzuziehen. Algorithmische Handelsmodelle lösten gleichzeitig Verkaufsorders in diversifizierten Portfolios aus.

Diese massiven Abflüsse resultierten aus dieser Veränderung. Wenn die Märkte erkennen, dass die Federal Reserve nicht zur Rettung kommt, sind die liquidesten Vehikel oft die ersten, die verkauft werden.

Krypto-ETFs und die Panik

Der Sektor der digitalen Vermögenswerte spürte denselben Druck. Krypto-ETFs waren das ganze letzte Jahr über sehr stark, konnten sich aber nicht vor dem Blutbad im Jahr 2026 verstecken. Nach einer kurzen Rally am 2. und 5. Januar wurde die Stimmung negativ.

Laut SoSoValue-Daten verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs vier Tage in Folge Nettomittelabflüsse. Diese Rücknahmen stiegen auf $681 Millionen im ersten vollen Handelswoche des Jahres.

Der IBIT-Fonds von BlackRock verzeichnete seine erste größere Serie negativer Flows. Er verlor allein am Freitag, dem 9. Januar, $252 Millionen. Fidelitys FBTC-Fonds verzeichnete ebenfalls einen noch größeren Tagesverlust von $312 Millionen.

Ethereum-ETFs folgten einem ähnlichen Weg und verloren in der Woche 68,6 Millionen US-Dollar. Dies zeigt, dass selbst die beliebtesten neuen Vermögenswerte nicht immun gegen breitere Marktsorgen sind.

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