Institutionelle Investoren lenken jetzt die Kryptomärkte, da die Nachfrage der Privatanleger nach extremen Gewinnen weiterhin schwindet.
Der Zusammenbruch von FTX hat das Risikomanagement neu gestaltet und die Investoren dazu veranlasst, Vertrauen und Transparenz in den Vordergrund zu stellen.
Liquidationen im Oktober haben fragile Dynamiken offenbart, während tokenisierte reale Vermögenswerte Aufmerksamkeit gewinnen.
Galaxy-CEO Mike Novogratz sagt, große Institutionen steuern den Kryptomarkt. Er äußerte sich dazu beim CNBC Digital Finance Forum in New York. Er erklärte, dass große Firmen nun nach Stabilität suchen, anstatt auf hochriskante Trades zu setzen. Dieser Wandel, so sagte er, signalisiere eine andere Phase für die Branche.
Das „Zeitalter der Spekulation“ im Krypto-Bereich könnte vorbei sein, sagt Galaxy-CEO Mike Novogratz https://t.co/P7Lxv8kAQm
— CNBC (@CNBC) 10. Februar 2026
Er erinnerte daran, dass frühere Zyklen von der Begeisterung der Privatanleger abhingen. Kleine Investoren stürmten einst auf der Suche nach hohen Gewinnen hinein. Viele strebten innerhalb kurzer Zeit nach lebensverändernden Renditen. Jetzt hat sich diese aggressive Haltung abgekühlt.
Novogratz sagte, dass Privatanleger einst starke Rallyes bei digitalen Vermögenswerten angetrieben haben. Soziale Dynamik und schnelllebige Narrative trieben die Preise oft nach oben. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich Institutionen auf eine stabile Jahresperformance. Sie nähern sich Krypto mit Portfolio-Disziplin.
Große Firmen analysieren die Liquiditätsbedingungen, bevor sie Kapital einsetzen. Sie prüfen auch Verwahrungsvereinbarungen und regulatorische Risiken. Zudem kontrollieren sie Hebelwirkungen und streuen Risiken über verschiedene Vermögenswerte. Diese Methode verändert den Geldfluss im Markt.
Mit wachsendem institutionellen Engagement sehen die Marktschwankungen anders aus. Plötzliche Ausschläge treten weiterhin auf, doch längere Trends haben mehr Gewicht. Außerdem verbleibt Kapital tendenziell länger im Markt. Der Gesamteindruck wirkt ausgeglichener als in früheren Zyklen.
Der Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 markierte einen Wendepunkt. Bitcoin fiel im November etwa 78 % von 69.000 $ auf rund 15.700 $. Dieser Rückgang erschütterte das Vertrauen in der Branche. Viele Investoren überdachten ihre Risikomanagement-Strategien.
Novogratz sah das Ereignis als tiefen Vertrauensbruch. Danach stärkten Firmen ihre internen Prüfungen und Aufsicht. Privatanleger reduzierten ihre Hebelwirkung und überprüften ihre Expositionen neu. Gleichzeitig wurden Forderungen nach mehr Transparenz lauter.
Die Folgen prägen noch heute die Entscheidungen. Investoren achten jetzt genauer auf Bilanzen. Sie prüfen Gegenparteien, bevor sie Gelder investieren. Das Risikobewusstsein ist seit dem Zusammenbruch deutlich gestiegen.
Ein weiterer Schock traf den Markt am 10. Oktober. Eine Welle von Liquidationen erfasste große Token. Viele Privatanleger und einige Market Maker wurden aus dem Markt gedrängt. Der Verkaufsdruck stieg, ohne dass es einen klaren externen Auslöser gab.
Novogratz sagte, Händler hätten Schwierigkeiten gehabt, einen einzelnen Grund zu identifizieren. Das Fehlen eines klaren Auslösers schürte Verwirrung. Erzwungenes Verkaufen vertiefte dann die Verluste an den Börsen. Die schwache Privatanlegerbeteiligung bremste eine sofortige Erholung.
Er betonte, dass Narrative oft die Zyklen im Krypto-Bereich lenken. Diese Geschichten brauchen Zeit, um Interesse zu wecken und Kapital anzuziehen. Wenn starke Liquidationen Teilnehmer vertreiben, dauert eine Erholung länger. Momentum kehrt nicht über Nacht zurück.
Novogratz erwartet, dass Spekulationen weiterhin Teil der Kryptomärkte bleiben. Er glaubt jedoch, dass sich die Aufmerksamkeit auf reale Anwendungsfälle verschieben wird. Er verwies auf tokenisierte reale Vermögenswerte als möglichen Wachstumstreiber. Zudem sagte er, Gesetzgeber zeigten Unterstützung für den CLARITY Act, der eine klarere Marktstrukturregelung bringen könnte.
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