Trumps Zollerungsdrohung scheitert? Asien-Aktienmärkte ignorieren das „Wolf kommt“-Szenario, Bitcoin und Gold steigen gemeinsam an

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Am 27. Januar reagierten asiatische Aktien ungewöhnlich ruhig auf Trumps jüngste Zolldrohung am Dienstag, und die wichtigsten Indizes schwankten weiterhin nahe historischen Hochs. Selbst als Trump öffentlich damit drohte, die Zölle auf südkoreanische Waren auf 25 % anzuheben, blieben die regionalen Märkte stark, wobei Aktienindizes in Japan, Hongkong, dem chinesischen Festland und Australien allgemein höher schlossen, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger allmählich an diesen wiederkehrenden politischen Lärm angepasst haben.

Auf dem koreanischen Markt ist die Veränderung der Stimmung besonders ausgeprägt. KOSPI fiel zu Beginn des Handels stark, erholte sich dann aber schnell und erreichte einen Rekordhoch, wobei SK hynix und Samsung Electronics die Hauptkräfte wurden. Ausländische Fonds und institutionelle Investoren kauften Nettoeinkäufe, was darauf hindeutet, dass sich der Markt mehr um Unternehmensgewinne und Branchenstimmung als um politische Bedrohungen in den sozialen Medien kümmert. Die südkoreanische Regierung betonte außerdem, dass jede Zollanpassung formale Verwaltungsverfahren erfordert, was die Markterwartungen weiter stabilisiert.

Diese “Immunantwort” verändert die Art und Weise, wie globale Fonds als gefährdet bewertet werden. Da Trump Zölle häufig als Verhandlungsmasse nutzt, sehen Anleger diese Aussagen inzwischen eher als Strategie denn als bevorstehende Maßnahme. Der Markt richtet seine Aufmerksamkeit auf größere Variablen wie Unternehmensgewinne, makroökonomische Daten und regulatorische Entwicklungen.

Diese Änderung betrifft auch Krypto-Vermögenswerte. Bitcoin stieg am selben Tag über 88.000 US-Dollar, und das Gold stieg gleichzeitig, was darauf hindeutet, dass die Fonds weiterhin zugunsten von geopolitischen und politischen Unsicherheiten auf Absicherung von Vermögenswerten eingestellt sind. Die Begeisterung südkoreanischer Privatanleger für digitale Vermögenswerte ist jedoch deutlich abgekühlt, wobei Prämienindikatoren die Lücke zwischen lokalen und globalen Preisen weiterhin niedrig messen, was auf mehr Kapitalströme in KI- und halbleiterbezogene Aktien hinweist.

Wenn der Markt nicht mehr von politischen Rufen geleitet wird, werden der Geldfluss und die fundamentale Performance die Preise wirklich antreiben können. Ob Aktien oder Bitcoin – der Markt im Jahr 2026 wird zunehmend von realer Nachfrage und strukturellen Veränderungen dominiert, statt von einem einzigen Tweet.

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