Das in Hongkong ansässige Stablecoin-Zahlungsunternehmen RedotPay bereitet sich Berichten zufolge auf einen möglichen Börsengang in den USA vor, der mehr als 1 Milliarde US-Dollar einbringen könnte. Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sagten Bloomberg, dass die Börsennotierung das Unternehmen mit über 4 Milliarden US-Dollar bewerten könnte.
RedotPay arbeitet mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Jefferies an einem möglichen Börsengang in New York. Der IPO könnte bereits in diesem Jahr stattfinden, obwohl die Bedingungen noch geprüft werden. Weitere Banken könnten sich dem Underwriting-Syndikat anschließen, während die Pläne sich entwickeln.
Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten über die Börsengangsgespräche ab.
RedotPay wurde im April 2023 gegründet und hat sich schnell als bedeutender Akteur im Bereich der Stablecoin-gestützten Zahlungen etabliert. Das Unternehmen bietet Zahlungskarten an, die mit Stablecoin-Guthaben verbunden sind, Multi-Währungs-Digitale Wallets und grenzüberschreitende Auszahlungsdienste.
Laut seiner Website unterstützt RedotPay derzeit 6 Millionen Nutzer und verarbeitet ein jährliches Zahlungsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, traditionelle Finanzinfrastrukturen mit blockchain-basierter Abwicklung zu verbinden.
Zahlungskarten, die an Stablecoins gekoppelt sind, gewinnen an Beliebtheit, da Nutzer nach schnelleren und günstigeren Möglichkeiten für grenzüberschreitende Zahlungen suchen. Das Geschäftsmodell von RedotPay ist Teil eines größeren Trends, Stablecoins in den Mainstream-Finanzverkehr zu integrieren.
RedotPay sammelte im Jahr 2025 insgesamt 194 Millionen US-Dollar in drei Finanzierungsrunden. Im März erhielt das Unternehmen 40 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Runde, angeführt von Lightspeed, mit Beteiligung von HSG und Galaxy Ventures.
Im September schloss das Unternehmen eine strategische Finanzierungsrunde in Höhe von 47 Millionen US-Dollar ab, was es zum Einhorn machte. Coinbase Ventures schloss sich Galaxy Ventures und Vertex Ventures bei der Finanzierung an. Ein nicht genannter globaler Technologieunternehmer beteiligte sich ebenfalls.
Im Dezember beendete RedotPay eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 107 Millionen US-Dollar, angeführt von Goodwater Capital. Pantera Capital, Blockchain Capital und Circle Ventures beteiligten sich an der Runde, ebenso wie HSG.
Das IPO-Interesse von RedotPay spiegelt die breitere Begeisterung der Investoren für Stablecoin-Infrastruktur wider. Im Jahr 2025 flossen weiterhin erhebliche Venture-Capital-Investitionen in Zahlungs- und Abwicklungsdienstleister mit Fokus auf Blockchain-Integration.
M0, ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen, sammelte 40 Millionen US-Dollar in einer Series-B-Finanzierung, angeführt von Polychain Capital und Ribbit Capital. Rain, ein US-amerikanisches Startup, sammelte 58 Millionen US-Dollar, um Tools für Banken zur Ausgabe von Stablecoins zu entwickeln.
Im Oktober sammelte Coinflow aus Chicago 25 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Runde, angeführt von Pantera Capital, um grenzüberschreitende Abwicklungsdienste auszubauen. CMT Digital startete später einen Fonds in Höhe von 136 Millionen US-Dollar, der auf Stablecoin-Startups abzielt.
Investoren sehen Stablecoins zunehmend als ein zentrales Bauelement für digitales Finanzwesen. Mit zunehmender regulatorischer Klarheit könnten Unternehmen, die konforme Infrastruktur anbieten, einen bedeutenden Marktanteil gewinnen.
Wenn RedotPay seinen Börsengang vorantreibt, könnte es zu einem der bekanntesten börsennotierten Stablecoin-Zahlungsunternehmen werden. Der erfolgreiche IPO wäre ein historisches Ereignis für die blockchain-basierte Zahlungsinfrastruktur und würde die Bedeutung von Stablecoins im globalen Finanzsystem weiter festigen.
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