Während XRP eine Position im breiteren Kryptomarkt gehalten hat, glauben einige, dass dies sein Image und folglich die Preisgestaltung eingeschränkt hat.
XRP wird immer noch um die $2 gehandelt, aber einige Community-Figuren argumentieren, dass dieser Preis nicht widerspiegelt, wofür die Anlage eigentlich geschaffen wurde. Diese Personen haben wiederholt darauf bestanden, dass XRP unterbewertet bleibt. Sie glauben, dass der Markt XRP immer noch wie eine spekulative Kryptowährung behandelt, obwohl sein Zweck auf Zahlungen und grenzüberschreitende Abwicklung ausgerichtet ist.
Aus dieser Perspektive sollte der Wert von XRP davon abhängen, wie gut es die globale Liquidität unterstützt, nicht von Spekulationen. Dies könnte zu einem Preisanstieg führen, da Institutionen darauf angewiesen sind, es für Abwicklungen zu verwenden, es in Bilanzen halten und größere Liquiditätspuffer benötigen.
Bemerkenswert ist, dass der Experte betonte, dass es sich um eine Bilanz- und Liquiditätsfrage handelt. Seiner Ansicht nach würde sich die Preislogik komplett ändern, sobald Institutionen aufhören, XRP mit Bitcoin zu vergleichen, und es stattdessen als Finanzinfrastruktur nutzen.
Cunningham erklärte, dass XRP eine andere Rolle einnehmen würde, wenn Institutionen es als finanzielle Infrastruktur behandeln. In dieser Rolle könnte XRP als neutraler Sicherheitenposten fungieren und Sicherheit bei Abwicklungen bieten, anstatt als spekulative Anlage zu agieren. Er schlug vor, dass dies XRP in die Kategorie der global bedeutenden Liquiditätsmittel katapultieren könnte.
Der Markt-Experte hob Kommentare des Ripple-CTO, David Schwartz, hervor, um diese Idee zu untermauern. Insbesondere hat Schwartz schon lange gesagt, dass XRP zu einem höheren Preis gehandelt werden muss, um effizient als grenzüberschreitendes Abwicklungstoken zu funktionieren.
Zum Kontext: Ein höherer Preis ermöglicht es, große Wertmengen mit weniger Token zu bewegen, was Reibungsverluste bei globalen Zahlungen reduziert. Laut Cunningham ist dies eine Designanforderung, kein Preisvorhersage.
Cunningham teilte dann eine Grafik, die ein Modell zeigt, das den Transaktionsfluss, die Liquiditätsbedürfnisse und den XRP-Preis verbindet. Es zeigt, dass die Verarbeitung großer Volumina den XRP-Preis nicht direkt bestimmt. Stattdessen steigen oder fallen die Preise, je nachdem, wie viel XRP Institutionen halten müssen, um Zahlungen reibungslos und zuverlässig abzuwickeln.
Bemerkenswert ist, dass das Modell annimmt, dass XRP-bezogene Systeme 15 % des Swift-Jahresvolumens von $150 Billionen erfassen, also etwa $22,5 Billionen. Von diesem Betrag geht das Modell davon aus, dass tatsächlich 25 % mit XRP selbst abgewickelt werden. Das ergibt etwa $5,6 Billionen an jährlichem Abwicklungsvolumen, das von XRP verarbeitet wird.
In der zweiten Sektion der Grafik liegt der Fokus auf den Liquiditätsanforderungen. Basierend auf $5,6 Billionen an jährlichen Abwicklungen geht das Modell davon aus, dass XRP zwischen 6 und 12 Mal pro Jahr zirkuliert. Diese Wiederverwendungsrate ergibt einen geschätzten Basisliquiditätsbedarf von etwa $140 Milliarden.
Zur Risikomanagement wird dann ein Puffer von 2 bis 5 Mal hinzugefügt, wodurch die insgesamt benötigte XRP-Liquidität auf einen Bereich zwischen $280 Milliarden und $700 Milliarden steigt. Laut Grafik würden Institutionen diese XRP auf Bilanzen halten, anstatt zu handeln. Dies würde stabile Korridore, geringe Volatilität und sofortige Abwicklung gewährleisten.
Der letzte Abschnitt übersetzt diese Liquiditätszahlen in Preisspannen. Konkret: In einer grundlegenden Abwicklungsrolle liegen die XRP-Preise zwischen $2,50 und $7,50. In einem breiteren Szenario, in dem XRP zu einer systemischen Liquiditätsanlage wird, liegen die erforderlichen Liquiditätsmengen zwischen $100 Milliarden und $700 Milliarden, mit Preisen zwischen $10 und $200.
Im ambitioniertesten Fall agiert XRP als Reserve- oder Treasury-Vermögenswert. In diesem Szenario könnten die Preise auf $50 bis $100 oder höher steigen, wenn Institutionen XRP ansammeln, um globale Zahlungsströme zu absorbieren.
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