Die südkoreanische Regierung hat im internationalen Investitionsstreit (ISDS) gegen den US-Hedgefonds Elliott Management gewonnen. Das Verfahren wurde eingeleitet, nachdem die Permanent Court of Arbitration (PCA) im Jahr 2023 entschieden hatte, dass die südkoreanische Regierung an Elliott 155,6 Milliarden Won zahlen muss.
Die südkoreanische Regierung argumentierte, dass die PCA in diesem Fall keine Zuständigkeit habe, und beantragte die Aufhebung des Urteils bei einem britischen Gericht auf Grundlage des Freihandelsabkommens (FTA) zwischen Südkorea und den USA. Das Verfahren wurde im ersten Instanz im Jahr 2024 aufgrund von Zuständigkeitsfragen des FTA abgewiesen, doch anschließend nahm das Berufungsgericht in Großbritannien die Sache an und verwies sie zur erneuten Verhandlung an das erstinstanzliche Gericht, wodurch sich die Lage änderte.
Schließlich bestätigte das High Court in Großbritannien, dass die Entscheidung der PCA aufzuheben sei, und unterstützte die Argumentation der südkoreanischen Regierung. Damit verlor das ursprüngliche PCA-Urteil, das die Zahlungspflicht der südkoreanischen Regierung anerkannt hatte, seine Wirksamkeit, und der Fall wurde zur erneuten Schiedsverfahren zurückverwiesen.
Der Kern des Problems lag im Zusammenschluss von Samsung C&T und Cheil Industries im Jahr 2015. Damals war Elliott einer der Hauptaktionäre von Samsung C&T und äußerte sich gegen die Fusion, da sie seiner Ansicht nach ungünstig für die Beteiligung von Elliott an Samsung C&T sei. Da jedoch die National Pension Service die Fusion unterstützte, argumentierte Elliott, dass seine Interessen als Aktionär von Samsung C&T verletzt worden seien.
Der Sieg stellt für die südkoreanische Regierung einen bedeutenden Erfolg im internationalen Streit dar. Es wird aufmerksam verfolgt, wie sich das Schiedsverfahren künftig entwickeln wird, und es gibt Einschätzungen, dass dies Auswirkungen auf den internationalen Finanzmarkt sowie auf die Praxis der Streitbeilegung zwischen Unternehmen haben könnte.