Solana (SOL) handelt derzeit um die Marke von 79 USD, nachdem sie in dieser Woche um mehr als 9 % korrigiert hat. Diese Entwicklung spiegelt einen zunehmenden kurzfristigen Gewinnmitnahmedruck wider. Gleichzeitig senden On-Chain-Indikatoren und Daten aus dem Derivatemarkt widersprüchliche Signale bezüglich der Anlegerstimmung, was auf ein deutliches Ringen zwischen Bullen und Bären hinweist — ein Faktor, der die Erholung des Preises derzeit hemmt.
Die Nachfrage institutioneller Akteure nach Solana ist in dieser Woche wieder angestiegen und nährt die Hoffnung auf eine neue Erholungsphase. Daten von SoSoValue zeigen, dass die Spot-ETFs für Solana (SOL) bis Donnerstag einen Zufluss von 11,60 Millionen USD verzeichneten, womit eine zweiwöchige Abflussserie beendet wurde. Wenn dieser Kapitalzufluss anhält und sich ausweitet, könnte der SOL-Preis in den kommenden Sessions wieder an Dynamik gewinnen.
Wöchentliche Nettomittelstrom-Diagramme der SOL-ETFs | Quelle: SoSoValue
Parallel zu den positiven Signalen aus den Kapitalflüssen untermauert die aggregierte Datenlage von CryptoQuant die positiven Aussichten, trotz der noch schwachen Kursentwicklung. Sowohl der Spotmarkt als auch die Futures von SOL zeigen große Kaufaufträge von sogenannten „Walen“. Das Marktvolumen nimmt ab, während die Käuferseite zunehmend die Oberhand gewinnt, was auf die Bildung einer Basis und eine kurzfristige Erholung hindeutet.

Allerdings senden die Derivatemärkte ein vorsichtiges Signal. Laut CoinGlass ist die Funding-Rate von SOL am Freitag auf -0,0014 % gefallen, was darauf hindeutet, dass Short-Positionen (Verkauf) Gebühren an Long-Positionen (Kauf) zahlen — ein Zeichen für eine marktseitige Stimmung, die eher auf fallende Kurse ausgerichtet ist.
Funding-Rate-Diagramm von Solana | Quelle: Coinglass
Bemerkenswert ist, dass das Open Interest (OI) von Solana am Freitag auf 4,96 Milliarden USD gefallen ist, was den seit Mitte Januar anhaltenden Abwärtstrend fortsetzt und den niedrigsten Stand seit Mitte April 2025 markiert. Das Schrumpfen des OI deutet auf eine abnehmende Marktbeteiligung hin und bestätigt die vorsichtige Haltung der Marktteilnehmer.
Die widersprüchlichen Signale zwischen Spot-Flow und Derivatemarkt spiegeln eine zunehmende Unsicherheit unter den Händlern wider, was das Vertrauen in einen nachhaltigen Aufwärtstrend schwächt und die kurzfristige Erholung von Solana weiter bremsen könnte.
SOL OI | Quelle: Coinglass
Der Kurs von Solana (SOL) setzt seine Abwärtsbewegung in dieser Woche fort und verliert fast 9 %, nachdem er in der Vorwoche bereits um 8,62 % gefallen war. Bis Freitag liegt SOL bei etwa 79,04 USD, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet.
Tägliches SOL/USDT-Chart | Quelle: TradingView
Im negativen Szenario, falls die Verkaufsseite nicht nachlässt, könnte Solana auf das Tief vom 6. Februar bei 67,50 USD fallen. Ein Schlusskurs unter dieser Unterstützung würde den Weg für eine stärkere Abwärtsbewegung ebnen, mit dem nächsten psychologischen Ziel bei 60 USD – einem Bereich, der zusätzlichen technischen Verkaufsdruck auslösen könnte.
Die Momentum-Indikatoren bestätigen das eher negative Bild. Der RSI auf Tagesbasis ist auf 26 gefallen und befindet sich im überverkauften Bereich, was auf eine starke Abwärtsdynamik und Panikverkäufe hinweist. Zudem hat sich der MACD seit dem 19. Januar nach unten gekreuzt und zeigt weiterhin negative Signale, da die roten Histogrammbalken unter der Nulllinie wachsen.
Dennoch besteht bei einer Rückkehr der Kaufkraft die Möglichkeit, dass SOL sich erholt und kurzfristig wieder die psychologische Marke von 80 USD testet.
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