Die weltweit größte Unternehmens-Bitcoin-Halter Strategy (MicroStrategy) verzeichnete mit dem Anstieg des Bitcoin-Preises heute Morgen auf 60.000 US-Dollar vorübergehend einen Buchverlust von 10,1 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig hat sich der Nettoverlust im Q4-Finanzbericht ausgeweitet, was zu einem eintägigen Kurssturz der Aktie um 17 % führte.
(Vorheriger Kontext: MicroStrategy investiert weitere 75,3 Millionen US-Dollar in 855 Bitcoin! Mit 713.000 BTC fast im Verlust, kann Strategy weiterhin kaufen?)
(Hintergrund: Binance SAFU-Fonds scannt erneut 100 Millionen US-Dollar in Bitcoin, Binance setzt den BTC-Zufluss fort)
Mit dem heutigen Anstieg des Bitcoin-Preises auf 60.000 US-Dollar hat sich der vorübergehende Buchverlust des weltweit größten Unternehmens-Bitcoin-Halters Strategy (MicroStrategy) auf 10,16 Milliarden US-Dollar ausgeweitet. Dieser astronomische Buchverlust, zusammen mit den im kürzlich veröffentlichten Finanzzahlen für das vierte Quartal 2025 deutlich hohen Verlusten, erschüttert das Vertrauen der Investoren erheblich. Die Aktie (MSTR) stürzte an einem Tag um 17 % ab und gehörte zu den größten Verlierern im Technologiesektor an den US-Aktienmärkten.
Erstaunliche Verluste im Q4-Finanzbericht: Der kürzlich veröffentlichte Finanzbericht für das vierte Quartal 2025 von Strategy zeigt einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar. Dieser Verlust resultiert hauptsächlich aus zwei Faktoren: Erstens der Fair-Value-Abschreibung der Bitcoin-Bestände (gemäß neuen Rechnungslegungsstandards müssen Unternehmen die Schwankungen des Bitcoin-Preises in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigen); zweitens die anhaltende Schrumpfung des Softwaregeschäfts, das den Umsatz im Jahresvergleich um etwa 15 % sinken ließ.
Es ist jedoch bemerkenswert, dass dieser Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar fast vollständig nicht zahlungswirksam ist und hauptsächlich buchhalterische Behandlung widerspiegelt, nicht tatsächliche Cashflows. Für institutionelle Investoren ist eine derart große Buchverlust dennoch ein beunruhigendes Signal, da sie auf eine schnelle Erosion des Eigenkapitals hindeutet.
Bedenken hinsichtlich der Schuldenstruktur: Strategy verfügt derzeit über mehrere Tranchen wandelbarer Anleihen. Das bedeutet, dass bei anhaltendem Bitcoin-Preissturz das Unternehmen möglicherweise gezwungen sein könnte, Teile seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um Schulden zu tilgen.
Der Finanzvorstand des Unternehmens, Andrew Kang, erklärte jedoch, dass die Barreserven auf 2,25 Milliarden US-Dollar gestiegen sind, ausreichend, um etwa 30 Monate Dividenden und Zinszahlungen auf Vorzugsaktien zu decken. Zudem liegen die wichtigsten Schuldenfälligkeiten nach 2027, sodass kurzfristig keine Liquiditätsrisiken bestehen und kein Zwang besteht, Bitcoin zu verkaufen, um Schulden zu bedienen.
Laut Coingecko-Daten hält Strategy derzeit 713.502 Bitcoin, mit einem Gesamtkaufspreis von etwa 45,7 Milliarden US-Dollar, durchschnittlich etwa 76.052 US-Dollar pro Bitcoin.
Analysten bei JPMorgan erklärten in einem aktuellen Bericht: „Wenn der Bitcoin-Preis weiter unter 50.000 US-Dollar fällt, wird der Schuldendruck für Strategy deutlich steigen. Obwohl das Unternehmen derzeit noch in der Lage ist, Zinszahlungen aus dem Cashflow zu decken, werden anhaltende Verluste seine Refinanzierungsfähigkeit einschränken.“
Obwohl Strategy in der Vergangenheit bei fast jedem größeren Rücksetzer gegen den Trend gekauft hat – und diese Entscheidungen sich letztlich als richtig erwiesen haben – bleibt die Frage, ob es vor dem Morgengrauen gelingt, standzuhalten (falls MicroStrategy nicht heimlich noch mit zusätzlichem Leverage arbeitet…).
Angesichts des enormen Marktdrucks zeigte Michael Saylor in einem aktuellen Social-Media-Post weiterhin seine feste Überzeugung vom Bitcoin. Er schrieb kurz: „HODL“
HODL
— Michael Saylor (@saylor) 5. Februar 2026
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